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Neuer Haustarif für ärztliches Personal am Uniklinikum Dresden

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      Uniklinikum und Marburger Bund verständigen sich auf
Einigungspapier.
•       Vertrag sieht reduzierte Arbeitszeiten ab 1. Januar 2026 vor.
•       Ausbau der Entgelte für Fachärztinnen und -ärzte sowie
Oberärztinnen und Oberärzte.

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und der Marburger Bund
Landesverband Sachsen haben sich auf die Änderung des Haustarifvertrages
für die hier beschäftigten Ärztinnen und Ärzte geeinigt. Die Arbeitszeit
für diese Berufsgruppe reduziert sich mit dem Jahresbeginn 2026 auf
wöchentlich 40 statt der bisherigen 42 Stunden. Weiterhin profitieren
Ärztinnen und Ärzte mit fachärztlichen und oberärztlichen Tätigkeiten am
Uniklinikum künftig am weiteren Ausbau der Entgelttabelle. Ein weiterer
Bestandteil der Tarifeinigung ist die künftige Verkürzung des
Ausgleichszeitraums für Mehrarbeitsstunden in Arbeitszeitmodellen
außerhalb der Schicht- bzw. Wechselschichtarbeit. Der Änderungstarifvertag
wird rückwirkend zum 1. Juli 2025 mit einer Laufzeit von anderthalb Jahren
in Kraft treten.

„Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit dem Marburger Bund ein gutes Ergebnis
für unsere Medizinerinnen und Mediziner ausgehandelt zu haben. Wir stärken
damit auch diese Berufsgruppe, indem wir die Arbeitszeit anpassen. Das
spiegelt den Wunsch vieler Mitarbeitender nach einer guten Vereinbarkeit
von Beruf und Familie wider“, sagt Prof. Uwe Platzbecker, Medizinischer
Vorstand des Dresdner Uniklinikums. „Als einer der größten Arbeitgeber in
der Region tragen wir eine besondere Verantwortung für unsere
Mitarbeitenden. Nur durch deren Engagement gelingt es uns, die
Patientenversorgung auf Spitzenniveau zu gewährleisten. Auch deshalb
sorgen wir mit attraktiven Arbeitsmodalitäten und -modellen für diese
Menschen“, ergänzt der Kaufmännische Vorstand Janko Haft.

Die Einigung zum Haustarifvertrag für die ärztlichen Mitarbeitenden sieht
zum 1. Januar 2026 eine neue durchschnittliche regelmäßige wöchentliche
Arbeitszeit von 40 Stunden vor. Damit wird der Haustarifvertrag für
Ärztinnen und Ärzte am Universitätsklinikum Dresden an den Tarifvertrag
Ärzte der Länder angepasst. Die Tarifvertragsparteien haben sich zur
Umsetzung der reduzierten wöchentlichen Arbeitszeit auf eine gemeinsame
Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern des Arbeitgebers und der
Ärzteschaft verständigt. Ziel ist es, gemeinsam „Bestpractice“-Modelle für
Optimierungspotenziale bestehender Prozesse zu entwickeln.

Weiterhin haben die Verhandlungspartner veränderte Ausgleichsregelungen zu
Überstunden in den Arbeitszeitmodellen außerhalb der Schicht- und
Wechselschicht ab dem 1. Januar 2027 vereinbart.

Ein besonderer Schwerpunkt lag im Ausbau der Entgeltstufen für das
fachärztlich und oberärztlich tätige Personal. Rückwirkend zum 1. Juli
2025 werden die entsprechenden Entgeltgruppen um eine Stufe erweitert. Für
den oberärztlichen Bereich kommt mit Jahresbeginn 2026 nochmals eine
weitere Stufe hinzu. Hierdurch wird ebenfalls eine Angleichung an die
Entlohnungsgrundsätze des Tarifvertrages Ärzte der Länder erreicht.