DIHK-Chef befürwortet Pkw-Maut bei geringerer Kfz-Steuer
DIHK-Chef Eric Schweitzer befürwortet die Einführung einer Pkw-Maut, wenn gleichzeitig die Kfz-Steuer abgesenkt würde. "Wenn die Pkw-Maut mit einer Absenkung der Kfz-Steuer einhergeht, so dass keine neuen Belastungen entstehen, habe ich dagegen nichts einzuwenden", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Die Erfahrung mit der Politik lehrt aber, dass neue Abgaben meist zusätzlich eingeführt werden", sagte Schweitzer. Der Staat müsse künftig deutlich mehr Geld in die Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur stecken.
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Verhältnismäßig niedrigen Kraftstoffpreisen haben es deutsche Autofahrer zu verdanken, dass die Kosten für den Kauf und den Unterhalt eines Pkw derzeit nur um 0,5 Prozent über dem Wert des Juni 2012 liegen. Gleichzeitig sind die allgemeinen Lebenshaltungskosten im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent gestiegen. Das ist das zentrale Ergebnis des aktuellen Autokosten-Index, den der ADAC alle drei Monate gemeinsam mit dem Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Demnach liegt der aktuelle Index bei 106,4 Punkten, der allgemeine Lebenshaltungs-Index bei 105,6 Punkten. Im Autokosten-Index werden alle Preise rund um das Auto erfasst. Wie auch der Lebenshaltungs-Index wurde er letztmals für das Jahr 2010 auf den Basiswert 100 gesetzt. Hauptverantwortlich für den Rückgang der Autokosten sind die gesunkenen Kraftstoffpreise. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sind die Preise um 0,8 Prozent abgerutscht. Der Index für die Kraftstoffe liegt mittlerweile bei 113,4 Punkten.
Im Jahr 2012 starben 3.600 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr. "Die Zahl der Verkehrstoten war 2012 so niedrig wie noch nie seit 1950", sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), Roderich Egeler, bei der heutigen Pressekonferenz zur "Unfallentwicklung auf deutschen Straßen 2012" in Berlin. Gegenüber 2011 nahm die Zahl der Verkehrstoten um 10,2 % oder 409 Menschen ab. Damit setzte sich die langfristige positive Entwicklung im letzten Jahr fort, nachdem es im Jahr 2011 einen Anstieg der Zahl der Verkehrstoten zu beklagen gab. Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder unter 15 Jahren sank im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 % auf 73. Das Risiko für Kinder, im Straßenverkehr zu sterben, lag im Jahr 2012 bei 7 Kindern je eine Million Einwohner.