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Eckpunktepapier zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG): Zukunftsfähige Politik sieht anders aus

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Deutsches Energieberater-Netzwerk sieht Einigung der Koalition kritisch

Offenbach, 26.02.2026 - Die Koalition hat gestern ein Eckpunktepapier zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) veröffentlicht und damit neue Regelungen für den Einbau von Heizungen, für die Wärmeversorgung angekündigt. Demnach wird die sogenannte "65% - Regel" gestrichen. Wer nun in eine neue Heizung investieren muss, ist nicht mehr verpflichtet, auf einen klimafreundlichen Betrieb zu achten, kann auch auf mehrheitlich fossile Brennträger zurückgreifen. Öl- und Gasheizungen können wieder eingebaut werden. Sie sollen -so sieht es das Eckpunktepapier vor- ab 2029 mit einem zunehmenden Anteil CO2-neutraler Brennstoffe betrieben werden. Die Koalitionäre sprechen von einer "Bio-Treppe". Sie soll den Weg in eine klimaneutrale Wärmeversorgung ermöglichen. Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. sieht das kritisch.

"Hier wird über einen kurzsichtigen Freiheitsbegriff, über ein merkwürdiges Verständnis von Technologieoffenheit etwas verkauft, das sich eigentlich nicht rechtfertigen lässt, nämlich ein Totalangriff auf das Klima", so Jutta Maria Betz, Vorstand des DEN. Sie erinnert daran, dass der Gebäudesektor seit Jahren seine Einsparziele verfehlt, dass die Wärmeversorgung -so die Uni Köln- rund 15 Prozent der deutschen Emissionen verursacht. Gerade deshalb sei der Handlungsdruck enorm. Wie sollen tragfähige Investitionen ermöglicht und die Resilienz Deutschland gestärkt werden, wenn die Regierung Abhängigkeiten von fossilen Brennträgern bewusst pflegt? Erst 2030 möchten die Koalitionäre nachsteuern - bis dahin werden viele neue klimaschädliche Heizungen Emissionen in die Höhe treiben, Emissionen, die über Jahrtausende in der Atmosphäre verbleiben.

Weiterlesen unter https://deutsches-energieberaternetzwerk.de/pressemitteilung-03-2026/


 

 

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