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Themenpaket zur Fußball-Weltmeisterschaft

Hintergrundinfos, Expert*innenservice, Interviews mit
Wissenschaftler*innen, Forschungsthemen, Podcast, Spielprognosen ...

Anlässlich der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ (20. November
bis 18. Dezember 2022) hat die Deutsche Sporthochschule Köln ein
umfangreiches WM-Themenpaket zusammengestellt, welches die
sportwissenschaftliche Expertise zahlreicher Institute und Expert*innen
widerspiegelt. Im Vordergrund stehen dabei Hintergrundinfos, sachliche
Einordnungen und Forschungsbezüge.

Wissenschaftler*innen der Deutschen Sporthochschule Köln sind auch bei
sportlichen Großereignissen gefragte Gesprächspartner*innen. In Schrift-,
Audio und Videoform haben wir unter www.dshs-koeln.de/wm-themenpaket
Interviews und verschiedene Serviceangebote vorbereitet, die Wissen rund
um den Fußball vermitteln und zu Nachfragen anregen sollen. Expert*innen
aus Sportpolitik, Sportpsychologie, Soziologie, Fußballpraxis,
Journalismus und Sportinformatik kommen zu Wort.

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Mittag vom Institut für Europäische
Sportentwicklung und Freizeitforschung skizziert, wie politisch der Sport
ist, was Katar mit der WM-Ausrichtung bezweckt und welche Formen von
Protest sinnvoll sind. Das gesamte Gespräch hören Sie in unserem
Wissenschaftspodcast „Eine Runde mit…“.

Dr. Babett Lobinger und Hanna de Haan vom Psychologischen Institut ordnen
ein, welche Bedeutung die psychologische Betreuung im Leistungssport hat.
Sie erklären, warum „Schwäche zeigen“ noch ein Tabuthema im Profifußball
ist, wie sich mentale Stärke trainieren lässt und wie wichtig
Führungsspieler sind.

Dr. Birgit Braumüller (Institut für Soziologie und Genderforschung) war an
der ersten EU-weiten Studie beteiligt, die LGBTIQ-Personen zur
Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder Geschlechteridentität
im Sport befragt hat. Sie spricht über sexuelle Vielfalt im Sport und
insbesondere im Fußball.

Martin Jedrusiak-Jung, Institut für Vermittlungskompetenz in den
Sportarten, beleuchtet als Experte für Nachwuchsfußball, ob Deutschland
„nur“ ein Ausbildungsland ist und ordnet ein, warum der deutschen
Fußballnationalmannschaft ein Stürmer fehlt.

Univ.-Prof. Dr. Daniel Memmert beschäftigt sich als studierter
Mathematiker und Professor für Sportinformatik mit Spielanalyse,
Prognosemodellen und Daten rund um den Fußball. Er nimmt im Interview das
Sportliche in den Blick, räumt mit Elfmeter-Mythen auf und skizziert,
welche Rolle der Zufall im Fußball spielt.

Dr. Christoph Bertling erläutert als Medien- und Kommunikationsexperte,
wie sich der Sportjournalismus gewandelt hat, wo die Gefahr von so
genannten Filterblasen liegt und was eigentlich Corporate Sports
Journalism bedeutet.

Forschungsprojekte und -erkenntnisse der Deutschen Sporthochschule Köln,
die im Zusammenhang mit der WM relevant und interessant sind, haben wir
mit Beschreibungen und Links zu Artikeln und Studien übersichtlich
zusammengefasst, unter anderem zu sportbedingten Gehirnerschütterungen,
zur Rolle von Schiedsrichter*innen und Video Assistant Referees (VAR), zu
Positionsdaten und Big Data, zu Taktik und Kreativität im Fußball und
nicht zuletzt zur Anti-Doping-Forschung.

Dank unserer Expert*innenliste zu mehr als 100 Teilaspekten rund um den
Fußball finden Medienvertreterinnen und -vertreter schnell die richtigen
Ansprechpersonen für unterschiedliche Fragestellungen. Tagesaktuell wird
es zudem eine Spielprognose geben.

