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Neugier als Kompass: ehb.forscht 2025 an der Evangelischen Hochschule Berlin

Nominierte Studierende zusammen mit Jurymitgliedern und dem Präsidenten der EHB  Quelle: PÖA/EHB
Nominierte Studierende zusammen mit Jurymitgliedern und dem Präsidenten der EHB Quelle: PÖA/EHB
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Unter dem Motto „Neugier als Kompass“ präsentierte die Evangelische
Hochschule Berlin am 29. Oktober 2025 bei ehb.forscht herausragende
Bachelor- und Masterarbeiten. Besonders gewürdigt wurden Arbeiten zu
bisher kaum erforschten Themen: Annabell Bergander untersuchte die DDR-
Jugendhilfemaßnahme „Entscheidung mit alternativem Charakter (EmaC)“,
Lotta Heimes widmete sich den Herausforderungen und Ressourcen
zugewanderter vietnamesischer Mütter in Berlin. Beide Arbeiten zeigen, wie
praxisnahe Forschung gesellschaftlich relevante Fragen beleuchtet und neue
Perspektiven eröffnet.

Unter dem Motto „Neugier als Kompass“ öffnete die Evangelische Hochschule
Berlin (EHB) am 29. Oktober 2025 ihre Türen für ehb.forscht, die jährliche
Präsentation und Auszeichnung herausragender Bachelor- und Masterarbeiten.
Studierende, Lehrende und Gäste diskutierten Forschungsergebnisse aus
Sozialer Arbeit, Kindheitspädagogik, Hebammenwissenschaft, Pflege sowie
Beratung in der Sozialen Arbeit.

Die Veranstaltung würdigte erneut exzellente studentische Leistungen mit
dem Gräfin von der Schulenburg-Preis für Bachelorarbeiten, der Dietmar
Freier Auslobung für Masterarbeiten sowie dem DAAD-Preis für herausragende
internationale Studierende.

Gräfin von der Schulenburg-Preis:
Ausgezeichnet wurde Annabell Bergander für ihre Bachelorarbeit zur DDR-
Jugendhilfemaßnahme „Entscheidung mit alternativem Charakter (EmaC)“. Ihre
Arbeit untersucht ein bisher kaum erforschtes Feld politisch motivierter
Adoptionen und Heimeinweisungen in der DDR und zeigt Erfahrungen
Betroffener sowie unrechtmäßige Eingriffe auf. Die betreuende Professorin
Dr. Anke Dreier-Horning lobte in ihrer Laudatio Berganders Ansatz als
essenziellen Beitrag zur gesellschaftlichen Aufarbeitung von Leid und
Unrecht.

Dietmar Freier Auslobung:
Gewinnerin war Lotta Heimes für ihre Masterarbeit über die
Herausforderungen und Ressourcen zugewanderter vietnamesischer (werdender)
Mütter in Berlin – ebenfalls ein bislang kaum bearbeitetes
Forschungsgebiet. Ihre Arbeit verbindet fundierte theoretische Grundlagen
mit praxisnahen Interviews vor Ort und wurde von ihrer Betreuerin Prof.in
Dr. Stefanie Sauer als „Sternstunde der Hochschule“ gewürdigt.

DAAD-Preis:
Für ihr herausragendes Engagement und ihre akademischen Leistungen erhielt
Gabriela Zavala den DAAD-Preis für internationale Studierende.

Neben den Hauptpreisen wurden weitere Arbeiten anerkannt, die aktuelle
gesellschaftliche Fragestellungen beleuchten, etwa zu häuslicher Gewalt
nach Trennung oder Partnerschaften im digitalen Zeitalter.

Seit 19 Jahren bietet ehb.forscht eine Plattform für interdisziplinären
Austausch, Praxisnähe und wissenschaftliche Neugier. Prof. Dr. Sebastian
Schröer-Werner, Präsident der EHB, betonte: „ehb.forscht zeigt, was
wissenschaftliches Arbeiten an der EHB bedeutet: kritisch denken,
gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und neugierig bleiben.“

Die Veranstaltung, organisiert vom Zentrum für Fort- und Weiterbildung
(ZFW), bot zudem Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.