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Handelshochschule Leipzig (HHL) fördert nachhaltigen Tourismus

Im Rahmen des EU-Projektes „Eco-Tandem“ bringt die Handelshochschule
Leipzig (HHL) Gründende und UnternehmerInnen aus der Tourismusbranche
zusammen, um den nachhaltigen Tourismus auszuweiten. Dabei sollen
etablierte Unternehmen aus der Tourismusbranche von jungen Start-up-
Gründenden lernen, wie sie nachhaltiger wirtschaften können. Ziel ist es,
den neuen Herausforderungen wie den negativen Umweltfolgen fehlender
Nachhaltigkeit, Massentourismus und Covid-19 zu begegnen. Die
Projektpartner kommen aus Italien, Deutschland, Österreich, Slowakei und
Griechenland.

Das Programm soll kleineren und mittelständischen Unternehmen helfen,
ökologische Nachhaltigkeitsstandards zu entwickeln und damit das
Fortbestehen auch nach der Pandemie zu gewährleisten. Mit den neuen
Anforderungen entstehen schließlich auch Chancen für Innovation und
Wachstum. Die Kooperation von Start-ups mit den Unternehmen erfolgt in
einer Tandem-Methodik. Mit dem Tandem wird der Wissens- und Technologie-
Transfer gewährleistet.

Prof. Dr. Tobias Dauth, der für die HHL das Projekt unterstützt:

„Die Bildung von Tandems – also die Partnerschaft zwischen einem KMUs und
einem Start-up – ist ein spannendes Modell. So können wir unterschiedliche
Perspektiven zusammenbringen und Unternehmen aus dem Tourismussektor am
Wissen und den Ideen von Gründern teilhaben lassen.“

EU Eco-Tandem
Das Programm EU Eco-Tandem findet im Rahmen von COSME (Competitiveness of
Enterprises and Medium-sized Enterprises) statt, das kleinere und mittlere
Unternehmen in der EU fördern soll. Neben der Kooperation im Tandem
profitieren die Unternehmen auch vom transnationalen Wissensaustausch. Die
Säulen des Programmes bestehen aus einem Bildungskonzept – der EU Eco-
Tandem Academy, dem Biz Programm, in dem die Kooperationen stattfinden und
dem Networking der Unternehmen untereinander.

Hintergrund und spezifische Ziele
Seit etwa drei Jahren wird ein Trend beobachtet, dass eine große Anzahl
Touristen einen ökologisch nachhaltigen Urlaub dem Massentourismus
vorzieht. Diese Trendwende ist auf ein gestiegenes Bewusstsein der
Zivilgesellschaft für den Klimawandel zurückzuführen und auf das Wissen um
die Probleme, die durch Übertourismus verursacht. Die meisten
touristischen Einrichtungen haben sich diesen neuen Marktanforderungen
jedoch noch nicht angepasst. Darüber hinaus hat die Ausbreitung der
Covid-19-Pandemie dramatische Auswirkungen auf den Tourismussektor: Nach
Schätzungen der EU wird aufgrund der Krise ein Rückgang des Jahresumsatzes
der Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMU) um 50 bis 90% erwartet.
Für die Wiederbelebung des Tourismussektors ist es daher notwendig,
Maßnahmen zu ergreifen, die die Tourismus-KMUs innovativer, nachhaltiger
und sicherer machen.
Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, verfolgt das EU-Projekt EU ECO-
TANDEM die folgenden spezifischen Ziele:

•       Verbesserung der Kenntnisse und Fähigkeiten traditioneller KMUs im
Tourismussektor im Bereich der Nachhaltigkeit;
•       Förderung der Innovation und des Technologietransfers durch die
Zusammenarbeit zwischen traditionellen KMUs und innovativen Start-ups;
•       Schaffung eines Netzwerks zur Unterstützung nachhaltiger
Innovationen im Tourismus

