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Weihnachtsstudie 2025 der Universität der Bundeswehr München

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Neue Rituale und digitale Helfer verändern Weihnachten – Tradition bleibt
wichtig
Weihnachten 2025 - traditionell und gleichzeitig so experimentierfreudig
wie selten zuvor. Zwischen Kerzen und Kugeln hängen plötzlich Gurken im
Baum, Wichtel treiben Schabernack und immer mehr Weihnachtsbriefe
entstehen mit Hilfe von KI. Trotzdem boomt auch die Tradition. Das zeigt
die repräsentative Weihnachtsstudie 2025 der Universität der Bundeswehr
München.



An jedem zehnten Weihnachtsbaum hängt eine Gurke

Die Weihnachtsgurke ist in Deutschland angekommen: 37 Prozent der
Deutschen kennen den Trend bereits, bei dem eine Gurke versteckt im Baum
hängt und dem Finder oder der Finderin ein zusätzliches Geschenk bringt.
Unter Haushalten mit Weihnachtsbaum sind schon 11 Prozent offen für diese
neue Weihnachtradition, 59 Prozent schließen eine Gurke am Baum jedoch
aus.  Studienleiter Prof. Philipp Rauschnabel rechnet damit, dass der
Anteil bis Weihnachten auf bis zu 20 Prozent steigen könnte, der Handel
reagiere bereits. Kurios ist der Ursprung: In den USA entstand die Idee im
Glauben, sie sei typisch deutsch, nun kehrt sie als vermeintlicher US-
Trend zurück.

Unter dem Baum liegen weiterhin vor allem Süßigkeiten (40 Prozent), Bücher
(31 Prozent) und Spielzeug (29 Prozent). Gewünscht werden häufig Geld (44
Prozent), gemeinsame Erlebnisse (40 Prozent), Reisen (39 Prozent), sowie
Bücher (39 Prozent).

Invasion der Wichtel

Der kleine Bewohner, der nachts Streiche spielt und Briefe hinterlässt,
erlebt in diesem Jahr einen deutlichen Aufschwung. In diesem Jahr ist die
Weihnachtswichtel-Tradition 41 Prozent bekannter als im Vorjahr, 26
Prozent mögen den Trend bereits, weitere 21 Prozent entdecken ihn neu und
finden ihn spontan sympathisch. Besonders Frauen lassen den Wichtel gern
einziehen und machen ihn damit zu einem der dynamischsten Weihnachtstrends
des Jahres.

KI schreibt am Fest mit

Auch digital verändert sich das Fest. Immer mehr Menschen verwenden
künstliche Intelligenz für ihre Weihnachtsgrüße. 30 Prozent nutzen oder
erwägen Unterstützung - ein klarer Anstieg im Vergleich zu 22 Prozent im
Jahr 2023. Unter Jüngeren bis 31 Jahre liegt die Offenheit besonders hoch,
von Ihnen greifen 44 Prozent bereits auf entsprechende Dienste zurück. Wer
in diesem Jahr ungewöhnlich perfekt formulierte Weihnachtsbriefe erhält,
sollte daher einen KI-Helfer nicht ausschließen.

Tradition bleibt: Gottesdienste erleben eine leichte Erholung

Nach dem pandemiebedingten Rückgang der Teilnahme an
Weihnachtsgottesdiensten, von 24 auf 15 Prozent, steigt das Interesse
wieder leicht an und liegt nun bei 18 Prozent. Auffällig ist das Verhalten
junger Erwachsener. 27 Prozent planen einen Besuch an Heiligabend oder
während der Adventszeit und liegen damit klar über dem Durchschnitt. Bei
den über 60-Jährigen sind es nur rund 13 Prozent.

Trotz Gurken, Wichteln und KI: Von Weihnachten wünschen sich viele
Besinnlichkeit
Für rund die Hälfte der Deutschen bleiben Besinnlichkeit und Ruhe zentrale
Bestandteile des Festes. Gleichzeitig geben 54 Prozent an, dass sich Humor
und Besinnlichkeit gut verbinden lassen. Ein Gottesdienstbesuch, eine
festlich geschmückte Wohnung und ein Wichtel schließen sich aus ihrer
Sicht nicht aus. Viele empfinden jedoch inszenierte Weihnachtsbeiträge in
sozialen Medien als störend und gestalten ihr Fest zunehmend bewusster und
analoger. Beim Generationenvergleich zeigen sich Unterschiede: Jüngere
nehmen neue Trends mit Begeisterung auf, während ältere Menschen
zurückhaltender reagieren.

Studienautoren sicher: Die Weichen sind richtiggestellt

„Das Erfolgsrezept heißt Humorlichkeit, eine Verbindung aus Humor und
Besinnlichkeit“, sagt Studienleiter Prof. Philipp Rauschnabel.
„Weihnachten funktioniert dann besonders gut, wenn Menschen Traditionen
pflegen und zugleich offen für neue Impulse bleiben. Gurken, Wichtel oder
Anwendungen künstlicher Intelligenz stehen aus meiner Sicht in keinem
Widerspruch zur Besinnlichkeit, sondern können sie sogar bereichern.“

Zur Studie:
Befragt wurden 1.252 Personen (repräsentativ quotiert nach Alter,
Geschlecht und Region) ab 18 Jahren in Deutschland (Feldzeit:
30.11.–4.12.2025). Die Studie wird seit 2018 jährlich durchgeführt.

Detaillierte Ergebnisse, Entwicklungen über die Jahre sowie Grafiken
stehen unter folgendem Link bereit:
https://www.philipprauschnabel.com/xmas/weihnachten-2025-statistiken-und-
erkenntnisse/
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