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Gesundheit

Stichwort „menschlich“: Intensive Patientenbetreuung und Teamarbeit auf Augenhöhe: in der Radioonkologie fest verankert

Als Technikfach kämpft die Strahlentherapie gegen das Vorurteil der
„Maschinenmedizin“. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Technologische
Innovationen schaffen den Radiokonkologinnen und -onkologen Freiräume für
die individuelle Beratung und Betreuung der Krebspatientinnen und
-patienten, ebenso wie neue Konzepte zur interprofessionellen
Aufgabenverteilung. Wichtig ist darüber hinaus, dass genügend Nachwuchs in
das Fach kommt – die AG Junge DEGRO liefert hier wichtigen Input für die
Verbesserung der Weiterbildung.

Patientenpartizipation bedeutet, dass die Patientinnen und Patienten
befähigt werden, zusammen mit den Behandlern eine informierte
Therapieentscheidung zu treffen. Dabei geht es sogar um mehr als „nur“ um
die Entscheidung für den individuell besten Therapieweg, der sich optimal
in die persönliche Lebenssituation der/des Betroffenen einfügt und
Kriterien wie Therapieziel, Nebenwirkungsprofil, wahrscheinliches
Therapieergebnis und Outcome berücksichtigt. „Aus Studien wissen wir, dass
Patientinnen und Patienten, die informiert sind, ein besseres Outcome
haben, das gilt insbesondere für Krebspatientinnen und -patienten“,
erläutert Professor Dirk Vordermark, Halle, Präsident des 29. Kongresses
der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie.

Wie der Experte herausstellt, ist es daher wichtig, die Betroffenen in die
Lage zu versetzen, selbst-bestimmt Therapieentscheidungen treffen zu
können. „Gerade in der Radioonkologie hat das Gespräch mit Patientinnen
und Patienten einen hohen Stellenwert – und das, obwohl wir als technik-
affines Fach immer wieder mit dem Vorurteil der ‚entmenschlichten
Maschinenmedizin‘ kämpfen müssen.“ Dabei seien es gerade technische
Innovationen, die mehr Freiräume für umfassende Beratungsgespräche
schaffen.

Eine Patientenumfrage aus München, deren Ergebnisse auf dem DEGRO-Kongress
präsentiert werden, untersuchte den Status quo des „Aufklärungsgrads“ und
die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten mit der Beratung [1].
Insgesamt wurden 22 Fragen zur Bewertung der Auswirkungen einer
Krebsdiagnose auf die Gesundheitskompetenz, die gemeinsame
Entscheidungsfindung, die Kontrolle der Patientinnen und Patienten über
ihre Behandlung und die Kommunikation mit dem Fachpersonal gestellt.
Erfreulich war: Insgesamt fühlen sich die meisten Patientinnen und
Patienten ausreichend über ihre Krankheit und den Behandlungsverlauf
informiert. Allerdings gab es auch einen signifikanten Anteil der
Befragten, die sich nicht gut über ihre Erkrankung (18,1 %) und/oder die
Behandlung (14,0 %) informiert fühlen, darunter waren insbesondere
Betroffene mit Hochrisikotumoren. „Das ist eine wichtige Umfrage, denn sie
illustriert, dass wir Krebsmedizinerinnen und -mediziner noch intensiver
beraten und aufklären und im klinischen Alltag mehr Zeit dafür aufwenden
müssen“, so das Fazit von Prof. Vordermark.

Doch wie schafft man dafür Freiräume? „In der Radioonkologie bewahrheitet
sich gewissermaßen der alte Slogan der Autoindustrie ‚Vorsprung durch
Technik‘“, so der Kongresspräsident. Berechnungen des Zielvolumens und die
Strahlendosisverteilung mussten früher zeitaufwendig „per Hand“ berechnet
werden, heute wird dafür moderne Software eingesetzt. Selbst die
Bildauswertung erfolge heute KI-gestützt. „Darüber hinaus werden auch
Konzepte durchgespielt, wie eine verbesserte interprofessionelle
Aufgabenverteilung zum Wohle der Patientinnen und Patienten eingesetzt
werden kann, um mehr Zeitressourcen für die wichtigen Beratungsgespräche
zu schaffen “, so Vordermark.

