Gegen den Wind: Baltic Thunder der HAW Kiel holt zweiten Platz beim „Racing Aeolus“

Das studentische Team „Baltic Thunder“ der HAW Kiel feierte beim
Internationalen Gegenwindrennen „Racing Aeolus“ in Den Helder einen
historischen Erfolg: Zum ersten Mal knackte der selbst entwickelte Boliden
BT100 die 100-Prozent-Marke der WACH-Zahl (104,4 %) und fuhr schneller als
der Gegenwind. Mit einem Rekordlauf von 70,2 Sekunden (25,6 km/h) sicherte
sich das Team den „Fastest Run“-Sieger. Obwohl ein ungünstiger
Windschatten im zweiten Rennen den Gesamtsieg verhinderte, erreichte
„Baltic Thunder“ den zweiten Platz im Gesamtklassement. Zudem gewann das
Team zum dritten Mal in Folge den Innovation Award für innovativen
Leichtbau und optimierte Aerodynamik.
Großer Erfolg für das studentische Team „Baltic Thunder“ der HAW Kiel:
Beim Internationalen Gegenwind-Rennen „Racing Aeolus“ im niederländischen
Den Helder knackt das Team zum ersten Mal die 100 Prozent-Marke und ist
schneller als der Gegenwind. Gleichzeitig sicherte sich „Baltic Thunder“
zum dritten Mal in Folge den Innovation Award und erreichte den zweiten
Platz im Gesamtklassement.
Hinter dem Erfolg steckt ein Jahr intensiver Entwicklungsarbeit. Unter der
Leitung von Teamkapitän Erik Semklo konstruierten und bauten die
Studierenden im interdisziplinären Team ihren neuen Boliden vollständig in
Eigenregie. Das erklärte Ziel: ein Fahrzeug, das allein durch Gegenwind
angetrieben schneller fährt als der Wind selbst. Gemessen wird dies mit
der sogenannten WACH-Zahl, dem Verhältnis von Fahrzeug- zu
Windgeschwindigkeit. In der „Endurance“ müssen die Fahrzeuge eine 500
Meter lange Strecke auf dem Deich von Den Helder absolvieren. Der
diesjährige Baltic Thunder 100 (BT100) sollte endlich die 100 Prozent
knacken und somit schneller als der Gegenwind fahren.
Bereits am ersten Renntag stellte der neue BT100 im Starterfeld von fünf
teilnehmenden Teams sein Potenzial unter Beweis: Mit einer WACH-Zahl von
104,4 Prozent übertraf er die angestrebte Marke deutlich. Gleichzeitig war
das Fahrzeug im „Fastest Run“ nicht zu schlagen: Die 500 Meter absolvierte
es in 70,2 Sekunden, entsprechend einer Geschwindigkeit von 25,6 km/h.
Damit lag der BT100 zunächst auf Kurs zum Gesamtsieg vor dem stärksten
Konkurrenten aus Amsterdam.
Am zweiten Renntag fiel die Entscheidung in den „Drag Races“ auf der 100
-Meter-Strecke. Die ungünstige Positionierung im Windschatten eines
schwächeren Konkurrenten verhinderte es, den Geschwindigkeitsvorteil des
HAW-Fahrzeugs in diesem Lauf auszuspielen und mit einer weiteren
Niederlage gegen die Niederländer rückte der Gesamtsieg für das Kieler
Team in weite Ferne. Auch die erhofften stärkeren Windbedingungen für die
anschließende „Endurance“ blieben aus. Dennoch kämpfte sich „Baltic
Thunder“ am dritten Renntag mit weiteren Läufen über der 100-Prozent-Marke
zurück und sicherte sich am Ende den zweiten Platz hinter den
Titelverteidigern aus Amsterdam.
Innovation Award für Leichtbau und Aerodynamik
Auch technisch überzeugte der BT100 die Jury: Das neue Monocoque-Konzept
reduziert das Gewicht deutlich und stellte zugleich hohe Anforderungen an
die Aerodynamik. Da das Cockpit nicht mehr durch einen zweiten Rotor
abgeschirmt wird, spielte die Minimierung des Luftwiderstands eine
zentrale Rolle bei der Entwicklung. Die Kombination aus konsequentem
Leichtbau und aerodynamischer Optimierung überzeugte die Jury – und
bescherte „Baltic Thunder“ zum dritten Mal in Folge den Innovation Award.
„Es waren unglaublich spannende und lehrreiche Tage. Umso mehr freue ich
mich für unser Team, dass wir die 100-Prozent-Marke geknackt haben. Das
war ein historischer Moment und wir können als Team sehr stolz auf uns
sein“, resümiert Co-Kapitänin Ronja Pohlan.
Über das Racing Aeolus:
Das „Racing Aeolus“ ist das größte internationale Gegenwindrennen der
Welt. Jährlich treffen sich Hochschulteams am Deich von Den Helder, um
ihre selbst entwickelten und gebauten Gegenwindfahrzeuge auf einer 500
-Meter-Strecke zu testen. Die Wettbewerbskategorien umfassen „Endurance“,
„Fastest Run“, „Drag Race“ und den Innovation Award. Die WACH-Zahl ist das
entscheidende Maß für die Effizienz der Fahrzeuge. Weitere Informationen:
www.racingaeolus.org.
