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Vermischtes

Aus Forschung wächst Zukunft: IGZ feiert 100 Jahre gartenbauwissenschaftliche Forschung am Standort Großbeeren

Mit einem Festakt feierte das Leibniz-Institut für Gemüse- und
Zierpflanzenbau (IGZ) am 2. Oktober das 100-jährige Jubiläum des
gartenbauwissenschaftlichen Forschungsstandorts Großbeeren.

Rund 150 Teilnehmende – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Landes- und
Bundespolitik, Wissenschaft und gartenbaulicher Praxis sowie Mitarbeitende
des Instituts – kamen unter dem Motto „Aus Forschung wächst Zukunft – für
nachhaltige und resiliente Agrar- und Lebensmittelsysteme im Gartenbau“
zusammen. Das IGZ beleuchtete seine bewegte Geschichte und richtete den
Blick auf Perspektiven für die Zukunft des Forschungsinstituts.

Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes
Brandenburg, Dr. Manja Schüle, lobte die Arbeit des Instituts:
„Seit 100 Jahren wird in Großbeeren zum Gartenbau geforscht – länger als
irgendwo sonst in Deutsch-land. Die Forschung am Standort hat den Wandel
der Agrarwenden ebenso überdauert wie den der politischen Agenden und der
Generationen – und ist damit ein Garant für Beständigkeit in der
Forschung. Bis heute ist das Leibniz-Institut für Gemüse- und
Zierpflanzenbau bundesweit das einzige Institut, das sich explizit und
umfassend auf Gartenbauwissenschaften fokussiert. Ich bin überzeugt: Ohne
das IGZ werden wir keine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen –
von Klimaresilienz über Biodiversität bis zu Ernährungssicherheit – lösen
können. Für uns als Landesregierung ist das IGZ daher ein unverzichtbarer
Partner, vor allem in Strategieprozessen. Und gerade in diesen Zeiten
brauchen wir eine starke, evidenzbasierte und freie Wissenschaft mehr denn
je. Wir alle tragen die Verantwortung, die Wissenschaft zu schützen –
darin liegt unsere gemeinsame Stärke und unsere Verpflichtung für die
Zukunft!“

Prof. Dr. Dr. Markus Schick, Staatssekretär im Bundesministerium für
Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, unterstrich die zentrale Rolle des
IGZ für den Gartenbau in Deutschland:
„Das IGZ ist in Deutschland ein Leuchtturm der Gartenbauwissenschaft. Hier
werden wissenschaftliche Grundlagen und Methoden für den Gartenbau
erarbeitet. Die Forschungsergebnisse tragen dazu bei, den Gartenbau in
Deutschland zu stärken und den Ernährungswert seiner Erzeugnisse weiter zu
erhöhen.“

Die Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Martina Brockmeier,
würdigte die Leistung des Instituts:
„Das IGZ hat sich in den vergangenen Jahren dank Neustrukturierung und
personeller Stärkung zu einem leistungsstarken, modern geführten und
international sichtbaren Institut entwickelt."

Christian Ufen, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau im
Zentralverband Gartenbau e. V., betonte die Bedeutung der Verbindung von
Forschung und Praxis:
„Den Herausforderungen der Praxis wird mit Ideen und Innovationen
begegnet. Am Anfang steht dabei Forschung und Wissenschaft. Stetig neue
Erkenntnisse gepaart mit der Erfahrung aus der Praxis führen dann zu den
Lösungen.“

Wissenschaftliche Direktorin Prof. Dr. Nicole van Dam hob die Verbindung
von Forschung und gesellschaftlichen Bedürfnissen hervor:
„100 Jahre Forschung am Standort Großbeeren zeigen, wie wichtig der
Gartenbau für Gesellschaft und Wissenschaft ist. Mit dem künftigen Namen
‚Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften‘ schärfen wir unser Profil
und unterstreichen unseren Anspruch, zentrale Impulse für einen
nachhaltigen, ressourcenschonenden und zukunftsfähigen Gartenbau zu
geben.“

Verwaltungsleiter Markus Randig erinnerte an die Bedeutung verlässlicher
Rahmenbedingungen:
„Forschung braucht Kontinuität, Verlässlichkeit und starke Partnerschaften
– all das prägt die Geschichte dieses Hauses. Ich sehe es als unsere
Aufgabe, den Rahmen zu schaffen, in dem exzellente Wissenschaft gedeihen
kann: durch eine erstklassige Infrastruktur, verlässliche Finanzen und
eine Kultur der Zusammenarbeit. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden und
Partner*innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik wollen wir auch in
Zukunft die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das IGZ seine Rolle als
führendes Institut für Gartenbauwissenschaften erfüllen kann.“

Eingerahmt wurde der Festakt von einem Rückblick auf die lange
Forschungstradition des Standorts durch Prof. Dr. Monika Schreiner und
Prof. Dr. Nicole van Dam. Aus den Moorversuchsfeldern von 1925 hat sich
Großbeeren zu einem international anerkannten Forschungszentrum
entwickelt. Heute richtet das Institut seinen Blick nach vorn und stellt
sich den globalen Herausforderungen von Klimawandel,
Biodiversitätsverlust, Ernährungssicherheit und Ressourceneffizienz für
den Gartenbau.