Eine Arbeitsgruppe aus Hamburg und Osnabrück [2] thematisiert auf dem
Kongress die Frage, in-wieweit die sog. adaptive Strahlentherapie, die KI-
gestützt funktioniert, von Medizinischen Technologinnen/Technologen für
Radiologie (MTR) durchgeführt werden kann, und startete ein Pilotprojekt.
Fazit der Autorinnen und Autoren: „Kernaufgabe der Strahlentherapeutinnen
und -therapeuten ist die Festlegung des individuellen Behandlungskonzepts
sowie die Überwachung von Therapieerfolg und Nebenwirkungen. Die
Entkopplung von Absicht und Umsetzung bedeutet, dass adaptive
Planänderungen keine Änderung der ärztlichen Behandlungsabsicht
darstellen, sondern deren optimaler Umsetzung dienen.“

Wie der Kongresspräsident ausführt, ist die Teamarbeit auf Augenhöhe seit
Langem fest in der Radioonkologie verankert. Eine weitere wesentliche
Voraussetzung für die umfassende Beratung und Betreuung von Patientinnen
und Patienten ist aber natürlich auch, dass sich ausreichend viele junge
Ärztinnen und Ärzte für das Fach Radioonkologie entscheiden. Die AG Junge
DEGRO liefert hier wichtigen Input, um zur Verbesserung der Weiterbildung
beizutragen und somit die Attraktivität des Fachs weiter zu erhöhen.
Aufschlussreich ist eine aktuelle Umfrage der Sektion Weiterbildung der AG
Junge DEGRO [3] zur aktuellen Situation der Weiterbildung von Ärztinnen
und Ärzten in der Radioonkologie, deren Ergebnisse auf dem Kongress in
Kassel vorgestellt werden. Interessant war: Neben strukturierten
Weiterbildungsgesprächen mit den Weiterbildungsbeauftragten wünschten sich
die Befragten auch die Teilnahme an Tumorboards, Evaluationsgespräche mit
Vorgesetzten und klinikinterne Leitlinien. Bemängelt wurde insgesamt eine
Heterogenität der angewandten Lehrmethoden und 89 Prozent der Befragten
wünschten sich daher ein bundesweit einheitliches sowie verpflichtendes
Curriculum für die Weiterbildung. „Die DEGRO wird hier ihre Hausaufgaben
machen, um den radioonkologischen Nachwuchs noch besser zu fördern“,
versprechen Prof. Vordermark und die Pressesprecherin der DEGRO, Prof.
Stephanie Combs.

Literatur
[1] Marco M.E. Vogel, Carmen Kessel, Stephanie E. Combs. [VS05-1-jD]
Patient Empowerment – der nächste Schritt zur personalisierten
Krebstherapie? Umfrage in einem deutschen Onkologischen Zentrum.
[2] Matthias Kretschmer, Klaus Brinkmann, Thomas Schneider et al. [P17-4]
Adaptive RT nur durch Ärzte? – Gestaltung von MTR-Weiterbildung für die
Adaptivtherapie mit dem ETHOS System.
[3] Daniel Fleischmann, Marcel Büttner, Michael Oertel et al. [P21-7-jD]
Aktuelle Situation der Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten in der
Radioonkologie – eine Umfrage der Sektion Weiterbildung der AG Junge
DEGRO.

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BZgA: Forschungsergebnisse belegen - Konversionsbehandlungen noch immer präsent

Pseudo-Therapien, welche die sexuelle Orientierung oder die
Geschlechtsidentität unterdrücken oder ändern sollen – sogenannte
Konversionsbehandlungen – sind auch drei Jahre nach Inkrafttreten des
Gesetzes zum Schutz vor Konversionsbehandlungen (KonvBehSchG) noch immer
präsent. Das zeigen die ersten Ergebnisse der Online-Befragung „Unheilbar
queer? – Erfahrungen mit queerfeindlichen Haltungen in Deutschland“ und
Daten, die das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) im Auftrag der
Initiative LIEBESLEBEN der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
(BZgA) im Rahmen einer Fachkräftebefragung erhoben hat.

Pseudo-Therapien, welche die sexuelle Orientierung oder die
Geschlechtsidentität unterdrücken oder ändern sollen – sogenannte
Konversionsbehandlungen – sind auch drei Jahre nach Inkrafttreten des
Gesetzes zum Schutz vor Konversionsbehandlungen (KonvBehSchG) noch immer
präsent. Das zeigen die ersten Ergebnisse der Online-Befragung „Unheilbar
queer? – Erfahrungen mit queerfeindlichen Haltungen in Deutschland“ und
Daten, die das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) im Auftrag der
Initiative LIEBESLEBEN der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
(BZgA) im Rahmen einer Fachkräftebefragung erhoben hat.

