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Forschende für eine bessere Zukunft: die EUPeace Research Hubs

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JLU an allen vier Research Hubs der europäischen Hochschulallianz
beteiligt – Konflikttransformation, Klimawissenschaft, Migration und
inklusive Gesundheit im Fokus.


Frieden, Gerechtigkeit und inklusive Gesellschaften: Diese drei Ziele
stehen im Mittelpunkt der europäischen Hochschulallianz EUPeace, die sich
für die Entwicklung von interdisziplinärem Wissen einsetzt, um eine
bessere Zukunft für alle zu gestalten. Daher unterstützt die Allianz die
Vernetzung von Forschenden über die EUPeace Research Hubs. Als Mitglied
von EUPeace ist die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) an den vier
Research Hubs beteiligt, die nun ihre Arbeit aufgenommen haben. Sie
beschäftigen sich mit den Themen Sicherheit und Konflikttransformation,
Klimawissenschaft und gerechte Transformation, Migration und
Menschenrechte sowie inklusive Gesundheit und Wohlbefinden.

Diese Hubs schaffen Synergien zwischen den Mitgliedsuniversitäten der
Allianz und fördern die Zusammenarbeit von Forschenden sowie die
forschungsbasierte Lehre in allen Fachgebieten. Sie sind interdisziplinär
angelegt, sodass auch innerhalb eines Research Hubs Forschende der JLU aus
verschiedenen Fachgebieten vertreten sind.

Sicherheit und Konflikttransformation
Mit diesem Research Hub stärkt EUPeace das Feld der Friedens-, Konflikt-
und Sicherheitsstudien. Im Zentrum der Arbeit stehen die verschiedenen
Phasen des Konfliktzyklus– von der Prävention und Intervention bis zur
post-konfliktuellen Transformation und der Aufarbeitung von
Menschenrechtsverletzungen. Dieser Ansatz basiert auf einem Verständnis
von Frieden und Sicherheit, der über die Abwesenheit von Gewalt hinausgeht
und Gerechtigkeit und Inklusivität als zentrale Bedingungen für die
nachhaltige, gewaltfreie Lösung von Konflikten anerkennt.
Von der JLU sind beteiligt: Prof. Dr. Peter Haslinger (Geschichte
Ostmitteleuropas), Jun.-Prof. Dr. Rosario Figari Layus
(Friedensforschung), Prof. Dr. Stefan Peters (Internationale Beziehungen
und Friedensforschung), Prof. Dr. Nicole Immig (Südosteuropäische
Geschichte) und Prof. Dr. Andrea Gawrich (Internationale Integration mit
besonderem Bezug auf das Östliche Europa).

Klimawissenschaft und gerechte Transformation
Dieser Research Hub nimmt Klimawissenschaft und Umweltgerechtigkeit in den
Blick. Er zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis der Konflikte und
Herausforderungen zu gewinnen, die durch den Klimawandel entstehen.
Besonderer Wert wird auf innovative Methoden und Forschungsdesigns gelegt.
Zusammen mit assoziierten Partnern sollen Dialoge mit
Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie der breiten Öffentlichkeit
organisiert werden.
Von der JLU sind beteiligt: Prof. Dr. Helmut Breitmeier (Internationale
Beziehungen; stellvertretender Sprecher), Prof. Dr. Christoph Müller
(Experimentelle Pflanzenökologie), Dr. Stéphanie Domptail (Institut für
Agrarpolitik und Marktforschung), Dr. Elena Xoplaki (Zentrum für
internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) / Institut für
Geographie) und Prof. Dr. Jörn Ahrens (Kultursoziologie).

Migration und Menschenrechte
Das zentrale Ziel dieses multidisziplinären Research Hubs ist es,
Forschende zusammenzubringen, die sich mit der Entwicklung innovativer
Politiken und Strategien zur Förderung inklusiver Gesellschaften
auseinandersetzen wollen. Besondere Aufmerksamkeit wird auf neue Trends in
der Migration gelegt, beispielsweise digitale Mobilität, sowie auf die
Auswirkungen globaler Krisen. Im Fokus stehen Migrationsprozesse zwischen
den Ländern und Regionen, die im EUPeace-Konsortium vertreten sind. Die
Forschenden arbeiten zusammen mit NGOs, politischen
Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie internationalen
Organisationen.
Von der JLU sind beteiligt: Prof. Dr. Michael Knipper (Global Health,
Migration und Kulturwissenschaften in der Medizin), Prof. Dr. Greta Olson
(Amerikanische Literatur, Kultur und Medien), Prof. Dr. Xun Luo
(Interkulturelle Kommunikation und Wirtschaft) und Prof. Dr. Nicole Immig
(Südosteuropäische Geschichte).

Inklusive Gesundheit und Wohlbefinden
Dieser Research Hub legt eine umfassende und interdisziplinäre Perspektive
auf die Themen Gesundheit und Wohlbefinden in Zusammenhang mit den
EUPeace-Themen. Die Forschenden nehmen dabei unter anderem das Verständnis
von Umwelt- und sozioökonomischen Risikofaktoren für Gesundheit, die
Förderung der Resilienz von Gesundheitssystemen und die gerechte
Verteilung von Gesundheitsdiensten in den Blick. Dies umfasst die Sammlung
und Interpretation großer Datenmengen, um eine bessere Grundlage für die
Entwicklung von Gesundheitsstrategien und -programmen zu schaffen.
Von der JLU sind beteiligt: Prof. Dr. Michael Knipper (Global Health,
Migration und Kulturwissenschaften in der Medizin; stellvertretender
Sprecher), Prof. Dr. Gudrun Keding (Internationale Ernährungssicherung),
Prof. Dr. Mathias Fasshauer (Ernährung des Menschen), Prof. Sascha Knauf,
Ph.D. (One Health) und Laura Gerspacher (Medizinstudentin, Health4Future-
Programm).

Mit den Research Hubs schafft EUPeace auch ein Netzwerk für
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Durch die Einbindung
von Akteuren außerhalb der Wissenschaft können Spezialistinnen und
Spezialisten für bestimmte Forschungsbereiche und Doktorarbeiten gewonnen
werden. Die Research Hubs bieten zudem Vernetzungsmöglichkeiten für
Studierende, um erste Kontakte mit Forschenden und anderen akademischen
Partnern innerhalb der Allianz zu knüpfen.

EUPeace
EUPeace steht für die European University for Peace, Justice, and
Inclusive Societies. Ihr Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern von
morgen die Fähigkeiten, das Wissen und die Erfahrung zu vermitteln, um
Frieden, Gerechtigkeit und integrative Gesellschaften zu fördern.
EUPeace besteht aus den neun Universitäten Justus-Liebig-Universität
Gießen und Philipps-Universität Marburg (Deutschland), Universität Limoges
(Frankreich), Universität Kalabrien (Italien), Päpstliche Universität
Comillas (Spanien), Westböhmische Universität (Tschechien), Universität
Mostar und Universität Sarajevo (Bosnien und Herzegowina), Universität
Çukurova (Türkei) sowie assoziierten Partnern in Europa und darüber
hinaus.
Gefördert wird EUPeace von der Europäischen Kommission und der Erasmus+
Initiative „European Universities – Development of new deep institutional
transnational cooperation“.