Erklärvideo zur Schilf-Glasflügelzikade veröffentlicht
UNIKA und JKI stellen zum Abschluss ihres Forschungsprojekts
praxisrelevantes Fachwissen für die Kartoffelwirtschaft bereit. Das Video
vermittelt grundlegende Informationen zu dem zunehmend bedeutenden
Schadinsekt und den beiden von ihm auf Kartoffeln übertragenen
bakteriellen Schaderregern.
Die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) und das Julius Kühn-
Institut (JKI) haben zum Ende des gemeinsamen Forschungsprojektes GeKaPent
ein neues Sachvideo zur Schilf-Glasflügelzikade erstellt. Das Video
vermittelt kompakt und praxisorientiert grundlegende Informationen zu
diesem zunehmend bedeutenden Schadinsekt und den von ihm übertragenen
Bakteriosen. Das Video richtet sich an die Praktiker der Kartoffelbranche
und kann über die Homepage der UNIKA (www.unika-ev.de) und über den
YouTube-Kanal des JKI abgerufen werden:
https://www.youtube.com/@juliu
In der Animation wird zunächst die Biologie der Schilf-Glasflügelzikade
dargestellt und Grundlegendes zur Ausbreitung und Wirtspflanzen erläutert.
Es wird erklärt, wie es zu einem Befall der Kartoffelpflanzen kommt und
welche Auswirkungen dieser hat. Weiter geht das Video auf die rasante
Ausbreitung des Insekts ein und beleuchtet die derzeit verfügbaren
Handlungsmöglichkeiten in der landwirtschaftlichen Praxis. Dies umfasst
ein großes Maßnahmenpaket, da Einzelmaßnahmen nicht ausreichen.
Mit der Veröffentlichung des Erklärvideos möchten UNIKA und das JKI als
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen praxisrelevantes Fachwissen
bereitstellen und zur Sensibilisierung beitragen. Deshalb wurde zum Ende
des gemeinsamen Forschungsprojektes GeKaPent das Video erstellt, das die
erzielten Erkenntnisse anschaulich und verständlich zusammenfasst, siehe
dazu auch das Faltblatt. https://www.julius-
kuehn.de/media/KuehnKonkret/Gl
/UNIKA_Faltblatt_Schilf-Glasfl
JKI-Standort Dossenheim bearbeitet.
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Hintergrund:
Die Schilf-Glasflügelzikade (Pentastiridius leporinus) hat sich in den
vergangenen Jahren stark in Deutschland ausgebreitet und dabei ihren
Wirtskreis stetig erweitert. Sie befällt inzwischen neben Zuckerrüben
massiv auch Kartoffeln und zahlreiche weitere Gemüsekulturen. Dies und
ihre hohe Vermehrungsrate und Mobilität setzen den Kartoffelanbau
zunehmend unter Druck. Besonders kritisch ist, dass die Art zwei
bedeutende bakterielle Krankheitserreger übertragen kann: das Stolbur-
Phytoplasma (Candidatus Phytoplasma solani) sowie ein Proteobakterium
(Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus). Beide Bakteriosen verfügen
über das Potenzial, erhebliche Ertrags-, Qualitäts- und Lagerverluste zu
verursachen. In extremen Fällen kann es zu Totalausfällen bei Kartoffeln
kommen.