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der BZgA:
„Konversionsbehandlungen können einen erheblichen Eingriff in die
Gesundheit darstellen. Die BZgA-Initiative LIEBESLEBEN bietet auf
Grundlage des Gesetzes ein Informations- und Beratungsangebot zum Schutz
vor Konversionsbehandlungen und zur Aufklärung über sexuelle und
geschlechtliche Vielfalt. Auch fördern wir die Forschung, um
queerfeindliche Erfahrungen sichtbar zu machen und die Angebote stetig zu
verbessern. Die neuesten Forschungsergebnisse verdeutlichen, wie wichtig
verlässliche und persönliche Unterstützungen wie die Angebote von
LIEBESLEBEN sind, um Betroffene besser zu schützen.“

Forschungsprojekte zu Queerfeindlichkeit und Konversionsbehandlungen
Die Befragung „Unheilbar queer? – Erfahrungen mit queerfeindlichen
Haltungen in Deutschland“ im Rahmen des von LIEBESLEBEN unterstützten
Forschungsprojekts „Konversionsbehandlungen: Kontexte. Praktiken.
Biografien.“ von Mosaik Deutschland e. V. in Kooperation mit dem Amt für
Chancengleichheit der Stadt Heidelberg ist eine der ersten
systematisierten Erhebungen zum Thema Queerfeindlichkeit mit dem Fokus auf
sogenannte Konversionsbehandlungen in Deutschland. Beteiligt haben sich
über 3.500 Personen zwischen 18 und 70 Jahren, die sich als lesbisch,
schwul, bisexuell, trans*, inter*, queer, nicht-binär*, aromantisch,
asexuell oder als Teil dieser Community verstehen.

Einen Einblick in die Perspektive der Fachkräfte auf das Thema geben zudem
Befragungsdaten, die im Auftrag der BZgA vom UKE erhoben wurden: Befragt
wurden rund 600 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie
Seelsorgende in Hamburg und Schleswig-Holstein nach ihrer Einstellung und
ihren Erfahrungen zu sogenannten Konversionsbehandlungen sowie dem
KonvBehSchG.

Ergebnisse der beiden Forschungsprojekte zeigen, wie präsent
queerfeindliche Haltungen sind und dass auch Konversionsbehandlungen nach
wie vor ein Thema sind. Ein Großteil der befragten Fachkräfte begrüßt das
Gesetz zum Schutz vor Konversionsbehandlungen, dennoch hatte rund ein
Viertel (23 Prozent) der befragten Seelsorgenden Kenntnis von
Konversionsbehandlungen, die zum Teil auch nach Inkrafttreten des Gesetzes
stattfanden.

Dies deckt sich mit Angaben aus der queeren Community in der Online-
Befragung „Unheilbar queer?“: So wurden bis zu über einem Drittel der
Befragten Handlungen vorgeschlagen, um ihre sexuelle Orientierung oder
ihre Geschlechtsidentität zu ändern (29 Prozent/29 Prozent)
beziehungsweise zu unterdrücken (32 Prozent/43 Prozent).

Informations- und Beratungsangebot von LIEBESLEBEN
Nicht immer werden Konversionsbehandlungen als solche erkannt: Bis zu
einem Viertel der Befragten war sich unsicher, ob ihnen jemals nahegelegt
wurde, ihre Geschlechtsidentität oder ihre sexuelle Orientierung zu
unterdrücken (25 Prozent/22 Prozent) oder zu ändern (20 Prozent/17
Prozent). Die Initiative LIEBESLEBEN weist auf die Gefahren von
Konversionsbehandlungen mit ihren Informations- und Beratungsangeboten
hin, die unter anderem auch auf Arabisch, Englisch, Russisch, Türkisch und
Ukrainisch verfügbar sind.

Das qualifizierte Beratungsteam der BZgA ist mit verlässlichen
Informationen und bei persönlichen Anliegen online über die Website von
LIEBESLEBEN und telefonisch unter der Nummer 0221 8992 876 erreichbar. Die
LIEBESLEBEN-Beratung ist kostenfrei und anonym.

