Am Sonntag, 21. Mai, ist Internationaler Museumstag. An diesem Tag ist der Eintritt ins Museum der DeutschenBinnenschifffahrt, Apostelstraße 84 in Duisburg-Ruhrort,frei.DasgiltauchfürdieMuseumsschiffeander Schifferbörse. Besucherinnen und Besucher können um 15 Uhr für einen Euro pro Person an einer Museumsführung teilnehmen. Außerdem besteht die Gelegenheit, die neue Sonderausstellung „RIVA-die italienische Bootslegende“ mit Fotos und exklusiven Bootsmodellen anzusehen, Das Binnenschifffahrtsmuseum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.WeitereInformationengibtesimInternetunter www.binnenschifffahrtsmuseum.de.
Bochum (ots) Die Polizei sucht Zeugen eines möglichen Raubdeliktes, das sich in den frühen Morgenstunden des 14. Mai (Sonntag) gegen 2 Uhr ereignet hat.
Ein 20-jähriger Bochumer war mit der S-Bahn unterwegs. An der Haltestelle "Langendreer S" stieg er aus und lief über die Hauptstraße in Richtung Markt. Nach aktuellem Kenntnisstand kamen ihm in Höhe der Hausnummer 146 drei bislang unbekannte Männer entgegen, redeten auf ihn ein und stießen ihn zu Boden. Anschließend entfernten sie sich in Richtung S-Bahn.
Der Bochumer blieb unverletzt. Er stellte jedoch fest, dass sein Handy fehlt.
Die Tatverdächtigen waren etwa 30 Jahre alt, einer trug einen Kapuzenpullover, eine Person soll "in gebrochenem Deutsch" gesprochen haben.
Das Kriminalkommissariat 32 ermittelt und bittet Zeugen, sich unter den Rufnummern 0234 909-8205 oder -4441 (Kriminalwache) zu melden.
In der Literaturreihe „#GralinenBochum“ lädt die Zentralbücherei Bochum im Bildungs- und Verwaltungszentrum, Gustav-Heinemann-Platz 2–6, in Kooperation mit „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. (Mittleres Ruhrgebiet)“ die Berliner Comic-Künstlerin Bianca Schaalburg ein. Am Montag, 22. Mai, liest die Künstlerin ab 19 Uhr aus ihrer mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2022 ausgezeichneten Graphic Novel „Der Duft der Kiefern – Meine Familie und ihre Geheimnisse“. Der Kölner Comic-Experten Tillmann Courth moderiert die Veranstaltung. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro. Anmeldungen sind per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. möglich.
In „Der Duft der Kiefern“ taucht Bianca Schaalburg in ihre Kindheit ein und stößt dabei auf Verdrängung und Lügen. Was hat ihr Großvater Heinrich, angeblich als Buchhalter bei der Wehrmacht in Riga stationiert, von den Gräueltaten der Nazis gewusst? War er vielleicht selbst beteiligt? Bald stellt sich die Frage nach der Mitschuld ihrer Familie. Sie erfährt, dass diese in einem Haus lebte, das ehemals von jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern bewohnt war. Hat die Familie von der Vertreibung profitiert oder war sie gar dafür verantwortlich? Bianca Schaalburg recherchiert die Ereignisse und stellt die Frage nach Schuld und Verantwortung einer ganz normalen deutschen Familie von damals bis heute.
Besonders in den USA gehen immer wieder seltsame Gerüchte um, wonach Krokodile in der Kanalisation so mancher Stadt hausen würden. Das hat sich bislang nicht bewahrheitet, dennoch heizen diverse Horror- und Abenteuerfilme dieses Gerücht weiter an.
In Europa sind es weniger die Krokodile, die für Gesprächsstoff sorgen, als vielmehr die mysteriösen menschlichen Bewohner der Kanalisation. Besonders in alten Städten wie Rom oder Paris, in denen die Kanalisation in dunkle und stark verzweigte Katakomben übergeht, haben sich Parallelgesellschaften gebildet, die bis zum heutigen Tag in der Kanalisation hausen.
Tatsächlich soll es aber bei diesem Artikel nicht um die Mysterien der Kanalisation gehen, als vielmehr um die spannendsten Funde. Bestimmt gibt es einige Leser, die ihr Leben lang noch nichts aus Versehen das Klo hinuntergespült haben oder ein wertvolles Schmuckstück in den Gully haben fliegen sehen, doch die Mehrheit hat bestimmt Erfahrung damit gemacht, wie schnell es gehen kann. Ein Ausrutscher und schon sind der Ring, das Smartphone oder etwas vielleicht sogar die Geldbörse futsch. Wer hat sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wo diese Dinge später landen und ob diese von jemandem gefunden werden? Tatsächlich verschwindet das Meiste für immer, doch wenn etwas wieder auftaucht, dann ist das nicht selten eine kleine Sensation.