Wie sollen die Ziele erreicht werden?
1.      ECO-TANDEM ACADEMY: Ein Education & Training Program wird KMUs und
Unternehmern im Tourismussektor gewidmet sein, um ihre Kenntnisse und
Fähigkeiten im Bereich der Nachhaltigkeit zu verbessern.
2.      MATCHING MS INNOVATION: Die Entwicklung öko-innovativer Lösungen
wird durch die Schaffung von TANDEMS gefördert – individuelle
Partnerschaften aus einem Tourismus-KMU und einem Start-up, die an der
Schaffung eines Pilotprojekts arbeiten werden. Die besten Vorschläge
werden durch einen Voucher finanziert.
3.      ECO-TANDEM NETZWERK: Ein Netzwerk von Interessenvertretern, das
zur Unterstützung von KMUs, die an einem Übergang zu ökologischem
Tourismus interessiert sind, geschaffen wird. Es dient dem Austausch guter
Praktiken und der Förderung des Peer-Learnings, um somit die
Nachhaltigkeit des Projekts über die europäische Förderperiode hinaus zu
gewährleisten.

Beitrag des Projektpartners ITKAM
ITKAM wird – in Zusammenarbeit mit der HHL-Leipzig Graduate School of
Management – die Projektdurchführung in Deutschland übernehmen.

Die Handelshochschule Leipzig (HHL)
Die Handelshochschule Leipzig (HHL) ist eine der führenden Business
Schools in Deutschland und der Welt. Sie ist eine universitäre private
Wirtschaftshochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht.
Das renommierte Global Masters in Management Ranking 2020 der Financial
Times verleiht der Ausbildung an der Handelshochschule Leipzig (HHL)
Spitzenplätze in Europa und der Welt (Platz 2 in Deutschland, Platz 23
weltweit).Der HHL-Studiengang Master in Management (M.Sc.) wurde mit Platz
1 in Europa ausgezeichnet und Platz 2 weltweit (Wall Street Journal/Times
Higher Education College Rankings 2019). Der HHL wurde vom Stifterverband
zum vierten Mal in Folge der Titel „Gründerhochschule Deutschlands“
verliehen. Ziel der ältesten betriebswirtschaftlichen Hochschule im
deutschsprachigen Raum ist die Ausbildung unternehmerischer,
verantwortungsbewusster und leistungsfähiger, Führungspersönlichkeiten.

Unternehmen können sich auf der Eco-Tandem Programmseite kostenlos für ein
Weiterbildungsprogramm anmelden und sich zugleich detaillierter über das
Projekt informieren.
https://www.eu-ecotandem.eu/

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Prisma Reisetrend

prisma-Trend-Report zur ITB Berlin NOW: Jeder zweite Deutsche ist reiselustig, Budget wird aufgestockt

  • Prisma Reisetrend
    Prisma Reisetrend
    Repräsentative Umfrage bei 1.450 prisma-Leser*innen
  • 70% der Befragten würden spontan eine Reise buchen
  • Reisebudget teils sogar höher als vor der Corona-Pandemie
  • Die Mehrheit der geplanten Urlaubsreisen für 2021 ist noch nicht gebucht!
  • Reiseziele in Deutschland oder bei den europäischen Nachbarn bevorzugt, gern mit dem eigenen Auto in einer Ferienwohnung
  • Cover des Jahres 2020: Ein Reisemotiv, das Sehnsucht weckt
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    Düsseldorf, 8. März 2021. Die Reisebranche ist durch die Corona-Pandemie schwer gebeutelt. Aber: Sobald die Koffer wieder gepackt werden dürfen, sind die Deutschen auch bereit. Bei 57 Prozent der Befragten ist die Reiselust stark oder sogar sehr stark - spontane Reisen kommen für rund 70 Prozent in Frage. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Reiselust sogar gestiegen. Parallel ist das Reisebudget bei 84 Prozent der Befragten ebenso hoch und zum Teil sogar höher als vor der Pandemie. Dies sind aktuelle Ergebnisse des prisma-Trend-Reports, dem Leserpanel des Prisma-Verlages.* Die Befragung ist jetzt pünktlich zum Start der Internationalen Reisemesse ITB Berlin NOW erschienen.

