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Zelllinien für die nationale und die internationale Krebsforschung

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Weltkrebstag 2026 – Gemeinsam einzigartig
Die Abteilung Menschliche und Tierische Zellkulturen des Leibniz-Instituts
DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
beherbergt über 750 humane und weitere tierische Krebs-Zelllinien, die sie
Wissenschaffenden aus aller Welt für die Krebsforschung zur Verfügung
stellt, informiert Abteilungsleiterin Prof. Dr. Laura Steenpaß.

Der
diesjährige Weltkrebstag am vierten Februar steht unter dem Motto
„Gemeinsam einzigartig“. Damit kommt zum Ausdruck, dass jede krebskranke
Person und auch jeder Tumor seine eigenen Mutationen und Veränderungen hat
trotz der vielen Gemeinsamkeiten innerhalb ihrer Gruppen. Diese Diskrepanz
zwischen Allgemeinem und Speziellem stellt die Behandlung von
Krebserkrankungen vor große Herausforderungen, zumal in unserer alternden
Gesellschaft immer mehr Personen an Krebs erkranken, so Dr. Stefan Nagel
weiter.

Die von der Abteilung Menschliche und Tierische Zellkulturen des Leibniz-
Instituts DSMZ zur Verfügung gestellten Krebs-Zelllinien dienen der
Grundlagenforschung und finden in der klinischen Forschung Verwendung.
Krebs-Zelllinien werden von den Tumorzellen von Krebspatientinnen und
Krebspatienten etabliert, wachsen unbegrenzt in der Zellkultur, lassen
sich eingefroren aufbewahren und behalten ihre wesentlichen Eigenschaften
bei. Somit stellen sie wertvolle Modelle zur Erforschung der jeweiligen
Tumorentität dar, lassen sich weltweit versenden und unabhängig
untersuchen. Innerhalb der Vielzahl an Tumorentitäten hat die DSMZ die
weltweit größte Sammlung an Leukämie- und Lymphom Zelllinien, die sie für
Forschende zur Verfügung stellt. Von dieser Tumorgruppe wurden bereits 100
Zelllinien sequenziert und charakterisiert
(https://www.nature.com/articles/s41598-019-44491-x). Weiterhin wurden
kürzlich alle Brustkrebs-Zelllinien der DSMZ ausführlich analysiert und
beschrieben (https://www.dsmz.de/press/press-releases/singleview
/krebsforschung-forschende-des-leibniz-instituts-dsmz-charakterisieren-
brustkrebs-zelllinien). Details zu den verfügbaren Zelllinien sind in der
frei zugänglichen Datenbank DSMZCellDive (https://celldive.dsmz.de/)
abrufbar. Neben der Tätigkeit als Zellbank werden diese Zelllinien an der
DSMZ auch für die Forschung an verschiedenen Tumorentitäten verwendet.
Weitere Informationen zu den Forschungsschwerpunkten unter
https://research.dsmz.de/group/MuTZ/general-info.

DSMZ-Pressekontakt
PhDr. Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-
Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0531/2616-300
E-Mail: <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und
Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische
Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen,
Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische
Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen
gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-
Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen
Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für
Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig
anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr.
511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als
Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit,
biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu
hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das
zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus
Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 92.500 Bioressourcen und hat fast 230
Beschäftigte. https://www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige
Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-,
Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und
Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute
widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen.
Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den
übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten
wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte
Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im
Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und
informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-
Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - in Form der
Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In-
und Ausland. Die Leibniz-Institute unterliegen einem transparenten und
unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen
Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft
gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 21.400 Personen,
darunter 12.170 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das
Finanzvolumen liegt bei 2,3 Milliarden Euro. https://www.leibniz-
gemeinschaft.de