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Gesundheit

Deutsche Röntgengesellschaft: Lungenkrebsfrüherkennung durch Niedrigdosis- CT schließt Lücke in Gesundheitsversorgung

Lungenkrebs ist heilbar – aber nur, wenn er
frühzeitig erkannt wird. Die radiologische Früherkennungsuntersuchung
mittels Niedrigdosis-Computertomografie bietet die Chance, bei minimaler
Strahlenexposition Menschen mit Lungenkrebs frühzeitig zu identifizieren
und ihnen den Weg zu einer Behandlung mit guten Heilungsaussichten zu
eröffnen. Bei langjährigen Raucherinnen und Rauchern kann so die
Sterblichkeit um bis zu 15 Prozent gesenkt werden, wie aktuelle Studien
belegen. Der Gemeinsame Bundesausschuss wird zeitnah über die bundesweite
Einführung eines Lungenkrebsfrüherkennungsprogramms für langjährige
Raucherinnen und Raucher beraten.

Die Deutsche Röntgengesellschaft begrüßt diese Entwicklung sehr. „Es wird
hoffentlich bald eine Lücke in der gesundheitlichen Versorgung
geschlossen“, sagt Univ.-Prof. Dr. Gerald Antoch, stellvertretender
Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft und Direktor des Instituts für
Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum
Düsseldorf.

Aktuell wird die Krebsfrüherkennung für langjährige Raucherinnen und
Raucher mithilfe von Niedrigdosis-Computertomografie rechtlich und formal
geprüft und hat bereits wichtige Hürden auf dem Weg dahin genommen, eine
gesetzliche Leistung für diese Risikogruppe zu werden. So bewertet das
Bundesamt für Strahlenschutz in einem aktuellen Bericht die
wissenschaftliche Evidenz für diese Maßnahme positiv. „Diese Bewertung
bringt uns sehr voran, denn nun kann das Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz tätig werden und
eine entsprechende Rechtsverordnung erlassen“, erklärt Prof. Antoch. Die
ministerielle Verordnung ist eine Voraussetzung dafür, dass der Gemeinsame
Bundesausschuss die Krebsfrüherkennung mit Niedrigdosis-Computertomografie
als gesetzliche Leistung für Risikopatientinnen und -patienten einstufen
kann. „Ich gehe davon aus, dass die Krebsfrüherkennung Anfang 2024 starten
kann“, sagt Professor Antoch.

Für ein solches Früherkennungsprogramm hat sich die Deutsche
Röntgengesellschaft im Schulterschluss mit dem Berufsverband Deutscher
Radiologen seit Langem eingesetzt und dafür eng mit der Deutschen
Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin sowie der Deutschen
Gesellschaft für Thoraxchirurgie zusammengearbeitet.

Bislang ist die Mammografie-Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs
bei Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr die einzige
Reihenuntersuchung zur Früherkennung in Deutschland, bei der
Röntgenstrahlung eingesetzt wird. Nach dem neuen Strahlenschutzgesetz
können jedoch für asymptomatische Personen auch andere individuelle
Früherkennungsmaßnahmen zugelassen werden.

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Immunologisches Gedächtnis schützt langfristig vor Coronavirus

Nach einer SARS-CoV-2-Infektion oder einer Coronavirus-Impfung werden
bestimmte Abwehrzellen gebildet, die einen langfristigen Immunschutz
verleihen. Diese langlebigen Gedächtnis-T-Zellen tragen wesentlich dazu
bei, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Forschende der Universität
Zürich haben nun entschlüsselt, wie dieses immunologische Gedächtnis
entsteht.

Wie eine Infektion mit SARS-CoV-2 oder eine Immunisierung durch Impfungen
zu einer langfristig schützenden Immunität führen kann, ist nach wie vor
ungeklärt. Onur Boyman, Direktor der Klinik für Immunologie, und sein
Forschungsteam von der Universität Zürich und vom Universitätsspital
Zürich, haben nun genauer untersucht, wie sich ein solcher Langzeitschutz
ausbildet. Zusammen mit Forschenden der ETH Zürich haben sie jene
Signalmoleküle identifiziert, die entscheiden, wann aus einer Immunzelle
eine sogenannte Gedächtnis-T-Zelle gebildet wird.