     

    Bevorzugt werden laut prisma-Trend-Report in diesem Jahr Urlaubsziele vor der eigenen Haustür in Deutschland. Gern an Ost- und Nordsee, der Mecklenburgischen Seenplatte sowie Bodensee und Schwarzwald. Die beliebtesten Nachbarländer sind Österreich, die Niederlande und Frankreich. Auch, weil diese Ziele per Auto gut zu erreichen sind. Am liebsten wird in Ferienwohnungen, Hotels der 4-5 Sterne-Kategorie und Pensionen übernachtet. Und zwar gern während eines Städtetrips oder am Strand. Vor der Pandemie gab es in der Befragung deutliche Vorlieben für Kreuzfahrten und „All-Inklusive-Angebote“. Und: Die überwiegende Mehrheit der Befragten hat aktuell ihren Urlaub noch nicht gebucht.

     

    Sven Retz, Leiter Media Sales des Prisma-Verlages: „Eine der ganz zentralen Aussagen, die unsere repräsentative und top-aktuelle Umfrage ergeben hat, ist: Die Mehrheit der geplanten Urlaubsreisen für 2021 ist noch nicht gebucht! Dies und der hoffentlich positive Rückenwind, den die derzeitigen Lockerungsszenarien erzeugen, bieten die besten Chancen für unsere Anzeigenkunden.“ Chefredakteur Stephan Braun ergänzt: „Die Deutschen haben großes Fernweh und freuen sich sehr auf die neue Reisesaison. Wie wichtig unseren Leserinnen und Lesern das Reisethema ist, sehen wir auch an der frisch ausgewerteten Wahl zu unserem Cover des Jahres 2020: Der Leuchtturm steht für Fernweh und Reiselust.“ prisma ist in den kommenden Tagen mit einem breiten Angebot auf der Internationalen Reisemesse ITB Berlin NOW vertreten, die rein digital stattfindet. Reiseanbieter, Destinationen und alle weiteren touristischen Player können sich über die vielfältigen Werbemöglichkeiten des Verlages informieren und sich aus der umfangreichen crossmedialen Produktpalette bedienen.

     

    *In Auftrag gegeben wurde das Panel bei der delta Marktforschung. Die genannten Befragungen bei  1.459 prisma Leser*innen wurden vom 18. bis zum 25. Februar 2021 durchgeführt.

     

    Weitere Informationen zu prisma: www.prisma-verlag.de

     

    prisma ist das Fernsehmagazin Ihrer Zeitung – gedruckt und mit vielen digitalen Angeboten.        

    Das wöchentliche TV-Supplement erscheint im Düsseldorfer Prisma-Verlag und hat zurzeit 6,88 Mio. Leser (ma 2021 Pressemedien I) und eine verkaufte Auflage von 6,4 Mio. Exemplaren (IVW IV/2020). Das Magazin erscheint in den Teilausgaben prisma West, prisma Ost, prisma Nord und prisma Süd.

     

    www.prisma.de | facebook.com/prismamagazin |instagram.com/prismamagazin |       twitter.com/prismamagazin | die prisma-App: www.prisma.de/app |Clubhouse/prismamagazin        

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Tagungsräume sind die Klassenzimmer der Erwachsenenbildung: Hotelier spricht über die Zukunft von Events

Werden wir wieder gefüllte Tagungsräume, Messehallen und große Familienfeste sehen? Definitiv, sagt Christoph Unckell, Inhaber des Hotels Rebstock in Würzburg. Er ist sich sicher, dass der persönliche Kontakt, Events, Messen & Co. wieder zur Normalität werden. Im Interview spricht der renommierte Hotelier über seine Einschätzung für die Zukunft von Events und erklärt, warum er fest mit einem rasanten Anstieg von Veranstaltungen vor Ort rechnet.

Würzburg, Februar 2021. Der neue Tagungsbereich des Hotels Rebstock steht nun seit fast einem Jahr weitgehend leer und wartet darauf, wieder mit Leben gefüllt zu werden. Neben Tagungen finden auch Familien- und Hochzeitsfeiern während der Pandemie gezwungenermaßen nur sehr eingeschränkt oder zumeist überhaupt nicht statt. Doch genau wie Schulkinder brauchen auch Erwachsene nicht nur den direkten sozialen Kontakt zu Freunden und Kollegen, sondern auch einen Zugang zu persönlicher Weiterbildung. Das ist nur einer der Gründe, warum Kommunikation laut dem Würzburger Unternehmer Christoph Unckell auf Dauer nicht nur digital stattfinden kann. 

