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Auto/Motor

Deutscher Verkehrssicherheitsrat DVR fordert generelle Tempolimits auf Bundesautobahnen

Der Vorstand des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) fordert generelle Tempolimits für alle Kfz auf Bundesautobahnen. Die Verkehrssicherheitsorganisation geht davon aus, dass die Zahl der Verkehrsopfer durch diese Maßnahme sinken wird.

„Die Strategie des DVR ist die Vision Zero. Demnach ist es unsere Aufgabe, uns für all die Maßnahmen einzusetzen, die Verkehrsunfälle mit Getöteten und Verletzten verhindern. Dazu zählt auch das generelle Tempolimit auf Bundesautobahnen“, erklärt Prof. Dr. Walter Eichendorf, Präsident des DVR.

Die Forderung ist Bestandteil eines umfassenden Gesamtpapiers für mehr Sicherheit auf Bundesautobahnen.

Geschwindigkeit ist entscheidender Faktor für Unfallschwere
Geschwindigkeit spielt eine besondere Rolle bei Unfällen. Sie wirkt sich entscheidend auf die Strecke aus, die ein Fahrzeug in der Reaktionszeit im Hinblick auf ein kritisches Ereignis, beispielsweise eine Kollision zurücklegt. Zudem führt eine geringere Geschwindigkeit bei gleicher Reaktionszeit zu einem kürzeren Anhalteweg und zu Unfällen mit weniger dramatischen Folgen.

Der Inhalt des Beschlusses im Überblick:

1. Generelle Tempolimits auf deutschen Bundesautobahnen. Für Pkw ohne Anhänger, Motorräder, Trikes und Quads sowie andere Fahrzeuge bis zu 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht bietet sich ein Tempolimit von 130 km/h an.

2. Verstärkter Einsatz intelligenter Verkehrsbeeinflussung auf Bundesautobahnen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Situativ, z.B. bei entsprechender Witterung, Baustellen, Unfällen oder Staugefahr soll die zulässige Höchstgeschwindigkeit angepasst werden können.

3. Möglichkeit die zulässige Höchstgeschwindigkeit in Ausnahmefällen mit besonderer Begründung anheben zu können.

Sie finden den Beschluss online unter: https://www.dvr.de/dvr/beschluesse/2020-generelle-tempolimits-auf-bundesautobahnen.html

und das Gesamtpapier unter: https://www.dvr.de/download/beschluesse/sicherheit-auf-bundesautobahnen-erhoehen_ergaenzendes-papier.pdf 

 

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Mit der Innovation aus Norwegen können Autowerkstätten Kunden ohne physischen Kontakt bedienen

Arne Eivind Andersen, CEO von Sharebox, steht vor dem neuen versicherungsgeprüften Schlüsselaustauschschrank, der bei einem Skoda / Nissan Händler in Norwegen installiert wurde.
Arne Eivind Andersen, CEO von Sharebox, steht vor dem neuen versicherungsgeprüften Schlüsselaustauschschrank, der bei einem Skoda / Nissan Händler in Norwegen installiert wurde.

„Während des Pandemie-Ausbruchs von COVID-19 sahen wir eine einzigartige Geschäftsmöglichkeit für unsere neu entwickelte S18 Sicherheits Service Station und haben alle Hebel in Gang gesetzt, um die Versicherungsgenehmigung zu erhalten. Bereits vor COVID-19 bestand großes Interesse an den S18 Schränken, da diese großen Komfort für die Kunden bieten. Anfänglich bestellten Autowerkstätten den S18, weil sie ihren Kunden einen zusätzlichen Service bieten wollten, indem sie ihre Autos rund um die Uhr abliefern und abholen konnten“. Arne Eivind Andersen, CEO, Sharebox.

 

Bis jetzt hat sich der Autoreparaturmarkt in Skandinavien nicht an den Bedürfnissen der Kunden orientiert und die Schlüsselabgabe oder -abholung nur innerhalb der Öffnungszeiten angeboten. Dadurch waren die Kunden oft dazu gezwungen, einen halben Tag von der Arbeit freizunehmen oder die Mittagspause zu nutzen, um ihre Autos abzuholen. Einige Autowerkstätten boten Alternativen an, wie etwa das Deponieren von Schlüsseln an geheimen Orten. Dies war jedoch immer etwas riskant, da bisher keine andere Alternative von den Versicherungsunternehmen genehmigt wurde.

