FLI erstmals auf der Grünen Woche in Berlin - Forschung für gesunde Tiere – und den Schutz von Mensch und Umwelt
Seit über 100 Jahren forscht das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) für die
Tiergesundheit – zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt. Mithilfe moderner
Diagnostik, präventiver Ansätze und digitaler Unterstützung werden
unsichtbare Gefahren frühzeitig erkannt und Lösungen für aktuelle und
zukünftige Herausforderungen entwickelt.
Zum 100. Jubiläum der Grünen Woche in Berlin ist das FLI erstmals beim
Messeauftritt des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und
Heimat (BMLEH) in Halle 23a dabei. Unter dem Themenschwerpunkt Tierhaltung
präsentiert das FLI an Stand 605 unterschiedlichste Aspekte seiner
Forschung.
Pipettieren und Arbeiten im (Hoch-)Sicherheitsbereich
Pipettieren gehört zu den grundlegenden Techniken in nahezu jedem Labor.
Besucherinnen und Besucher können verschiedene Pipetten selbst
ausprobieren Dabei wird schnell klar: mit Handschuhen wird sogar das Lösen
eines Kinderpuzzles zur Herausforderung.
Zusätzlich zeigen wir einen Schutzanzug, der bei der Arbeit mit bestimmten
Erregern in der höchsten Biosicherheitsstufe getragen wird. Im BSL-4
Zoonosen wird an zwischen Mensch und Tier übertragbaren Infektionserregern
geforscht, gegen die es in der Regel weder Impfstoffe noch gezielte
Therapien gibt, wie Ebola-, Nipah- oder Krim-Kongo-Viren.
Tierseuchendiagnostik von Geflügelpest bis Maul- und Klauenseuche
Moderne Labordiagnostik und Bioinformatik ermöglichen es, neue Erreger zu
identifizieren sowie bekannte Erreger bei Ausbrüchen schnell zu
analysieren und damit Risiken einzudämmen.
Ein zentrales Werkzeug ist die Sequenzierungstechnologie: Wir zeigen ein
modernes Mini-Sequenziergerät – kaum größer als ein Schokoriegel und für
den Einsatz vor Ort geeignet. Die entstehenden Sequenzdaten werden auf
einem Monitor gezeigt. Ergänzend vermitteln interaktive Puzzle spielerisch
Wissen über DNA, Erreger und die Arbeit von „Virusjägern“.
Digitale Lösungen für mehr Tierwohl
KI und Big-Data-Analysen spielen sowohl in der Forschung als auch in der
landwirtschaftlichen Praxis eine immer größere Rolle. Sie helfen dabei,
Tierwohl- und Gesundheitsprobleme bei Nutztieren frühzeitig zu erkennen.
Ihre Intelligenz kann genutzt werden, um die Haltung tiergerechter,
nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten.
Videos zeigen Hühner, Schweine und Rinder beim Lösen von Lernaufgaben.
Interessierte können selbst testen, ob sie Aufgaben genauso schnell lösen
oder Bilder so schnell erkennen wie die KI. Am vom FLI entwickelten
„Bite-o-Mat“ für Schweine wird anschaulich, wie technische Systeme zur
Früherkennung von Verhaltensproblemen beitragen können.
Anhand von Videos wird demonstriert, wie KI einzelne Tiere automatisch
erkennt, ihre Bewegungen verfolgt und diese Informationen mit weiteren
Daten verknüpft. Außerdem wird ein virtueller Stall aus der Perspektive
einer Kuh gezeigt.