Von kurzlebigen zelltötenden zu langlebigen Gedächtnis-T-Zellen

Die von B-Zellen produzierten, virusspezifischen Antikörper allein reichen
für die effektive Abwehr des neuen Coronavirus nicht aus. Ebenso wichtig
für die Immunität gegen SARS-CoV-2 ist die zelluläre Immunantwort. Zentral
sind hier virusspezifische T-Zellen des Typs «CD8+». Sie erkennen jene
Körperzellen, die vom Virus infiziert sind, und töten diese ab. Diese
zytotoxischen T-Zellen bekämpfen somit jene Viren, die sich in den
Wirtszellen verstecken, und verhindern so, dass Millionen neuer Viren
freigesetzt werden. «Diese T-Zellen sind aber nur kurze Zeit aktiv und
sterben rasch ab. Wichtig für einen langfristigen Immunschutz sind
langlebige Gedächtnis-T-Zellen, die bei einem erneuten Viruskontakt sehr
rasch aktiv werden», betont Boyman. Bezeichnet wird dieses Phänomen als
immunologisches Gedächtnis.

Bisherige Studien untersuchten die gesamten CD8+-T-Zell-Populationen, die
gegen das Virus gebildet werden. Boyman und seinem Team ist es nun
gelungen, einzelne virusspezifische T-Zell-Klone von Personen, die sich
mit SARS-CoV-2 infiziert haben, von der akuten Infektion bis zu einem Jahr
nach der Genesung nachzuzeichnen. Und damit auch jene Signalmoleküle zu
identifizieren, die für den Übergang von der akuten Zelltötungs- zur
langfristigen Gedächtnisphase verantwortlich sind – eine Art molekulare
Signatur.

Botenstoffe des Immunsystems bestimmen Zellentwicklung

Wie die Forschenden zeigen, war die Signatur der langlebigen CD8+
Gedächtnis-T-Zellen bereits während der akuten Infektion vorhanden. Sie
liessen sich somit frühzeitig von ihren kurzlebigen Pendants
unterscheiden. «Die eindeutige Signatur der Gedächtniszellen enthält
Signale für Immunbotenstoffe wie etwa Interferone, die bei der Abwehr von
SARS-CoV-2, aber auch generell bei der Kontrolle von Virusinfektionen
wichtig sind», erklärt Onur Boyman.

Immunantwort unterscheidet sich von Patient zu Patient

Die Studie trägt dazu bei, zu verstehen, wie das immunologische Gedächtnis
gegen SARS-CoV-2 gebildet und aufrechterhalten wird – oder nicht. Denn
während manche Infektionen zu einem robusten und langanhaltenden
Immungedächtnis führen, ist dies bei anderen nicht der Fall. Die neu
identifizierte Signatur ermöglicht zudem herauszufinden, bei welcher Art
der Infektion – milder oder schwerer Verlauf bzw. auf die Schleimhäute
begrenzter oder systemischer Verlauf – eine langfristige Immunität
gebildet wird. Auch die Impfstoffe, die unterschiedliche Inhalts- und
Hilfsstoffen enthalten, beeinflussen die Immunantwort. «Auch wenn jeder
Mensch etwas anders auf das Virus oder einen Impfstoff reagiert, trägt die
zelluläre Immunität bei geimpften und genesenen Personen wesentlich dazu
bei, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern», so Boyman.

Finanzierung
Die Studie wurde finanziell unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds
(SNF), vom Klinischen Forschungsschwerpunkt CYTIMM-Z der Universität
Zürich (UZH), einem Innovationsgrant des Universitätsspitals Zürich (USZ),
dem Pandemiefonds der UZH, vom Botnar Research Centre for Child Health
(BRCCH) sowie von der Schweizerischen Akademie der Medizinischen
Wissenschaften (SAMW).

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Weltkrebstag: BZgA informiert über Risiken von Rauchen und Alkohol

Zum Weltkrebstag am 4. Februar 2022 weisen die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Beauftragte der Bundesregierung
für Sucht- und Drogenfragen auf die Risiken von Rauchen und Alkohol hin.
In Deutschland erkranken rund 500.000 Menschen jährlich an Krebs, nahezu
240.000 Menschen sterben daran. Im Jahr 2020 waren die vielfach durch
Rauchen hervorgerufenen Krebserkrankungen der Atemwege die häufigste
Krebsart mit Todesfolge: Mehr als 46.000 Menschen verstarben daran.
Demnach ist Rauchen der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für die
Entstehung von Krebs.