Weiterführende Informationen der BZgA-Initiative LIEBESLEBEN:

LIEBESLEBEN ist eine Initiative zur Förderung sexueller Gesundheit der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Mit LIEBESLEBEN
informiert die BZgA rund um ein sexuell selbstbestimmtes Leben und bietet
niedrigschwellige Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention:
https://www.liebesleben.de

Informationen zu den Forschungsergebnissen:
https://www.liebesleben.de/queer-in-deutschland/

Informationen zum Zuwendungsprojekt „Konversionsbehandlungen: Kontexte.
Praktiken. Biografien.“:
https://www.liebesleben.de/fachkraefte/studien-standard-
qualitaetssicherung/konversionsbehandlungen-kontexte-praktiken-biografien/

Hintergrundinformationen zum Gesetz zum Schutz vor
Konversionsbehandlungen:
https://www.liebesleben.de/fachkraefte/studien-standard-
qualitaetssicherung/gesetz-zum-schutz-vor-konversionsbehandlungen/

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Tückisches Herzleiden: Die diastolische Herzschwäche „mit erhaltener Auswurfleistung“ ist weniger bekannt und wird seltener diagnostiziert

Die Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zählt zu den Herzerkrankungen mit den
häufigsten vollstationären Krankenhausaufenthalten in Deutschland: rund
430.000 Klinikeinweisungen jährlich. Zugleich ist sie mit einem hohen
Leidensdruck für die Betroffenen verbunden.  Man unterscheidet zwei Formen
der Herzschwäche: Bei der systolischen Herzschwäche ist die
Auswurfleistung des Herzens vermindert. Bei einer diastolischen
Herzschwäche ist der Herzmuskel verdickt und kann sich in der Füllphase,
der Diastole, nicht genügend entspannen und dehnen, um sich mit
ausreichend Blut zu füllen. Das Herz verliert an Elastizität. In Folge
gelangt trotz guter Pumpleistung weniger Blut in den Körper. Die
Körpergewebe sind unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Die Patienten leiden unter Atemnot, rascher Erschöpfung, Brustschmerzen
und Kreislaufproblemen bis hin zur Ohnmacht.
Bluthochdruck, Vorhofflimmern, verengte Herzkranzgefäße, die sogenannte
koronare Herzkrankheit (KHK) und Diabetes mellitus Typ 2 begleiten eine
diastolische Herzschwäche häufig. „Sie sind nicht nur als
Begleiterkrankungen von Bedeutung, sie sind auch mitverantwortlich dafür,
dass diese Herzschwäche überhaupt entsteht“, weiß Professor Dr. Rolf
Wachter, stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik der
Universitätsklinik Leipzig. Da die diastolische Herzschwäche vielen
Menschen unbekannt ist, obwohl sie bei älteren Menschen die häufigste Form
der Herzschwäche darstellt, ist sie der Schwerpunkt der aktuellen HERZ
heute-Ausgabe 2/2023 mit dem Titelthema „Hilfe für das schwache Herz“. Sie
kann kostenfrei unter Tel 069 955128-400 oder unter
<www.herzstiftung.de/bestellung> angefordert werden. Weitere Infos zur
diastolischen Herzschwäche bietet die Herzstiftung unter
<https://herzstiftung.de/diastolische-herzinsuffizienz>

Bluthochdruck ist der häufigste Begleiter einer diastolischen Herzschwäche
Die meisten Betroffenen mit diastolischer Herzschwäche haben zusätzliche
Krankheiten. Zu den häufigen Begleitern gehören Bluthochdruck,
Vorhofflimmern, KHK sowie Diabetes mellitus Typ 2. Für den weiteren
Verlauf der Herzschwäche ist nicht nur die Therapie der Herzschwäche von
Bedeutung, sondern auch die gezielte Behandlung der Begleiterkrankungen.
Bluthochdruck begleitet die diastolische Herzschwäche am häufigsten. „Neun
von zehn dieser Patienten haben Bluthochdruck, oft schon viele Jahre und
häufig lange, bevor die Schwäche des Herzens in Erscheinung tritt“, sagt
Professor Dr. Rolf Wachter. „Es ist erwiesen, dass ein gut eingestellter
Blutdruck die Herzschwäche verbessern kann. Die Blutdruckwerte im Blick zu
halten, ist sowohl für die Prävention als auch für die Behandlung einer
Herzschwäche bedeutsam.“