Garage Car Service Sharebox
Garage Car Service Sharebox

 „Die COVID-19 Situation hat das Interesse an unserem neuen S18 Sicherheitsschrank stark gesteigert, insbesondere weil die Autoreparatur ohne physischen Kontakt mit den Kunden abgewickelt werden kann. Nachdem wir die Versicherungsgenehmigung erhalten haben, waren unsere ersten beiden Produktionen sofort ausverkauft. Wir arbeiten jetzt eng mit unserem dänischen Lieferanten zusammen, um die Kapazität zu erhöhen, damit wir mit der Nachfrage Schritt halten können. “ Arne Eivind Andersen, CEO, Sharebox.

Bisher war Sharebox vor allem als der beliebte Schlüsselaustauschdienst in der Sharing Economy Branche bekannt, in der Privatpersonen auf verschiedenen Plattformen wie Airbnb, Booking.com usw. Wohnungen voneinander mieten. Um diesen Dienst anbieten zu können, hat Sharebox einen Vertrag mit 7-Eleven und anderen Convenience-Stores gemacht, um die Schlüsselaustauschschränke an ihren Standorten zu platzieren. Dies erlaubt es Nutzern, dort direkt ein Schließfach mit ihrem Mobiltelefon zu mieten und zu verwalten. So ist es möglich, den Schlüssel einfach auszutauschen, unabhängig von Ankunftszeiten und Treffpunkten etc.

„Die neue S18-Sicherheits Service Station bietet mehr Funktionen als nur den Austausch von Schlüsseln. Der wahre Wert des Schranks ist in der Software eingebettet. Dort kommt die Integration mit externen Systemen aus der Autoindustrie zusammen, wie beispielsweise Zahlungs- und Buchungssysteme. Wir konzentrieren uns fortlaufend darauf, die Software zu optimieren und neue Integrationen hinzuzufügen, damit unsere S18 Sicherheits Service Station die beste auf dem Markt ist. “

Die S18 Sicherheits Service Station wurde in Zusammenarbeit mit Sharebox, der Mekonomen Group und Innovation Norwegen entwickelt und bereits in mehreren „Happy Car Repair Shops“ wie Meca, VW, Audi, Toyota, Skoda und Nissan installiert. Diese begannen unmittelbar das neue System zur Abgabe und Abholung von Autoschlüsseln zu nutzen. „Jetzt freuen wir uns, noch mehr Autowerkstätten im restlichen Teil Skandinaviens zu unterstützten. Wir sind auch bereit, weltweit liefern zu können“, erklärt Arne Eivind Andersen.

Sharebox verfügt über eine eigene Front- und Back-End-Technologie mit Funktionen, die das Öffnen / Schließen von Schließfächern, Türen und Toren ermöglicht. Alle Aspekte innerhalb der Branche werden vereinfacht, wobei der Schwerpunkt auf Check-In- / Check-Out-Lösungen mit oder ohne Zahlungsfunktion liegt.

Die Lösung digitalisiert das gesamte Kundenerlebnis von der Abgabe der Autoschlüssel, über die Wartung des Autos, die Zahlung bis hin zur Abholung der Autoschlüssel, nachdem das Auto fertig ist. Die modernen Kunden erwarten Komfort und ein hohes Maß an Service. Jetzt ist es an der Zeit, die Autoindustrie mit einem auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Angebot zu revolutionieren. Mit steigender Anzahl Kunden, die Autowerkstätten mit einer 24/7 Service Station bevorzugen, erwarten wir, dass dies bald ein neuer Standard auf dem Markt wird.

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Deutscher Verkehrssicherheitsrat DVR appelliert: Rasen ist kein Kavaliersdelikt!

Rasen kann schwere Unfälle verursachen und großes Leid. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden: Halten Sie sich an die Verkehrsregeln, immer und auch in Zeiten von Corona. Aktuelle Zahlen aus Berlin und Bayern belegen: Die deutlich leereren Fahrbahnen werden zum Rasen missbraucht. Doch Rasen bleibt auch bei geringerem Verkehrsaufkommen gefährlich.

Berlin und Bayern melden vermehrt Geschwindigkeitsverstöße
In Berlin ist die Zahl der Strafverfahren wegen Raserei im April um 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Bereits in der Woche nach Ostern gingen innerhalb von vier Tagen 32 Verfahren bei der Berliner Amtsanwaltschaft und bei der Staatsanwaltschaft ein. Waghalsige Fahrmanöver zeichnen sich auch in Bayern ab. Laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur haben die Polizeistellen in mehreren Regionen des Freistaats einen deutlich höheren Anteil von Geschwindigkeitsverstößen seit Beginn der dortigen Ausgangsbeschränkungen erfasst.