Auch Alkohol kann Krebs auslösen. Mehr als 20.000 Krebserkrankungen
jährlich sind in Deutschland auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen.
Besonders gefährdet, an Krebs zu erkranken, sind Raucherinnen und Raucher,
die gleichzeitig riskant Alkohol trinken. Die Kombination von
Alkoholkonsum und Rauchen verursacht insbesondere Krebserkrankungen der
oberen Atemwege und des oberen Verdauungstraktes, wie Mundhöhlen-,
Rachen-, Kehlkopf- und Speiseröhrenkrebs.

Burkhard Blienert, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und
Drogenfragen: „Wenn wir uns anschauen, wie viele Menschen in Deutschland
und weltweit an den Folgen von Tabak- und Alkoholkonsum versterben, wird
deutlich: Es gibt akuten Handlungsbedarf! Daher haben wir im
Koalitionsvertrag auch klar formulierte Ziele: Mehr Prävention gerade für
Kinder, Jugendliche und Schwangere sowie restriktivere Maßnahmen bei
Werbung und Sponsoring. Das sind wichtige Vorhaben im Sinne des Jugend-
und Gesundheitsschutzes, denen wir in dieser Legislatur nachkommen
müssen.“

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA): „Für das Rauchen und den Konsum von
Alkohol gilt: Je mehr konsumiert wird, umso höher ist das Risiko für eine
Krebserkrankung. Nichtrauchen und der Verzicht auf Alkohol sind deshalb
die beste Wahl, um einer Krebserkrankung vorzubeugen. Damit das gelingen
kann, unterstützt die BZgA Bürgerinnen und Bürger mit kostenlosen und
nachweislich wirksamen Angeboten und Tipps.“

Für den ersten Schritt in ein rauchfreies Leben bietet die BZgA mit
https://www.rauchfrei-info.de eine kostenlose telefonische Beratung zum
Rauchstopp und ein Online-Ausstiegsprogramm an.

Die BZgA-Informationsangebote der Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“
helfen weiter mit Empfehlungen zum verantwortungsvollen Umgang mit
Alkohol: Gesunde Frauen sollten nicht mehr als ein kleines alkoholisches
Getränk pro Tag trinken, gesunde Männer nicht mehr als die doppelte Menge.
Mindestens zwei Tage pro Woche sollten alkoholfrei sein, damit sich keine
Gewöhnung einstellt, die schleichend zur Sucht werden kann.

Angebote der BZgA zur Unterstützung beim Rauchstopp:

Telefonische Beratung unter der kostenfreien Rufnummer 0800-8 31 31 31
(Mo.-Do. von 10 bis 22 Uhr, Fr.-So. von 10 bis 18 Uhr)

Online-Ausstiegsprogramm mit bewährten Informationen, Tipps und täglicher
E-Mail sowie persönlicher Begleitung durch Online-Rauchfrei-Lotsinnen und
-Lotsen auf https://www.rauchfrei-info.de

START-Paket zum Nichtrauchen mit Broschüre „Ja, ich werde rauchfrei“,
einem „Kalender für die ersten 100 Tage“, einem Stressball und anderen
hilfreichen Materialien.
Kostenlose Bestellung bei der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung, 50819 Köln, Fax: 0221/8992257, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Informationen zu Rauchen und Krebserkrankungen unter: https://www
.rauchfrei-info.de/informieren/rauchen-gesundheit/krebserkrankungen

Die BZgA beteiligt sich mit ihren Rauchstopp-Angeboten an der
Bundesinitiative „Rauchfrei leben – Deine Chance".
Weitere Informationen unter: https://www.nutzedeinechance.de

Informationen der BZgA zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol:

Informationen für Erwachsene unter:
https://www.kenn-dein-limit.de
Informationen für Jugendliche ab 16 Jahren unter:
https://www.kenn-dein-limit.info
Informationen für Jugendliche unter 16 Jahren unter:
https://www.null-alkohol-voll-power.de

Beratungstelefon der BZgA zur Suchtvorbeugung unter 0221-89 20 31 (Mo.-Do.
von 10 bis 22 Uhr, Fr.-So. von 10 bis 18 Uhr, Preis entsprechend der
Preisliste des Telefonanbieters für Gespräche in das Kölner Ortsnetz)