Vorhofflimmern und KHK verschlechtern diastolische Herzschwäche
Eine weitere häufige Begleiterkrankung der diastolischen Herzschwäche ist
Vorhofflimmern. Laut dem Herzexperten tritt die Herzrhythmusstörung bei
über der Hälfte aller PatientInnen auf und ist, ebenso wie Bluthochdruck,
oftmals ein Vorläufer des schwachen Herzens. Vorhofflimmern verschlechtert
die Prognose der Herzschwäche deutlich. „Durch die Herzrhythmusstörung
büßt das Herz etwa 15 Prozent seiner Leistungskraft ein“, sagt Professor
Wachter. „Wird Vorhofflimmern diagnostiziert, sollte zugleich auch
untersucht werden, ob eine Herzschwäche vorliegt.“ Des Weiteren leiden
über 50 Prozent der Betroffenen mit diastolischer Herzschwäche an einer
Durchblutungsstörung der Herzkrankgefäße, der KHK. Werden im Rahmen der
Behandlung die verengten Herzkranzgefäße medikamentös therapiert oder
operativ erweitert, verbessern sich in der Regel auch die Symptome der
Herzschwäche.

Wie Diabetes mellitus und diastolische Herzschwäche zusammenhängen
Etwa ein Drittel aller Patienten mit diastolischer Herzschwäche hat
Diabetes mellitus Typ 2. Die „Zuckerkrankheit“ ist für Herz-Patientinnen
und -patienten ein großes Risiko, da die zu hohen Blutzuckerwerte Schäden
an den kleinen und großen Blutgefäßen und am Herzmuskel selbst
verursachen. „Treten Herzschwäche und Diabetes gemeinsam auf, ist das
Risiko deutlich höher, wegen der Herzschwäche im Krankenhaus behandelt
werden zu müssen oder daran zu versterben“, warnt Professor Wachter. Ein
medikamentös gut eingestellter Blutzucker ist für den Verlauf der
Herzschwäche von ebenso großer Bedeutung wie die Behandlung von
Bluthochdruck, Vorhofflimmern und KHK.

Aktuelle HERZ heute: Jetzt Probeexemplar anfordern!
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift HERZ heute „Hilfe für das schwache
Herz“ stellt weitere Begleiterkrankungen der diastolischen Herzschwäche
vor und informiert ausführlich über Ursachen, Diagnose und Therapie. Ein
kostenfreies Probeexemplar ist über
<https://www.herzstiftung.de/bestellung>,Tel. 069 955128-400 oder per
E-Mail unter <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.> erhältlich. Weitere Infos zur
diastolischen Herzschwäche bietet die Herzstiftung unter
https://herzstiftung.de/diastolische-herzinsuffizienz
Die Zeitschrift erscheint viermal im Jahr und wendet sich an Herz-
Kreislauf-PatientInnen und deren Angehörige. Die Beiträge sind von
unabhängigen Herzexperten verfasst.

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Rauchfrei-Wettbewerb „Be Smart – Don‘t Start“: BZgA-Hauptpreis geht an Schule in Rietberg

Die Klasse 8a der Martinschule aus Rietberg im Kreis Gütersloh hat im
bundesweiten Klassenwettbewerb zur Förderung des Nichtrauchens „Be Smart –
Don‘t Start“ den Hauptpreis der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) für die wiederholte erfolgreiche Teilnahme gewonnen. Bei
„Be Smart – Don‘t Start“ verpflichten sich teilnehmende Schulklassen, ein
halbes Jahr lang rauchfrei zu bleiben. Bei erfolgreicher Teilnahme gibt es
Preise für die rauchfreien Klassen zu gewinnen. Die Schülerinnen und
Schüler der diesjährigen Gewinnerklasse können sich über einen Gutschein
im Wert von 5.000 Euro für ihre Klassenkasse freuen.

Die Klasse 8a der Martinschule aus Rietberg im Kreis Gütersloh hat im
bundesweiten Klassenwettbewerb zur Förderung des Nichtrauchens „Be Smart –
Don‘t Start“ den Hauptpreis der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) für die wiederholte erfolgreiche Teilnahme gewonnen. Bei
„Be Smart – Don‘t Start“ verpflichten sich teilnehmende Schulklassen, ein
halbes Jahr lang rauchfrei zu bleiben. Bei erfolgreicher Teilnahme gibt es
Preise für die rauchfreien Klassen zu gewinnen. Die Schülerinnen und
Schüler der diesjährigen Gewinnerklasse können sich über einen Gutschein
im Wert von 5.000 Euro für ihre Klassenkasse freuen.