„Ich verfolge die derzeitigen Entwicklungen mit großer Sorge. Wenn ich davon lese, wie im Stadtgebiet Rosenheim ein 21-Jähriger mit 140 statt mit den erlaubten 50 Stundenkilometern unterwegs ist, wird mir angst und bange. Ein Unfall bei solch einer Geschwindigkeit endet meist tödlich. Daher bitte ich Sie, halten Sie sich an die Regeln und nehmen Sie Rücksicht, damit alle sicher an ihr Ziel kommen“, appelliert DVR-Präsident Prof. Dr. Walter Eichendorf.

Schwächere Verkehrsteilnehmende schützen
Viele Menschen weichen in den Städten zunehmend auf das Fahrrad oder Pedelec aus. Kurze Wege wie zum Supermarkt werden auch gerne zu Fuß erledigt. Dessen müssen sich Auto und Motorrad Fahrende bewusst sein, wenn sie auf einer vermeintlich leeren Straße Gas geben.

Der Appell des Präsidenten:

  • Nehmen Sie Rücksicht auf alle anderen.
  • Halten Sie sich an die vorgegebene Geschwindigkeit.
  • Achten Sie die Verkehrszeichen, insbesondere Vorfahrtszeichen, Ampeln, Zebrastreifen.
  • Halten Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern beim Überholen von Radfahrern mit dem Pkw ein.
  • Machen Sie den Schulterblick beim Aussteigen aus dem Auto.

Und an alle Rad Fahrenden:

  • Weichen Sie nicht auf Gehwege aus. Damit gefährden Sie Fußgänger.
  • Werden Sie nicht zum Geisterfahrer.

 

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DVW-Präsident begrüßt StVO-Novelle - Reform wäre denkbar

Deutsche Verkehrswacht e.V
Deutsche Verkehrswacht e.V

Am Dienstag, den 28. April 2020 trat die StVO-Novelle in Kraft, die unter anderem mehr Sicherheit im Radverkehr bringen soll. Auch härtere Sanktionen sind vorgesehen, zum Beispiel bei Geschwindigkeitsdelikten oder wenn die Rettungsgasse nicht gebildet beziehungsweise unerlaubt genutzt wird.
Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW), begrüßt in weiten Teilen die Neuerungen: „Beim Schutz von Radfahrenden geht die Novelle in die richtige Richtung. Auch härtere Strafen bei der Rettungsgasse können helfen, dass Einsatzkräfte schneller am Unfallort sind.“
Für die DVW können Änderungen der StVO noch weiter gehen. Perspektivisch wäre eine umfassende Reform denkbar, welche auf wissenschaftlicher Basis präventive und repressive Regelungen entwickelt, die wirkungsvoll und weitreichend mehr Verkehrssicherheit bringen.

Die Novelle in Kürze

Viele Punkte der StVO-Novelle beziehen sich auf den Radverkehr. Einerseits werden neue Verkehrsflächen für Radfahrende entstehen oder vorhandene besser geschützt. Das betrifft zum Beispiel Radschnellwege, Fahrradzonen oder Schutzstreifen.
Anderseits werden Radfahrenden mehr Rechte eingeräumt bei der Nutzung von Einbahnstraßen, Nebeneinanderfahren, Personenbeförderung, Lastenrädern oder durch den Grünpfeil an Kreuzungen.
Darüber hinaus enthält die Novelle stärkere Begrenzungen für den Kraftfahrzeugverkehr wie einen festgeschriebenen Überholabstand oder Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen, schärfere Regelungen bei Park- und Haltevorgängen oder Schrittgeschwindigkeit von abbiegenden LKW.

Weitere wichtige Punkte der Novelle betreffen höhere Strafen bei Verstößen bezüglich der Rettungsgasse, Geschwindigkeitsdelikten, „Blitzer-Apps“, Fahren auf dem Gehweg und "Autoposing". Umweltfreundlichere Mobilität soll bei Carsharing oder auch Elektroautos gefördert werden.
Im Zuge der Novelle wird es zudem eine Reihe von neuen Sinnbildern und damit neue Verkehrszeichen geben.

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