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Wirtschaft

UMSICHT: Zur Sache! – Beste Tagesform mit dem richtigen Licht

An die Tages- und Nachtzeit angepasster Lichtverlauf (zirkadianes Licht).  Fraunhofer UMSICHT
An die Tages- und Nachtzeit angepasster Lichtverlauf (zirkadianes Licht). Fraunhofer UMSICHT

Licht und seine Aufgaben sind vielseitig und von großer Bedeutung für das
Leben. Es ermöglicht uns nicht nur zu sehen, seine sich im Tagesverlauf
farblich verändernde Zusammensetzung hat Einfluss auf den Tagesrhythmus
des Menschen. Moderne Beleuchtungstechnik macht sich das zu Nutze, indem
sie das Farbspektrum elektrischer Leuchten der Tageszeit entsprechend
anpasst. Berichte aus der Praxis, aktuelle Forschungsergebnisse und einen
Blick in die Zukunft gibt es bei UMSICHT: Zur Sache! am 8. März in
Oberhausen.

Die Erkenntnis, dass die spektrale Zusammensetzung des uns umgebenden
Tageslichts auch das Empfinden, die persönliche Leistungskurve sowie
Wachheit und Müdigkeit beeinflusst, führte zu zahlreichen Innovationen
rund um die Beleuchtungstechnik. Aktuelle Entwicklungen etwa ermöglichen
die automatische, tageszeitspezifische Anpassung des Farbspektrums von
elektrischen Leuchten. Und das hat positive Effekte auf Menschen, die
einen Großteil des Tages unter künstlicher Beleuchtung verbringen.

Positive Auswirkungen

»Der Tageszeit angepasstes künstliches Licht folgt dem Vorbild der Natur«,
weiß Martin Distelhoff aus der Abteilung Informationstechnik bei
Fraunhofer UMSICHT. Morgens führt Licht mit hohem Blauanteil zu Wachheit,
bedingt durch die unterdrückte Ausschüttung des Hormons Melatonin. Eine
Reduzierung des Blauanteils am Nachmittag entspricht dem natürlichen
Verlauf des Tageslichts, lässt die körpereigene Ausschüttung des
Melatonins steigen und unterstützt so die Verstetigung des Schlaf-Wach-
Rhythmus. Die positiven Auswirkungen durch den Einsatz neuer
Beleuchtungstechnologien wurden mit Beteiligung von Fraunhofer UMSICHT in
zwei Projekten bestätigt.

Am 8. März um 14 Uhr informiert die Veranstaltung UMSICHT: Zur Sache! bei
Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen über die Hintergründe und Chancen dieses
noch jungen Arbeitsfelds künstlicher Beleuchtung. Unter dem Titel »Beste
Tagesform mit dem richtigen Licht« berichten Experten über den technischen
und medizinischen Stand der Dinge und erläutern, was bei der Planung und
Installation zu berücksichtigen ist. U. a. werden Ergebnisse, die im
Rahmen einer Untersuchung in einer Wohnstätte für Menschen mit
demenziellen Erkrankungen sowie im Bereich der Schichtarbeit in der
Automobilproduktion erreicht wurden, vorgestellt. Dazu besteht die
Möglichkeit, Informationen auszutauschen und mit den Akteuren zu
diskutieren. Durch die Veranstaltung führt Prof. Dietrich Grönemeyer vom
Grönemeyer Institut für MikroTherapie, Bochum.

Die Reihe

Die Reihe »UMSICHT: Zur Sache!« richtet sich an Personen aus den Bereichen
Geschäftsführung, Betriebsleitung, technische Planung und Beratung,
Medien, an Entscheider in der öffentlichen Verwaltung, an Mitarbeitende
aus Forschung und Entwicklung sowie an fachlich interessierte
Privatpersonen. Studierende und Absolvent/innen entsprechender
Fachrichtungen sind gern willkommen.

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IG ZeitOptimisten – Wirtschaftsimpulse aus Zofingen

Zeitzeichen Wirtschaftsimpulse Zofingen
Zeitzeichen Wirtschaftsimpulse Zofingen
Am 16. Januar 2018 fand im Stadtsaal Zofingen die Erstausgabe von «Zeitzeichen – Wirtschaftsim-pulse aus Zofingen» statt.

Eine grosse Zahl interessierter Teilnehmer, kompetente Einstiegsreferate und ein äusserst anregen-des Podiumsgespräch haben wesentlich zum fulminanten Start von «Zeitzeichen» beigetragen. Die drei Referenten Domagoj Arapovic, Senior Economist der Raiffeisen Gruppe, PD Dr. Tobias Straumann der Universität Zürich und Ivo Muri, der renommierte Zeitforscher aus Sursee, haben sich als kompetente und anregende Fachpersonen erwiesen.