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Forum Gesundheitsforschung stellt Indikatoren für erfolgreiche Kooperationen vor

Kooperationen sind heute für eine effektive und erfolgreiche
Spitzenforschung unerlässlich. Das gilt insbesondere in der
Gesundheitsforschung mit ihren aktuellen und zukünftigen großen
Herausforderungen. Das Forum Gesundheitsforschung hat konkrete Ziele und
Indikatoren für gewinnbringende Kooperationen zusammengestellt, die den
beteiligten Akteuren helfen sollen, ihre Zusammenarbeit ziel- und
erfolgsorientierter zu planen und umzusetzen.

„Gewinnbringende Gestaltung und Steuerung von Kooperationen“ – unter
diesem Titel hat das Forum Gesundheitsforschung ein Papier herausgebracht.
Es richtet sich an alle Akteure in der Gesundheitsforschung, um
Stellenwert, Mehrwert und Ergebnisorientierung von Kooperationen zu
stärken. Zusammenarbeit ist auch in der Gesundheitsforschung kein
Selbstzweck, sondern sie liefert die Grundlage für eine effiziente und
erfolgreiche Forschung sowie den Transfer von Erkenntnissen in die
Versorgung und das Gesundheitswesen. Voraussetzung ist eine effektive
Planung und Steuerung. Hierfür liefert das Papier konkrete Anhaltspunkte.

Schlüsselindikatoren helfen bei Planung und Umsetzung

Kernpunkt des Papieres ist die Vorstellung von Schlüsselindikatoren (Key
Performance Indicators, KPIs) als Hilfsmittel für die Weiterentwicklung
bestehender sowie für die erfolgsorientierte Gestaltung neuer
Kooperationen. Diese KPIs können von Akteuren konkreter Kooperationen
entlang ihrer jeweiligen Hintergründe und Ziele ausgewählt und angepasst
werden. So können sie zielorientiert planen, Leistung und Erfolg ihrer
Zusammenarbeit abschätzen, und entsprechend steuern. Dies soll im Ergebnis
dazu dienen, insbesondere strategisch und langfristig angelegte
Kooperationen effektiver und erfolgreicher, und damit auch attraktiver für
alle Beteiligten zu gestalten.

Indikatoren bieten auch nützliche Hilfestellungen für Evaluationen

Das Papier ist dem Forum zufolge nicht nur geeignet für die Steuerung und
Erfolgsmessung von Kooperationsprojekten. Vielmehr könne es auch für die
Formulierung von Leitfragen und Bewertungskriterien für Begutachtungs-
oder Evaluationsprozesse genutzt werden. Das Forum Gesundheitsforschung
plant, sich auch über die Erarbeitung der Empfehlung hinaus kontinuierlich
mit dem Thema Kooperationen zu befassen.

Über das Forum Gesundheitsforschung

Dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten
Forum Gesundheitsforschung gehören die fachlichen Spitzenvertreterinnen
und -vertreter der deutschen Forschungsorganisationen, der Wirtschaft und
des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Gesundheitsforschung
sowie Vertreterinnen und Vertreter der Patientenschaft und der
Versorgungsseite an. Das Forum ermöglicht einen systematischen,
organisationsübergreifenden und kontinuierlichen Dialog zwischen den
verschiedenen Akteuren in der deutschen Gesundheitsforschung und
erarbeitet Empfehlungen zu wichtigen Fragen der Gesundheitsforschung.

Über den DLR Projektträger
Die Geschäftsstelle des Forums Gesundheitsforschung ist beim DLR
Projektträger angesiedelt. Der DLR Projektträger bietet als einer der
größten Projektträger Deutschlands seit nahezu 50 Jahren umfassende,
wissensbasierte Dienstleistungen rund um das Management von Forschung,
Bildung und Innovation. Zu seinen Auftraggebern gehören Bundesministerien,
die Europäische Kommission, Bundesländer sowie Wissenschaftsorganisationen
und Verbände. Er berät zu Strategien und Programmen, steuert begleitende
Dialogprozesse, plant und übernimmt die operative Umsetzung von
Förderprogrammen, unterstützt den Wissenstransfer und evaluiert die
Wirkung von Programmen und Initiativen der Auftraggeber.

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