Das WM-Themenpaket der Deutschen Sporthochschule Köln erreichen Sie online
unter www.dshs-koeln.de/wm-themenpaket.

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Deutsche kritisieren am häufigsten Bereitwilligkeit von Sportorganisationen zur Zusammenarbeit mit undemokratischen Ländern

ouGov-Umfrage in sechs Ländern zur FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Katar

Köln, 14.11.2022. Am 20. November 2022 beginnt im Wüstenstaat Katar die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft der Herren. Die Entscheidung der FIFA im Jahr 2010, Katar den Zuschlag für die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zu erteilen, wurde von Bestechungs- und Korruptionsvorwürfen begleitet. Auch steht das Land wegen fehlender Demokratie und Missachtung von Menschenrechten in der Kritik.

Unter den sechs untersuchten Nationen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und den USA sind Deutsche am ehesten der Meinung (58 Prozent), dass internationale Sportorganisationen zu bereitwillig mit undemokratischen Regierungen zusammenarbeiten. In Spanien und Großbritannien sagen dies jeweils 56 Prozent, in Frankreich 50 Prozent. Italiener (41 Prozent) und US-Amerikaner (35 Prozent) sind seltener dieser Ansicht.

Deutsche und Franzosen positionieren sich am ehesten gegen Sportturnierteilnahme von Ländern mit schlechter Demokratie- und Menschenrechtsbilanz

Knapp die Hälfte der Deutschen, 47 Prozent, findet es nicht richtig, dass es Ländern mit einer schlechten Demokratie- und Menschenrechtsbilanz erlaubt ist, an internationalen Sportveranstaltungen teilzunehmen. Franzosen sagen dies ähnlich häufig (48 Prozent). In Italien und Spanien treffen jeweils 45 Prozent diese Aussage. In Großbritannien sind es 41 Prozent. Unter Befragten in den Vereinigten Staaten sehen dies nur 29 Prozent so.

Dies sind Ergebnisse einer aktuellen YouGov-Umfrage vom 20. bis 28. Oktober 2022, für die 2.034 Personen in Deutschland, 1.646 in Großbritannien, 1.037 in Frankreich, 1.005 in Italien, 1.058 in Spanien sowie 1.000 Personen in den USA befragt wurden. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die jeweiligen Bevölkerungen ab 18 Jahren.

Wenig Akzeptanz für Austragung internationaler Sportereignisse in Katar

Von den sechs befragten Nationen sagen Personen in Deutschland am häufigsten, dass sie die Austragung internationaler Sportveranstaltungen in Katar inakzeptabel finden (70 Prozent). Diese Meinung ist unter deutschen Fußball-Fans sogar noch stärker vertreten (75 Prozent). In Italien ist die generelle Akzeptanz für die Austragung internationaler Sportevents in Katar wiederum am höchsten (46 Prozent). Neben den Italienern finden auch Befragte in den USA Sportturniere in Katar eher akzeptabel (31 Prozent) als inakzeptabel (22 Prozent). In allen anderen vier untersuchten Ländern ist dieses Verhältnis umgekehrt.

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Aktionstag zum Rassismus im Fußball „8 gegen 88“ an der Fachhochschule Dortmund

Wer: Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der FH Dortmund

Was: Filmvorführung und Podiumsdiskussion

Wann: Montag, 14. November 2022, 9 bis 12 Uhr

Wo: Emil-Figge-Straße 44 (Hörsaal U33), 44227 Dortmund

 

Um Rassismus im Fußball geht es beim diesjährigen öffentlichen Aktionstag „8 gegen 88“ an der Fachhochschule Dortmund am Montag, 14 November 2022, von 9 bis 12 Uhr. Der Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften (mit der FH-internen Nummer 8) positioniert sich damit gegen rechtsextreme Tendenzen (die Zahl 88 nutzen Neonazis als Code für den Hitlergruß).