Als nächster Anlass findet «Zeitzeichen – Gesundheitsimpulse» unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Mattig, Direktor der Gesundheitsförderung Schweiz, am 21. Juni 2018 in Bern statt. Im zweiten Halbjahr folgen die Bildungsimpulse aus Gondo und die Friedensimpulse aus Luzern.
Die IG ZeitOptimisten scheinen bereits mit der ersten Veranstaltung den Nerv der Zeit richtig erfasst zu haben.
Die Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link:
https://www.youtube.com/watch?v=xogiAlVrtuw&t=1858s

Konsultieren Sie auch regelmässig unsere Webseite www.zeitzeichen.ch.

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EOS Schulden-Studie 2017
 Mentalitätsvergleich: Vor allem Deutsche sind „Immobilienschuldner“


  • Schuldnertypen: In Russland viele „Gelegenheitsschuldner“, in den USA viele „Schuldenjunkies“
  • „Schuldenvermeider“ in allen untersuchten Ländern auf Platz eins
  • Trend: Immer mehr „Sorglose“ unter den US-Amerikanern
 
55 Prozent der Russen sind „Schuldenvermeider“ und liegen damit noch vor den Deutschen (45 Prozent) und US-Amerikanern (37 Prozent). Die „EOS Schulden-Studie“ 2017 zeigt, wie unterschiedlich Menschen im internationalen Vergleich mit Schulden umgehen. Im Auftrag des Finanzdienstleisters EOS führte das Meinungsforschungsinstitut forsa eine repräsentative Online-Befragung in Deutschland, den USA und Russland durch. Die Studie identifiziert fünf verschiedene Schuldnertypen: Den „Sorglosen“, den „Schuldenjunkie“, den „Gelegenheitsschuldner“, den „Immobilienschuldner“ und den „Schuldenvermeider“.
 
Die Zahlen: Schuldnertypen im Ländervergleich 
„Schuldenvermeider“ sind zwar in allen drei Ländern in der relativen Mehrheit – klare Unterschiede lassen sich aber auf den zweiten Plätzen erkennen: Typisch für Deutschland ist der „Immobilienschuldner“, der grundsätzlich keine Schulden machen möchte, aber Kredite für den Erwerb von Wohneigentum häufig nicht als richtige Schulden ansieht. Er liegt hierzulande mit 36 Prozent auf Platz zwei – bemerkenswert im Vergleich zu den anderen Ländern, zumal der Anteil in Deutschland seit 2015 sogar noch um zehn Prozentpunkte angestiegen ist. „Die stabilen wirtschaftlichen Umstände und das günstige Zinsniveau erlauben vielen Deutschen die Verwirklichung ihres Traums vom Wohneigentum. Im Unterschied etwa zu den US-Amerikanern sind wir hierzulande jedoch zurückhaltender und wollen ungern weitere Kredite aufnehmen“, erläutert Klaus Engberding, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe. 
 
Tatsächlich liegen die „Sorglosen“, die auch mehrere Kredite zugleich bedienen, in den USA mit 29 Prozent auf Platz zwei, nur knapp hinter der Spitzenposition – aber bei einem Plus von neun Prozentpunkten seit 2015. Professor Manfred Güllner, Gründer und Geschäftsführer von forsa, erklärt die Hintergründe: „Amerikaner haben ein starkes Vertrauen in den Kredit. Gleichzeitig gibt es in den USA angesichts geringer staatlicher Absicherung im Gesundheitswesen und einem teilweise kostenpflichtigen Bildungssystem auch eine hohe Notwendigkeit, Schulden aufzunehmen.“
 
In Russland dagegen sind die „Gelegenheitsschuldner“ mit 27 Prozent der zweithäufigste Schuldnertyp. Jeder vierte Russe empfindet Schulden demnach als emotional belastend, ist aber dennoch bereit, in Notsituationen Ratenkredite aufzunehmen. Der Immobilienkredit spielt in Russland traditionell mangels Wohneigentum nur eine untergeordnete Rolle. „Die wirtschaftliche Situation ist in der ‚Ära Putin‘ für die Menschen im Alltag relativ stabil – wenn auch für viele auf niedrigem Niveau. Unsere Zahlen zeigen in den letzten zwei Jahren daher auch wenig Veränderung“, so Professor Güllner. Klaus Engberding ordnet die Bedeutung der Ergebnisse für EOS ein: „Die Studie macht gesellschaftliche und kulturelle Unterschiede transparent – für uns als internationaler Finanzdienstleister eine ideale Basis, um Schuldner weltweit noch besser zu verstehen und Lösungen im Interesse aller Beteiligten zu finden.“ 
 
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TU Berlin: 90 Jahre Wirtschaftsingenieurwesen – ein Erfolgsmodell

1927 schrieben sich die ersten Studierenden an der Technischen Hochschule
Berlin für den Studiengang „Wirtschaft und Technik“ ein, den Vorläufer des
heutigen Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen.