Ein Ring kehrt nach 72 Jahren zurück
Die erstaunlichen Nachrichten, dass ein Arbeiter der Kanalisation einen Ring gefunden hatte, der 72 Jahre zuvor verloren wurde, machte bei Bekanntwerden schnell weltweit die Runde. Das Beste an dieser erstaunlichen Geschichte ist allerdings die Tatsache, dass der Finder den Eigentümer ausfindig machen konnte und dieser nach der langen Zeitspanne tatsächlich noch am Leben war. Dieser hatte ein spannendes und interessantes Leben hinter sich und den Ring längst vergessen und dennoch kehrte er wieder zu ihm zurück. Solche Geschichten schreibt nur das Leben, oder die Kanalisation.
Von antiken Wagenrädern hin zu bewaffneten Rettungsbooten
So vielfältig wie die Menschen sind, die sich täglich der Kanalisation bedienen, so spannend sind auch die Funde, die sich darin machen lassen. Die Mitarbeiter der Stadt New York staunten nicht schlecht, als sie eines Tages bei der Reinigung eines großen Kanals nicht nur ein altes Kutschenrad aus dem 19. Jahrhundert fanden, sondern auch ein ehemaliges, bewaffnetes Rettungsboot aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie etwas derart Großes in die Kanalisation gelangen kann, das ist heute noch nicht vollständig geklärt, es steht aber fest, dass nicht alles zufällig dort landet. Die Kanalisation ist seit jeher ein Ort, der mit der Dunkelheit, mit Schauer und Verbrechen, in Einklang gebracht wird. Zu verdanken ist das ebenfalls Hollywood und dem Aufbau der US-amerikanischen Abwassersysteme, die vollkommen anders sind als die hierzulande.
Obwohl in Europa alles eine Nummer kleiner ist, was die Kanalisation angeht, wird sie auch hier missbraucht. Allerdings nicht so, wie es immer wieder in Krimiserien oder Actionfilmen passiert, in denen ungeliebte Gegner in einem Kanal entsorgt werden oder sogar Verfolgungsjagden unter der Erde stattfinden, sondern auf eher banale Art und Weise. In Deutschland werden die Abwassersysteme gerne als Mülleimer genutzt. So gibt es Berichte von heruntergespülten BHs, von entsorgten Essensresten im großen Stil und sogar von Geld in rauen Mengen.
Unerwünschter Müll in der Kanalisation sorgt für große Probleme
Die Kosten, die jedes Jahr auf eine durchschnittlich große Stadt aufgrund des Mülls im Abwasser zukommen, sind nicht gerade gering. Wer selbst schon einmal mit verstopften Rohren zu tun hatte, der weiß, welche Probleme das bedeuten kann. Während sich der Private allerdings schnell an Profis, wie die von derRohrreinigung Bochum wendet, haben es Städte und Kommunen meistens mit größeren Problemen zu tun. Wenn etwa das System einer Kläranlage aufgrund des Mülls oder der Chemikalien im Wasser aufgibt, dann kommen zumeist enorme Probleme auf die Bewohner zu. Bedauerlicherweise denken viel zu wenige daran, dass es auch sie zu verantworten haben, dass das kommunale Abwassersystem funktioniert.
Die interessantesten Funde der vergangenen Jahre – kaum sichtbar, doch hochbrisant
Fundstücke, wie der angesprochene Ring, sind selten und auf jeden Fall eine Nachricht wert. Die Funde, die Forscher allerdings derzeit vermehrt in der Kanalisation machen, über diese wird weniger berichtet. Natürlich ist das Abwasser der ideale Hort für Bakterien und Erreger aller Art. Die Analyse des Abwassers sagt viel über die Bewohner, deren Ernährung und deren Lebensgewohnheiten aus. Niemanden hat es wirklich gewundert, als vor wenigen Jahren festgestellt wurde, dass das Abwasser, das aus dem Londoner Bankenviertel in die Themse geleitet wird, unfassbar hohe Anteile an Kokain enthielt.
Neuerdings interessieren sich besondersMediziner für die Kanalisation, denn anhand des Abwassers kann festgestellt werden, ob Viren oder andere Erreger in einer Region vorkommen und ob diese bereits mutiert sind. Anstatt sich mühselig von Haus zu Haus zu arbeiten, kann das Abwasser verraten, wie es um den Gesundheitszustand der Bewohner steht. Möglich machen das neue Tests, die selbst kleinste Mengen eines bestimmten Erregers im Wasser ausfindig machen können. Es ist damit beinahe so, als würden die Forscher den privaten Müll durchwühlen, um an Geheimnisse zu kommen. Natürlich stellt die Analyse des Abwassers keine Verletzung der Privatsphäre dar, schließlich ist es kaum möglich, die Quelle zu finden.
Die Kanalisation und das sich darin befindliche Abwasser sind eine Welt für sich, die man nicht unbedingt verstehen muss. Wer sich allerdings länger mit dieser Unterwelt auseinandersetzt, der stößt auf unglaubliche Dinge, die manchmal geradezu märchenhaft erscheinen.