Eine Auswahl der Veranstaltungsfotos steht ab 14:30 Uhr unter folgendem
Link zur Verfügung: https://cloud.igzev.de/s/NLZA7HdC5KWyWCF.

Eine kurze Übersicht zur Institutsgeschichte findet sich hier:
https://igzev.de/institut/geschichte

Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ)
Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) e.V. ist ein
Forschungsinstitut der Leibniz-Gemeinschaft und trägt mit wissenschaftlich
fundierten Erkenntnissen aus der Grundlagen- und Anwendungsforschung im
Gartenbau zur Lösung aktueller globaler Herausforderungen bei. Dazu
gehören der Erhalt der Biodiversität sowie die Bekämpfung des Klimawandels
und eine nach wie vor weitverbreitete Fehlernährung. Das Institut wird
gemeinschaftlich durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und
Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) und das Bundesministerium für
Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) finanziert. Das IGZ hat
seinen Sitz in Großbeeren.

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HDZ NRW wird offizielles Ausbildungszentrum für erweiterte Wiederbelebung

Das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, wurde von der
American Heart Association (AHA) als offizielles Ausbildungszentrum für
„Advanced Cardiovascular Life Support“ (ACLS) anerkannt. Damit kann das
Zentrum ab dem kommenden Jahr eigenständig nach weltweitem Standard der
amerikanischen Fachgesellschaft zertifizierte Fortbildungen zur
erweiterten klinischen Wiederbelebung durchführen.

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Was unterscheidet einen Anwalt für Einwanderungsfragen von einem Allgemeinanwalt?

Bei der Lösung rechtlicher Fragen in Deutschland stehen viele Ausländer vor der Wahl: Soll man sich an einen Fachanwalt mit breitem Profil oder an einen Anwalt für Einwanderungsrecht wenden? Obwohl beide lizenzierte Juristen sind, gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen ihnen, der sich direkt auf den Ausgang des Falles auswirkt.

Spezialisierung und Fachwissen

Ein Anwalt für Einwanderungsfragen ist ausschließlich oder überwiegend auf Migrationsrecht (Ausländerrecht, Migrationsrecht) spezialisiert. Er befasst sich täglich mit Visa, Aufenthaltsgenehmigungen, Daueraufenthaltsgenehmigungen, Staatsbürgerschaft, Abschiebungsverfahren und Ablehnungen. Ein solcher Anwalt kennt sich nicht nur mit den Gesetzen, sondern auch mit der Verwaltungspraxis, den Anforderungen der jeweiligen Ausländerbehörde und der Rechtsprechung bestens aus.

Ein Anwalt mit breitem Profil hingegen arbeitet in verschiedenen Rechtsgebieten: Zivil-, Familien-, Arbeits- und Vertragsrecht. Seine Kenntnisse im Bereich Migration sind in der Regel oberflächlich und berücksichtigen nicht die häufigen Änderungen der Gesetzgebung und der internen Anweisungen der Behörden.

Praktische Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Migrationsbehörden

Ein Einwanderungsanwalt arbeitet regelmäßig mit der Ausländerbehörde, dem BAMF, Konsulaten und Verwaltungsgerichten zusammen. Er weiß, welche Argumente wirklich funktionieren, welche Dokumente entscheidend sind und welche zweitrangig.

Ein Generalist mag zwar die gesetzlichen Vorschriften kennen, verfügt jedoch nicht über praktische Erfahrung im Umgang mit Migrationsbehörden, was häufig zu Verzögerungen oder Ablehnungen führt.

Recht auf Begleitung bei komplexen Verfahren

In Fällen von Ablehnung eines Aufenthaltsantrags, Abschiebung, Aufhebung des Status oder Einreichung einer Klage vor dem Verwaltungsgericht ist die Hinzuziehung eines Fachanwalts besonders wichtig. Er ist in der Lage, eine Verteidigungsstrategie zu entwickeln, Einsprüche (Widerspruch) und Klagen unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Migrationsrechts vorzubereiten.

Ein Anwalt ohne Spezialisierung beschränkt sich häufig auf allgemeine Beratungen und ist nicht immer bereit, die prozessuale Verantwortung zu übernehmen.

Für wen ist der Unterschied wichtig

Wenn es um Einwanderung, die Wahl des Aufenthaltsgrundes, die Verlängerung des Status oder den Schutz vor Ausweisung geht, sollte man einem Anwalt für Einwanderungsfragen den Vorzug geben. Dies verringert Risiken, spart Zeit und erhöht die Chancen auf ein positives Ergebnis.