Er ist 90 Jahre alt, entwickelt sich prächtig, wird stetig erneuert, hat
starke Förderer und ist sehr gefragt. Diese beneidenswerten Kriterien kann
der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen (Wi.-Ing.) auf sich vereinen,
der seine Wurzeln an der Technischen Hochschule Berlin hat.
Prof. Dr. Willi Prion ist der Vater dieses Studiengangs in Deutschland. Er
hatte von 1925 bis zu seinem Tod 1939 eine Professur an der Technischen
Hochschule Berlin für das Fach Betriebswirtschaftslehre inne und erkannte,
dass es in der beruflichen Praxis von Ingenieuren Anforderungen gab, die
in der universitären Ausbildung nicht berücksichtigt wurden:
wirtschaftliches Wissen und Denken. Um diese Lücke zu schließen,
entwickelte er den Studiengang „Wirtschaft und Technik“, den Vorläufer des
heutigen Studiengangs Wi.-Ing., für den sich im Jahr 1927 die ersten 51
Studierenden an der Technischen Hochschule in Berlin einschrieben.

Die Geburtsstunde des Wi.-Ing.s war zugleich der Start einer
Erfolgsgeschichte. Heute wird der Studiengang an 32 Universitäten und fast
120 Fachhochschulen angeboten. Mit knapp 3000 Studierenden ist er der
größte der TU Berlin. Die Absolventinnen und Absolventen sind gefragt in
Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie in der
Wissenschaft.
Eng verbunden mit der Entwicklung des Studiengangs an der TU Berlin sind
zwei weitere Akteure. Nach dem Krieg hat sich Prof. Dr.-Ing. Horst Wagon,
der zwischen 1946 und 1975 Professor für Maschinenwesen an der TU Berlin
war, für die feste Verankerung des Studiengangs Wi.-Ing. an der TU Berlin
eingesetzt. Er entwickelte den Studiengang gemeinsam mit der neu
gegründeten Fakultät für Wirtschaftswissenschaften weiter. Das simultane
Studium von ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern ist bis
heute das prägende Element.
Sein Schüler, der spätere TU-Professor Dr.-Ing. Dr. h.c. Helmut Baumgarten
übernahm den Staffelstab, nachdem er 1976 dem Ruf als Professor für das
Fachgebiet Logistik an die TU Berlin gefolgt war. Über 20 Jahre prägte er
die Gemeinsame Kommission für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen
(GKWi) und sorgte für eine stetige Modernisierung des Studiengangs. Neben
den klassischen ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen wie
Maschinenbau oder E-Technik zog Baumgarten zukunftsweisende Vertiefungen
wie Informations- und Kommunikationssysteme, Energie- und Ressourcen oder
Logistik hinzu. „Der Wi.-Ing. braucht praxis- und zukunftsorientierte
Studieninhalte. Die Konstruktion unseres Studienmodells, dem sogenannten
Berliner Modell, ist daher entsprechend ausgelegt“, betont Helmut
Baumgarten. Nach seiner Pensionierung übernahm er noch die Akkreditierung
des Studiengangs im Rahmen des Bologna-Prozesses.
Das Berliner Modell ist Vorbild an vielen nationalen und internationalen
Hochschulen geworden. Sein Nachfolger in der GKWi ist Prof. Dr. Christian
von Hirschhausen, der den Studiengang zusammen mit seinem Team bereits auf
die Anforderungen zum hundertsten Geburtstag vorbereitet. „Die größte
Herausforderung ist hierbei die Digitalisierung und das Thema Industrie
4.0. Bereits heute hat die Digitalbranche den Maschinenbau als größter
Arbeitgeber in Deutschland überholt. Das Ausbildungskonzept muss sich
daran anpassen“, sagt Christian von Hirschhausen. Insbesondere der
Integrationsbereich – die Schnittstelle zwischen Management und Technik –
wird derzeit mit den Themen Big Data und Künstliche Intelligenz fit für
die Zukunft gemacht. Auch die Frauenquote, die bislang bei 27 Prozent
liegt und damit die höchste unter den MINT-Fächern ist, soll weiter erhöht
werden. Die Internationalität des Studienangebots wird stetig durch
mittlerweile knapp 300 Austauschverträge und fünf Doppelmasterangebote
sowie den Alliance4Tech European Campus verbessert. Das Curriculum muss
sich aber auch zu Hause in Form von mehr englischsprachigen
Lehrveranstaltungen und interkultureller Kompetenz anpassen. „Der
Studiengang ist international ein Erfolgsmodell, weil es ihn in dieser
Form mit der Schnittstelle Wirtschaft, Integration und Technik nirgendwo
gibt“, so von Hirschhausen. „Natürlich stehen wir international im
Wettbewerb mit anderen Hochschulen und müssen uns daher immer
weiterentwickeln.“

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen aus heutiger Perspektive im
Video unter https://www.youtube.com/watch?v=D70SziEaIxg
Die Studierenden Victoria Czempinski und Bobby Xiong erzählen, warum sie
Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin studieren und was sie besonders
an dieser Fachrichtung fasziniert.

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