Burkhard Blienert, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und
Drogenfragen: „Kreative Kids bleiben rauchfrei – trotz angeblicher neuer
Livestyle-Produkte wie Shisha und E-Zigarette. Sie alle sind überzeugt
davon: Ohne Rauch und Dampf geht’s auch! Der Schulwettbewerb leistet einen
wertvollen Beitrag, wenn es darum geht, mehr Wissen über das Rauchen und
dessen lebensbedrohliche Folgen zu vermitteln. Gemeinsame Erfahrungen des
Nichtrauchens oder das Ziel, gemeinsam die Finger von jetzt scheinbar
hippen Einweg-E-Zigaretten zu lassen, sind wertvoll und prägen. Denn wer
nikotinfrei lebt, tut sich selbst, dem unmittelbaren Umfeld und sogar der
Umwelt viel Gutes. Mein besonderer Dank gilt den Lehrkräften, die die
Kampagne mit viel Einsatz in ihre Klassen hineintragen. Leider greifen
aktuell wieder mehr Jugendliche zu Zigaretten und Vapes. Deswegen muss der
Jugendschutz viel konsequenter durchgesetzt werden. Außerdem brauchen wir
ein Verbot besonders jugendaffiner Aromen in E-Zigaretten und müssen
endlich zu lückenlosen Werbebeschränkungen kommen. Auch Sponsoring durch
die Tabakindustrie geht im Jahr 2023 gar nicht mehr.“

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sagt: „Rauchen ist das größte
vermeidbare Gesundheitsrisiko. Deshalb unterstützt ‚Be Smart – Don‘t
Start‘ Schülerinnen und Schüler, rauchfrei zu bleiben. Der bundesweite
Präventionswettbewerb hat seit Programmstart rund 4,5 Millionen
Schülerinnen und Schüler motiviert, sich gegen Zigaretten, Shisha und Co.
zu entscheiden und das belohnt. Das ist ein gemeinsamer Präventionserfolg,
für den ich mich bei den vielen Lehrkräften und Schulleitungen für ihr
Engagement ganz herzlich bedanke. Der Gewinnerklasse 8a gratuliere ich zum
Preisgewinn: Ihr habt den Preis durch Eure Mehrfachteilnahme wirklich
verdient! Wir freuen uns sehr, dass ‚Be Smart – Don‘t Start‘ jedes Jahr
aufs Neue in den Schulen so gut ankommt. Wir dürfen in den
Präventionsbemühungen zum Nichtrauchen nicht nachlassen, deshalb wird die
BZgA den Wettbewerb auch weiterhin unterstützen.“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und
Gesundheitsforschung (IFT-Nord), erklärt: „Ich freue mich, dass auch in
diesem Schuljahr so viele Lehrkräfte und Klassen wieder am Wettbewerb
teilgenommen haben. Es bestätigt auch, dass sich der Wettbewerb gut in das
Schulleben integrieren lässt und auch nach über einem Vierteljahrhundert
noch ein attraktives Angebot zur Prävention ist. Bundesweit haben im
aktuellen Schuljahr 6.020 Klassen mit ihrer Teilnahme an ‚Be Smart – Don‘t
Start‘ klar ‚Nein‘ zum Rauchen in jeder Form gesagt, ob E-Zigaretten oder
bunte Einweg-Vapes, ob Wasserpfeife oder klassische Tabakzigaretten.“

Der Wettbewerb „Be Smart – Don‘t Start“ wird im Rahmen der
BZgA-„rauchfrei“-Jugendkampagne seit 1997 vom Institut für Therapie- und
Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel koordiniert und seit vielen Jahren
von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie der Stiftung
Deutsche Krebshilfe, dem AOK-Bundesverband und weiteren öffentlichen und
privaten Institutionen gefördert. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen wird
der Wettbewerb von der AOK NordWest gefördert.

Weiterführende Informationen der BZgA zum Thema:

Alle Informationen zu „Be Smart – Don’t Start“, dem Klassenwettbewerb zur
Förderung des Nichtrauchens, stehen unter: https://www.besmart.info

Die Jugendkampagne „rauchfrei“ der BZgA informiert unter:
https://www.rauch-frei.info

Digitale Unterrichtsmaterialien zum Thema Gesundheitsförderung der BZgA:
https://www.bzga.de/was-wir-tun/gesundheit-und-schule/medien-fuer-
lehrkraefte/

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