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Neue Chancen, neue Adresse – was berufliche Umzüge mit sich bringen

Ein beruflicher Umzug bedeutet meistens einen doppelten Neuanfang. Der Wohnort ändert sich, gleichzeitig beginnt nicht zuletzt ein neues Tätigkeitsfeld mit neuen Inhalten und Abläufen. Wer beide Ebenen sorgfältig aufeinander abstimmt, macht sich weniger Stress und sorgt dafür, dass der Einstieg in neue Aufgaben nicht durch organisatorische Pannen ausgebremst wird.

Rahmenbedingungen klären, dann realistisch planen

Anfangen muss man zunächst mit dem Blick auf die berufliche Seite. Wichtige Fragen, die es hier zu klären gilt, betreffen etwa die Art der vertraglichen Bindung, die Dauer der Probezeit, die erforderliche Anwesenheit im Büro, Regelungen zu Homeoffice und die Länge der voraussichtlichen Pendelstrecke. Auf dieser Basis kann man dann entscheiden, ob ein kompletter Wohnortwechsel sinnvoll ist oder ob es besser ist, zunächst einmal ein paar Monate zu pendeln und später vielleicht erst eine zweite Wohnung zu suchen.

Parallel sollte man auch den finanziellen Aspekt in den Blick nehmen. Ein berufsbedingter Umzug kann mit Mehrkosten für Mieten, Mobilität und Lebenshaltung verbunden sein, während gleichzeitig Umzugskosten anfallen und vielleicht auch für eine Übergangszeit die Doppelbelastung durch Mieten entsteht.

Rolle von Dienstleistern und Eigenleistung

Je nach Größe des Haushalts und der Entfernung lassen sich Umzüge selbst organisieren oder mit einem Dienstleister durchführen. Daneben spielen natürlich auch Kosten, die Etagenlage, die Verfügbarkeit von Helfenden, die Fristvorgaben des Vermieters und die eigene körperliche Belastbarkeit eine Rolle. Ein professioneller Anbieter übernimmt in der Regel den Transport, die Tragearbeiten, gegebenenfalls auch die Demontage und Montage der Möbel und koordiniert die Abläufe am Umzugstag. Besonders hilfreich ist das, wenn für den Umzug nur kurze Zeitfenster zur Verfügung stehen. Ein zuverlässiges und erfahrenes Umzugsunternehmen erstellt in der Regel nach einer Vorbesichtigung ein detailliertes Angebot, erfasst das Umzugsgut, schlägt die passenden Fahrzeuggrößen vor und hilft bei der Einrichtung von Halteverbotszonen, damit das Zu- und Abfahren vor dem eigenen Zuhause oder am neuen Wohnort gesichert ist.

Checkliste zwischen alter und neuer Stadt

Beruflich bedingte Umzüge erfordern ein genaues Timing. Viele Ratgeber empfehlen, als erstes den Tag festzulegen, an dem die neue Arbeit beginnt, dann den Einzugstermin und schließlich rückwärts zu planen, wie immer das auch geht. Typische Stationen sind Kündigung des alten Mietvertrages, Abschluss des neuen Mietvertrages, Beantragung von Urlaub für den Umzugstag, Angebote einholen, Dienstleister auswählen und rechtzeitig mit dem Packen der Dinge beginnen, die man nicht täglich braucht.

Zur Wohnungssuche kommen noch die Standortfaktoren hinzu. Pendelzeiten, Anbindung an den ÖPNV, Parkplätze, Kita oder Schulplätze in der neuen Umgebung, ärztliche Versorgung müssen ebenso geprüft werden wie Mietniveau und Lebenshaltungskosten. Wer im Schichtdienst arbeitet oder häufig zu Dienstreisen unterwegs ist, sollte besonders auch auf die Anbindung zu Bahnhöfen oder Flughäfen achten sowie auf verlässliche Verbindungen zu den ungewohnten Zeiten.

Arbeitgeber und Familie

Beruflich bedingte Umzüge betreffen in der Regel nicht nur die umziehende Person. Arbeitgeber sind oft bereit, etwas zu helfen – etwa durch Unterstützung bei Umzugskosten, zusätzliche Urlaubstage oder Übergangsregelungen zur Arbeitszeit, wenn dies vertraglich geregelt ist oder freiwillig schon länger praktiziert wird. Eine offene Abstimmung über Einzugstermin, erste Arbeitstage und mögliche Einschränkungen im Arbeitsablauf zu Beginn erleichtert die Planung auf beiden Seiten.

In Familienhaushalten kommen hier noch weitere Regelungen ins Spiel. Schulwechsel, Kita-Plätze, Betreuungszeiten und Arbeitszeiten anderer Familienmitglieder müssen in den gemeinsamen Plan einfließen. Vielleicht sind Übergangsregelungen sinnvoll, bei denen eine Person des Haushalts vorübergehend pendeln kann, weil Kinder noch das Schuljahr an ihrem bisherigen Ort beenden oder weil Partner ihre berufliche Lage erst zeitversetzt anpassen lassen können.

 

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