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Hinter den Medaillen: Sportmedizin als stiller Erfolgsfaktor bei den Olympischen Winterspielen

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Medizinische Betreuung im Spitzensport – Grundlage für olympischen Erfolg:
Das Universitätsklinikum ist lizenziertes Untersuchungszentrum des
Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) und Kooperationspartner des
Olympiastützpunkt Sachsen. In der Vorbereitung auf sportliche Höhepunkte
sind neben den Routineuntersuchungen vor allem individuelle Diagnostik und
maßgeschneiderte Trainingssteuerung entscheidend. Prof. Dr. Alexander Carl
Disch vereint als Mannschaftsarzt der Skilanglaufnationalmannschaft eigene
Erfahrungen aus dem Spitzensport mit seiner medizinischen Expertise.



Um das Thema Olympische Winterspiele kam man in den letzten beiden Wochen
kaum herum. Spannende Wettkämpfe, bewegende Geschichten und goldene
Momente werden nicht nur den Athletinnen und Athleten vor Ort in
Erinnerung bleiben, sondern auch den Zuschauerinnen und Zuschauern in der
Heimat. Wenn die deutschen Sportlerinnen und Sportler in Italien um
olympische Medaillen gekämpft haben, liegt eine jahrelange, akribische
Vorbereitung hinter ihnen. Dabei steht längst nicht nur das Training im
Fokus. Zahlreiche Expertinnen und Experten begleiten die Aktiven im
Hintergrund, beraten, analysieren und sichern die bestmöglichen
Rahmenbedingungen. Eine wichtige Rolle nimmt dabei die Sportmedizin ein.

Als lizenziertes Untersuchungszentrum des Deutscher Olympischer Sportbund
(DOSB) und Kooperationspartner des Olympiastützpunkt Sachsen ist das
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden auch bei diesen Olympischen
Spielen eingebunden gewesen. In enger Abstimmung arbeiten der
Funktionsbereich Sportmedizin und Rehabilitation sowie das
UniversitätsCentrum für Orthopädie, Unfall- & Plastische Chirurgie (OUPC)
zusammen, um eine umfassende und hochqualitative Betreuung der Athletinnen
und Athleten sicherzustellen.

Mit Blick auf Milano und Cortina standen dabei unter anderem der Bobfahrer
Francesco Friedrich und die Skeletonpilotin Susanne Kreher exemplarisch
für viele betreute Spitzensportler. In der Vorbereitung auf sportliche
Höhepunkte wie die Olympischen Spiele sind neben den turnusmäßigen
Untersuchungen vor allem individuelle Diagnostik und maßgeschneiderte
Trainingssteuerung im Hochleistungssport entscheidend. Dr. Heidrun Beck,
Bereichsleiterin Sportmedizin, betont: „Mit unseren Testmethoden können
wir individuell sehr genau prüfen, ob medizinische Auffälligkeiten
vorliegen, die der Sportler oder die Sportlerin selbst noch gar nicht
wahrgenommen hat. So können wir frühzeitig gegensteuern und
Trainingsanpassungen vornehmen, bevor es zu Überlastungssymptomen oder
Verletzungen mit der Gefahr von Ausfallzeiten in Training und Wettkampf
kommt“. „Kleine medizinische Baustellen haben nahezu alle
Leistungssportler. Mal ist es der Rücken, mal ein zu behandelnder Infekt.
Entscheidend ist, dass Athletinnen und Athleten ihre individuellen
Belastungsgrenzen kennen“, ergänzt Dr. Beck. „Unser Anspruch ist es,
umfassend zu beraten und den Sportlern kontinuierlich begleitend in der
Vorbereitung als Anlaufstelle zur Verfügung zu stehen – die finale
Entscheidung über Trainings- oder Wettkampfeinsätze treffen jedoch immer
die Sportlerinnen und Sportler im Konsens mit den Trainern und Ärzten“.

Der maßgebliche Vorteil des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus liegt
in der engen Interaktion der in das UniversitätsCentrum für Orthopädie,
Unfall- und Plastischer Chirurgie (OUPC) integrierten Sportmedizin mit den
hochspezialisierten anderen Kliniken am UKD. Prof. Dr. Alexander Carl
Disch erklärt: „Wir sind in der Lage, medizinische Befunde schnell und
fundiert einzuordnen und daraus konkrete sportwissenschaftliche oder
trainingsmethodische Anpassungen abzuleiten.“ Disch vereint dabei eigene
Erfahrungen aus dem Spitzensport mit seiner medizinischen Expertise. Der
Leiter des Universitätswirbelsäulenzentrums stellt als Mannschaftsarzt
seine Expertise seit vielen Jahren in den Dienst der deutschen
Skilanglaufnationalmannschaft.
Mit Blick auf die Olympischen Spiele in Milano und Cortina, bei denen er
neben seiner Tätigkeit am Uniklinikum als Mannschaftsarzt auf Abruf zur
Verfügung stand, betont Prof. Disch: „Bei derart hohen
Leistungsanforderungen und Wettkämpfen auf Weltklasseniveau lassen sich
Verletzungen leider nicht vollständig vermeiden. Im OUPC verfügen wir
jedoch über ein breites Spektrum an spezialisierten Expertinnen und
Experten – ob in den Bereichen akute Schwerverletztenversorgung,
Wirbelsäule, Hüfte, Knie oder Schulter. Diese interdisziplinäre Kompetenz
ermöglicht eine schnelle und optimale Versorgung, als Grundlage für eine
schnellstmögliche Rückkehr zu Training und Wettkampf.“

Damit Medaillenträume nicht an Verletzungen scheitern, begleitet die
Sportmedizin am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus zahlreiche
Spitzensportlerinnen und Spitzensportler bereits in der Vorbereitungsphase
– mit dem Ziel, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und langfristige
Karriereplanung in Einklang zu bringen.