Wie empfinden Sie digitale Events?      
Ich empfinde digitale Events als sehr anstrengend. Gerade bei längerer Dauer sinkt die Aufmerksamkeit stark. Mich erinnert das manchmal an den Frontalunterricht von vor 50 Jahren. Oft findet kaum richtige Kommunikation statt, besonders, wenn viele Menschen an einer Konferenz teilnehmen. Rückmeldungen kommen auch auf Nachfrage sehr verhalten, dadurch wird es schwierig, eine beidseitige Kommunikation herzustellen.

Was empfinden Sie als Schwierigkeiten bei Videokonferenzen & Co.?
Ich finde sie oft unpersönlich. Besonders, wenn man nur die Initialen der Teilnehmer sieht, aber kein Gesicht dahinter. Dadurch weiß man nicht einmal, ob überhaupt jemand zuhört. Auch die Smalltalks und Gespräche, die man zum Beispiel auf einer Konferenz mit den anderen Anwesenden führt, gehen komplett verloren. Unter solchen Bedingungen eine kreative Atmosphäre zu schaffen, in der gemeinsam Lösungen und Ideen erarbeitet werden, ist sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Nicht umsonst wollen auch die Schulen so schnell wie möglich zum Präsenzunterricht zurück.

Was werden Ihrer Meinung nach die langfristigen Folgen der rein virtuellen Veranstaltungen sein?    
Bildung beschränkt sich nicht auf das erste Lebensviertel, jeder Mensch lernt ein Leben lang dazu. Die gezielte Weiterbildung findet zu einem großen Teil in unserer Branche statt, bei Tagungen, für die wir den Rahmen bieten, Kongressen, Messen und Events. Aber auch Kulturstätten, Theater, Konzerte und Museen gehören für mich unbedingt dazu. Wer meint, das könne ja auch alles virtuell passieren, bedenkt nicht, dass Bildung auch auf emotionaler Ebene stattfindet. Und die ist in Zoom-Meetings quasi nicht zu erreichen. Wenn über die Folgen des ausfallenden Unterrichts für unsere Kinder gesprochen wird, müssen auch die Folgen der nahezu komplett ruhenden Erwachsenenbildung diskutiert werden. Irgendwann, wenn Innovationen ausbleiben, sich soziale Kompetenz zurückentwickelt, Erfolge nachlassen und der Fortschritt fehlt, dann wird klar sein, dass wir immer systemrelevant waren.

Was macht den Kontakt vor Ort für Sie so wichtig?       
Bei der Kommunikation wirken Inhalt, Stimme und Körpersprache zusammen. Übersetzt heißt das für mich, dass online ein Großteil, wenn nicht sogar mehr als die Hälfte an Kommunikation gar nicht wahrgenommen werden kann. Das macht solche Meetings für mich so anstrengend und ineffektiv. Im Zweifel entstehen Missverständnisse und Fehlinterpretationen, weil so viele Kommunikationsinformationen verloren gehen. In Meetings geht es nicht um reine Informationsweitergabe, sondern um persönlichen Kontakt, Austausch und direkte Kommunikation. Dadurch sind Präsenzveranstaltungen effektiver, sie führen schneller zu einem besseren Ergebnis.

Wie schätzen Sie die Zukunft von Tagungen und Events ein?   
Unsere Tagungsräume sind die Klassenzimmer der Erwachsenenbildung. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass es einen großen Nachholbedarf geben wird, wenn diese Pandemie einmal vorbei ist. Viele Unternehmen werden schnell merken, wie wichtig Weiterbildungen, Mitarbeiterschulungen und Diskussionsrunden sind, und dass sie nur erfolgreich bleiben, wenn sie ihre Mitarbeiter stetig auf dem Laufenden halten. In einer sich immer schneller weiterentwickelnden Wissensgesellschaft ist lebenslanges Lernen unabdingbar. Insofern bin ich zuversichtlich, dass wir nach all den Onlinemeetings einen Boom an Präsenzveranstaltungen erleben werden. Ich kann mir vorstellen, dass reine Vortragsveranstaltungen von ein bis zwei Stunden Länge abnehmen, denn das geht zur Not auch gut online. Aber die immer wichtiger werdenden Team- und Persönlichkeitsentwicklungsformate, in denen neben reinem Wissen auch soziale Kompetenz geschult wird, werden dafür zunehmen. Meiner Einschätzung nach werden sich allerdings nachhaltig Gruppengrößen verkleinern und der Platz pro Person wird sich vergrößern.