 

Nach der Begrüßung durch Dekanin Prof. Dr. Katja Nowacki ist zunächst die Filmdokumentation „Schwarze Adler“ zu sehen. Direkt im Anschluss folgt ab etwa 10.40 Uhr eine Diskussionsrunde mit dem ehemaligen Fußballprofi Patrick Owomoyela, Prof. Dr. Katja Sabisch (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Universität Osnabrück) und Mirza Demirović (Projektkoordinator des Kooperationspartners Nordstadtliga Dortmund).

 

Die Teilnahme am Aktionstag ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

 

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Fußball-WM in Katar: Zwischen Zuschauerrekorden und Menschenrechtsverletzungen

Wissenschaftspodcast mit sportpolitischen Hintergründen zum
Ausrichterland, Vergabeprozess und zu den Auswirkungen der WM

Am 20. November beginnt in Katar die Fußball-Weltmeisterschaft – zum
ersten Mal im arabischen Raum. Seitdem die WM 2010 an Katar vergeben
wurde, gibt es Kritik am Austragungsort: Menschenrechtsverletzungen,
Todesfälle auf Baustellen, fehlende Frauenrechte, Homophobie. Befürworter
des Turniers hoffen, dass die WM positive Veränderungen im Gastgeberland
bewirken kann. Doch: Was hat sich in Katar getan? Wie viel Einfluss hat
eine WM? Und schaut die Welt am Ende nicht doch wieder nur auf den Ball?

Im Wissenschaftspodcast „Eine Runde mit …“ der Deutschen Sporthochschule
Köln liefert Prof. Jürgen Mittag Hintergründe zur WM in Katar. Jürgen
Mittag leitet das Institut für Europäische Sportentwicklung und
Freizeitforschung der Sporthochschule und forscht zu regionaler und
internationaler Sportpolitik. Welche politischen Auswirkungen kann Sport
haben und für welche Werte steht er? Als Wissenschaftler ordnet Mittag
diese Fragen ein und betrachtet sie aus verschiedenen Perspektiven. Sein
Forschungsschwerpunkt ist die Sportpolitik und wie sie sich unter
veränderten Rahmenbedingungen wandelt. „Der Sport per se ist politisch“,
sagt Jürgen Mittag im Wissenschaftspodcast. „Sehr viele Dinge, die im und
über den Sport vermittelt passieren, haben eine erhebliche politische
Bedeutung.“

Welche Bedeutung die WM für Katar hat, was sich die Kataris von der
Ausrichtung erhoffen und welche sportpolitische Strategie das Land seit
Jahren verfolgt, ist Thema des Podcasts. Es geht um die umstrittene
Vergabe an Katar im Jahr 2010 bis hin zu einer Prognose, was die WM
langfristig in Katar bewirken könnte. Prof. Jürgen Mittag erläutert unter
anderem, wie die Korruption im WM-Vergabeprozess einzuordnen ist, wieso es
während der WM in einem arabischen Land Alkohol in Stadien geben kann und
wie die unterschiedlichen Zahlen zu Todesfällen auf WM-Baustellen zustande
kommen. Außerdem berichtet er, was sich seit 2010 beim Fußball-Weltverband
FIFA verändert hat und welchen Einfluss Protest-Aktionen von Sponsoren,
Spielern und Fans haben. Und er gibt einen Ausblick in die Zukunft: Trotz
aller Kritik im Vorfeld wird es bei der WM wieder Zuschauerrekorde geben,
ist Mittag überzeugt. Auch deshalb seien kreative Protest-Aktionen
vielversprechender als ein Boykott.

„Eine Runde mit …“ Prof. Jürgen Mittag (Folge 21) ist auf der Webseite der
Deutschen Sporthochschule Köln unter www.dshs-koeln.de/einerundemit
erreichbar und zusätzlich überall dort zu finden, wo es Podcasts gibt.

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