Zum Hauptinhalt springen

Das GOLDENE LOT für DHBW-Präsidentin Martina Klärle - Berufsverband würdigt ihr Wirken für Nachhaltigkeit und Bildung

Die Preisträgerin Prof. Dr. Martina Klärle (Mitte) gemeinsam mit dem Laudator Prof. Dr. Thomas Luhmann (links) und VDV-Präsident Dipl.-Ing. Wilfried Grunau (rechts).  Quelle: Hendrik Grunau  Copyright: VDV
Die Preisträgerin Prof. Dr. Martina Klärle (Mitte) gemeinsam mit dem Laudator Prof. Dr. Thomas Luhmann (links) und VDV-Präsident Dipl.-Ing. Wilfried Grunau (rechts). Quelle: Hendrik Grunau Copyright: VDV
Pin It

Sie ist Geodätin, Umweltwissen-
schaftlerin und Hochschulmanagerin – und nun Trägerin der höchsten
Auszeichnung im Vermessungswesen: Die Präsidentin der Dualen Hochschule
Baden-Württemberg (DHBW), Professorin Dr. Martina Klärle, wurde am 14.
November in Köln vom Verband Deutscher Vermes-sungsingenieure (VDV) mit
dem GOLDENEN LOT geehrt.



VDV-Präsident Wilfried Grunau hob in seiner Rede die besondere Verbindung
hervor, die Klärle zwischen technologischen Innovationen und
gesellschaftlicher Verantwortung schafft: „Bei der Auszeichnung mit dem
GOLDENEN LOT geht es nicht einfach nur um die Auszeichnung technologisch
begründeter Innovationen, die den Wandel der Welt vorantreiben, sondern
vielmehr auch um die Art und Weise, wie die Preisträger die technologische
und soziale Ebene miteinander verflechten. Professorin Dr. Martina Klärle
steht mit ihrer Arbeit exemplarisch für diese Verbindung: Als Geodätin und
Umweltwissenschaftlerin setzt sie sich für die nachhaltige Nutzung von
Daten und Technologien ein, als Hochschulmanagerin prägt sie die
Ausbildung kommender Generationen.“

Preisträgerin Martina Klärle erklärte dazu: „Mit 16 begann ich meinen
beruflichen Weg im Katasteramt Tauberbischofsheim, weil mich die seltene
Verbindung von Mathematik und Natur faszinierte – Geodäsie als
mathematische Betrachtung von Land und Region. Aus dieser Verbindung von
Natur und Analyse erwuchs mein heutiges Engagement als Botschafterin für
Nachhaltigkeit und Klimaschutz: wissenschaftlich, privat und als
Präsidentin der größten Hochschule Baden-Württembergs. Dort arbeite ich
täglich daran, junge Menschen fachlich zu stärken und sie zugleich zu
Botschafterinnen und Botschaftern der Nachhaltigkeit zu machen.“

Die diesjährige Preisverleihung fand im feierlichen Rahmen der
traditionsreichen „Wolkenburg“ in Köln statt. Die Laudatio auf Professorin
Klärle hielt der Vorjahrspreisträger Prof. Dr. Thomas Luhmann. An der
Galaveranstaltung nahmen auch ehemalige Preisträger des GOLDENEN LOTES
teil und berichteten im Laufe des Abends über ihre aktuellen Aktivitäten
und Projekte.

Eine Expertin mit Praxisbezug

Professorin Dr. Martina Klärle ist die erste Frau an der Spitze der DHBW
und seit 2022 im Amt. Zuvor prägte sie die Frankfurt University of Applied
Sciences als Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer und
leitete das Frankfur-ter Forschungsinstitut für Architektur,
Bauingenieurwesen und Geomatik sowie das Center for Applied European
Studies. In ihrer Professur für Landmanagement lehrte sie unter anderem
rechtsverbindliche Planung, erneuerbare Energien und Um-weltmanagement.
Seit über 20 Jahren ist Klärle als Geodätin und Umweltwissenschaftlerin an
verschiedenen Hochschulen tätig – stets mit einem klaren Fokus auf
Praxisrelevanz. Nachhaltigkeit ist für Martina Klärle kein Schlagwort,
sondern ein Handlungsprinzip: Sie zeigt, wie erneuerbare Energie,
regionale Wertschöpfung und kluge Raumplanung zusammengehören. Mit einem
eigenen Planungsbüro setzte sie ihre Ideen auch unternehmerisch um. Für
ihre Arbeit wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.

Über das GOLDENE LOT

Der renommierte, seit 1990 verliehene Preis zählt zu den bedeutendsten
Ehrungen im Bereich Geodäsie und Geoinformatik. Zu den bisherigen
Preisträgerinnen und Preisträgern gehören neben führenden Wissenschaftlern
auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Joachim Gauck, Johannes
Rau, Rita Süßmuth, Ranga Yogeshwar, Arved Fuchs oder Mojib Latif. Sie alle
eint, dass sie die gesellschaftlichen Debatten über Innovation und
Zukunftsthemen entscheidend mitgeprägt haben.

Über den VDV

Der VDV – Verband Deutscher Vermessungsingenieure ist mit rund 5.000
Ingenieurinnen und Ingenieuren die berufspolitische Standesvertretung im
Bereich der Geodäsie und Geoinformatik in Deutschland. Der Berufsverband
wurde 1949 in Essen gegründet. Präsident ist Dipl.-Ing. Wilfried Grunau
aus Edewecht.

Originalpublikation:
https://www.dhbw.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Presse/2025/2025_11_19_PM_07_Das_GOLDENE_LOT_fuer_Prof._Klaerle.pdf