Ihre Räumlichkeiten werden auch für Hochzeits- oder Familienfeiern gebucht. Wie sehen Sie die Zukunft dafür?         
Bei Familienfeiern sehe ich einen enormen Nachholbedarf. Wir haben mehrere runde Geburtstage, die bei uns bereits mehrmals verschoben wurden. Auch Hochzeiten, die zunächst nur in kleinem Rahmen gefeiert wurden, sollen mit einem großen Fest nachgeholt werden. Das ist wie eine Bugwelle, die vor uns herschwimmt, auch weil das Bedürfnis der Menschen und Familien, nach über einem Jahr der Pandemie wieder einmal zu feiern, so groß ist. Gerade Häuser mit einem guten Hygienekonzept, modernen Lüftungsanlagen und großzügigem Platzangebot werden davon besonders profitieren.

 

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Wir müssen leider draußen bleiben: So wenig willkommen sind deutsche Touristen im Ausland

Wer hätte das gedacht? Deutschland ist ein Problemfall. Seit Wochen schon bekommen wir die Zahl der Corona-Infizierten und -Toten nicht in den Griff, während das Ausland mit Sorge auf uns blickt. Zu spüren bekommen das nun auch alle, die Reisepläne fürs neue Jahr schmieden wollen: Urlaub im Ausland ist aktuell kaum möglich. Selbst Mallorca, Ägypten oder die Türkei sind in weite Ferne gerückt. Das Verbraucherforum mydealz erklärt, wohin wir Deutschen aktuell eigentlich noch reisen können.

Die schlechte Nachricht vorweg: Corona hat nicht nur unseren Alltag verändert. Auch Reisen ist aktuell so schwierig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ohne negativen PCR-Test etwa lässt kaum ein Staat mehr Touristen ins Land. Und auch ein negativer Test ist noch lange kein Freibrief für unbeschwerten Urlaub: Je nach Urlaubsziel müssen sich Reisende darauf einstellen, mindestens die ersten Tage ihres Urlaubs in Quarantäne zu verbringen. Und auch nach der Rückkehr müssen sie sich erst einmal für zehn Tage isolieren, bevor der normale Alltag weitergehen kann. Was Reisende beachten müssen und wie sie überhaupt ans Ziel kommen, erklärt das Verbraucherforum mydealz.

Reisewarnung für die meisten Urlaubsziele 

„Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen wird aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt“, lautet der Satz, den viele Reisende zurzeit lesen, wenn sie sich auf der Internetseite des Auswärtigen Amts über die Reise- und Sicherheitshinweise für ihr Wunschurlaubsziel informieren. Völlig gleich, ob Ägypten, die Dominikanische Republik, Griechenland, Italien, Spanien oder die Türkei – das Auswärtige Amt warnt aktuell vor Urlaubsreisen zu fast allen Lieblingsreisezielen der Deutschen.  

Ausnahmen gibt es nur wenige: Nur bei elf der insgesamt 77 Länder und Regionen, für die mydealz die Reisehinweis recherchiert hat, meldeten das Robert-Koch-Institut (RKI) und Auswärtige Amt keine Bedenken an: Nur in einigen Regionen von Finnland, Griechenland, Norwegen und Österreich, auf Island und Grönland sowie auf Kuba und in Thailand können Deutsche aktuell noch Urlaub machen. Zumindest, wenn es nach dem Auswärtigen Amt geht.

Vor Reisen zu allen anderen Urlaubszielen warnen das RKI und Auswärtige Amt. Das heißt zwar nicht, dass wir uns den Urlaub auf Mallorca, Teneriffa, in der Türkei oder Ägypten nun erst einmal abschminken können. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts stellt schließlich kein Reiseverbot dar. Wer zurzeit Urlaub im Ausland machen möchte, muss jedoch an einige Regeln halten. Bei Verstößen drohen je nach Bundesland bis zu 10.000 Euro Strafe. 

Seit dem 24. Januar stuft das Bundesinnenministerium andere Staaten in drei verschiedene Kategorien ein: Risikogebiete, Virusvariantengebiete und Hochinzidenzgebiete. 

