„Worte schaffen Wirklichkeit“: Warum Sprache unser Bild vom Alter prägt
„Silver Tsunami“, „graue Flut“, „Totholz“ – kaum eine Bevölkerungsgruppe
wird mit so drastischen Bildern beschrieben wie alte Menschen. „Ein
Begriff wie ,Silver Tsunami‘ beschreibt ältere Menschen als
Naturkatastrophe. Solche Sprachbilder sind nicht harmlos, sondern prägen
unsere Vorstellungen, unsere Politik, unsere Ressourcenverteilung und
letztlich das Generationenverhältnis“, sagt Prof. Dr. Ulla Kriebernegg.
Sprache ist für die Literatur– und Kulturwissenschaftlerin weit mehr als
ein Mittel zur Beschreibung der Wirklichkeit. Sie beeinflusst, wie wir
über das Alter denken – und damit auch, wie Politik, Medien und
Gesellschaft Hochbetagten begegnen.
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