Wer Urlaub in einem Risikogebiet macht, muss sich vor der Rückreise über die Internetseite https://www.einreiseanmeldung.de/#/ anmelden. Nach ihrer Rückkehr müssen sich Reisende für zehn Tage in Quarantäne begeben und sich innerhalb von 48 Stunden auf Corona testen lassen. Nach fünf Tagen besteht die Möglichkeit, erneut einen PCR-Test zu absolvieren. Ist er negativ, dürfen Rückkehrer die Quarantäne verlassen. 

Noch strenger fallen die Regeln für Rückkehrer aus Ländern aus, in denen hochansteckende Mutationen des Corona-Virus aufgetreten sind (Virusvariantengebiet) oder in denen der Inzidenzwert über 200 liegt (Hochinzidenzgebiet). Sie müssen schon bei der Einreise einen negativen PCR-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. An Flughäfen kontrolliert die Polizei Ankommende schon auf dem Weg zur Passkontrolle. An den Grenzen zu allen Nachbarländern finden Schleierfahndung und stichprobenartige Kontrollen statt. Zehn Tage Quarantäne sind für alle Rückkehrer aus Virusvariantengebieten und Hochinzidenzgebieten Pflicht. 

Als Virusvariantengebiet gelten aktuell Brasilien, Großbritannien, Irland und Südafrika. 24 Länder stuft das RKI als Hochinzidenzgebiet ein. Zu den Hochinzidenzgebieten zählen neben Tschechien als direktem Nachbarland unter anderem beliebte Reiseländer wie Ägypten, Mexiko, Portugal, Spanien, die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate. Eine vollständige Liste findet sich auf der Internetseite https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html.

Auch Deutschland ist ein Risikogebiet 

Selbst wenn das RKI und Auswärtiges Amt grünes Licht geben oder Reisende die Quarantäne-Zeit nach dem Urlaub im Home-Office verbringen können, ist der Urlaub damit aber noch lange nicht gerettet: Weltweit schotten sich aktuell die meisten Länder ab, um die Pandemie in den Griff zu bekommen und ihr eigenes Gesundheitssystem nicht unnötig zu belasten. Schon seit März 2020 dürfen Deutsche und andere Europäer nicht mehr direkt in die USA einreisen, sondern müssen sich vorher mindestens 14 Tage außerhalb des Schengen-Raums aufhalten. 

Dem Vorbild der Amis sind inzwischen viele Staaten gefolgt: Auch in Dänemark und Finnland, auf der Isle of Man, auf Bali, in Israel, Kanada und Katar sowie in Marokko, Tschechien und Ungarn heißt es für Touristen aus Deutschland zurzeit: Wir müssen leider draußen bleiben. 

Wieder andere Staaten lassen Touristen aus Deutschland nur unter teils harten Bedingungen ins Land: Wer nach Thailand reisen möchte, muss dort beispielsweise erst einmal 14 Tage in Quarantäne gehen und sich während dieser Zeit mehrmals testen lassen. In Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) und Norwegen sind ein PCR-Test bei der Einreise und anschließend zehn Tage Quarantäne Pflicht. Jordanien sieht zusätzlich zum PCR-Test sieben Tage Quarantäne vor. Und Griechenland testet zwar nur stichprobenartig, schickt Neuankömmlinge aber dennoch erst einmal für drei Tage in Quarantäne. 

Besonders pikant: Türkeireisende benötigen nicht bloß für die Einreise in die Türkei einen negativen PCR-Test, sondern auch für die Rückreise. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein, muss in den meisten Fällen also in der Türkei absolviert werden.

Sonderregeln gibt es in Liechtenstein und der Schweiz für Reisende aus Sachsen: Direkt nach der Einreise müssen sie sich in beiden Ländern für zehn Tage in Quarantäne begeben.  Um nicht in die „Falle“ zu tappen, sollten Reisende die Hinweise und Bedingungen des Auswärtigen Amts und ihres Urlaubsziels also genau lesen.

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Hinweis: 
Alle oben getätigten Angaben basieren auf Informationen des Auswärtigen Amts und der Behörden der jeweiligen Reiseziele. Stand: 25. Januar 2021. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

 

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