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Dampfen ist nicht gleich Rauchen

Dampfen ist nicht gleich Rauchen Symbolbild
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Dampfen ist nicht gleich Rauchen Symbolbild
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Das Vapen oder Dampfen wird immer beliebter und löst zunehmend das traditionelle Rauchen von Zigaretten ab. Während der Anteil der Raucher in der Bevölkerung aufgrund diverser Regulierungen und Aufklärungskampagnen seit Jahrzehnten rückläufig war, boomt seit einigen Jahren das Geschäft mit Tabakersatzprodukten und den zugehörigen Geräten.

Sogenannte Vaporizer, E-Shishas, Tabak- und Kräutererhitzer oder schlicht Verdampfer ermöglichen den Konsum von Tabak und Tabakersatzprodukten, ohne dass die Inhaltsstoffe verbrannt werden. Stattdessen werden sie mit viel geringerer Temperatur verdampft, was viele Experten und Konsumenten für deutlich weniger gesundheitsschädlich halten, als das klassische Rauchen.

Da es sich um einen expandierenden Milliardenmarkt handelt und zahlreiche Produkte noch relativ neu sind, ist es für Interessierte und Konsumenten nicht leicht, den Überblick zu behalten. Dieser Artikel möchte daher eine Orientierung bieten sowie die Vor- und Nachteile der diversen Produkte kurz besprechen.



Die verwirrende Produktvielfalt auf dem Markt



Derzeit gibt es viele unterschiedliche Produkte auf dem Markt für Tabakerzeugnisse und -konsum und es kommen immer neue hinzu. Während in der Anfangszeit die E-Zigarette mit ihren E-Liquids dominierte, entwickelten immer mehr Hersteller zuletzt Verdampfer beziehungsweise Erhitzer für echten Tabak, wie den Glo neo auf tabak-welt.de.
Man die Geräte daher nach der Art der verdampften Inhaltsstoffe unterteilen in solche, die für das Verdampfen von (E-)Liquids konzipiert wurden und solche, die feste Inhaltsstoffe wie Tabak oder Kräutermischungen verdampfen. Letztere können wiederum nach dem Kriterium differenziert werden, ob sie ausschließlich bestimmte Tabaksticks verdampfen können, oder ob die Nutzer ihre Inhaltsstoffe selbst einlegen können. Geräte für bestimmte Tabaksticks erkennt man häufig nur an ihrem Markennamen oder der Produktbeschreibung.

Aber auch die Bezeichnungen für die anderen beiden Geräteklassen sind bisher nicht verbindlich definiert. Es hat sich zwar eingebürgert, Geräte für E-Liquids als E-Zigaretten zu bezeichnen, aber auch die Bezeichnung als E-Shisha ist geläufig. Geräte, mit denen Kräutermischungen, Tabak oder auch Cannabis verdampft werden, werden oft lediglich als Vaporizer bezeichnet, was allerdings auch der Oberbegriff für alle diese Geräte ist.



Der Unterschied zum Rauchen

 


Der Hauptunterschied liegt in der Prozedur des Verdampfens im Gegensatz zum Verbrennen von Tabak bei den klassischen Zigaretten. Verdampfer beziehungsweise Vaporizer arbeiten mit einstellbaren Temperaturen um 200 Grad und erzeugen daher keine – häufig krebserregenden – Verbrennungsprodukte. Der Dampf schmeckt außerdem milder und fühlt sich in den Atemwegen sanfter an als Rauch.

Der zweite große Unterschied liegt in der Verfügbarkeit zahlreicher unterschiedlicher Geschmacksrichtungen für Vaporizer. Insbesondere bei den E-Liquids gibt es eine Auswahl, die eher an ein gut sortiertes Eiscafé als an die vergleichsweise geringen Unterschiede verschiedener Tabaksorten erinnert. Auch wenn die exotischen und eher süßlichen Aromen dominieren, finden Anhänger kräftiger oder herber Aromen ebenfalls geeignete Liquids. Speziell E-Liquids ohne Nikotin gelten zudem als eine relativ vielversprechende Möglichkeit der Rauchentwöhnung. Beim Verdampfen von Kräutermischungen oder purem Cannabis wird ebenfalls weder Nikotin noch Teer freigesetzt.

Auch die Besteuerung sowie die Regulierung der Nutzung von Tabakersatzprodukten unterscheiden sich noch im Vergleich zu normalen Zigaretten, aber hier gleichen sich die Bedingungen zunehmend an.

Gesundheitsrisiken der neuartigen Verdampfer


Die gesundheitlichen Folgen des Konsums von E-Zigaretten und insbesondere der E-Liquids werden derzeit untersucht, ohne dass es hier schon zu abschließenden Ergebnissen gekommen ist. Kaum besser ist die Studienlage zum Verdampfen von Tabak oder Kräutermischungen.

Als relativ gesichert darf gelten, dass der kühlere Dampf angenehmer und weniger reizend für die Atemwege ist. Durch die fehlenden, krebserregenden Verbrennungsstoffe darf auch hier mit hoher Wahrscheinlichkeit von gesundheitlichen Vorteilen des Dampfens gegenüber dem Rauchen ausgegangen werden. Es fehlen jedoch Langzeitstudien und die Vielfalt der verfügbaren Produkte, Temperatureinstellungen sowie stark variierendes Konsumverhalten der Nutzer machen allgemeingültige Aussagen schwer.

E-Liquids oder Kräutermischungen ohne Nikotin und Teer eliminieren die negativen Folgen zumindest dieser Stoffe, haben aber oft chemische Aromazusätze, deren Auswirkungen wiederum kaum erforscht sind. Einige besonders gefährliche Zusatzstoffe wurden mittlerweile verboten, sodass E-Liquids und Kräutermischungen mit verbesserter Informationslage auch zunehmend gesünder werden dürften. Bisher spricht allerdings auch nichts dafür, diesen Produkten eine Unbedenklichkeitsbescheinigung auszustellen – auch wenn viele junge Menschen sich derzeit anscheinend so verhalten. Interessenten und passionierten Dampfern kann daher nur geraten werden, die Studienlage im Blick zu behalten, möglichst auf aggressive Chemikalien zu verzichten und in Maßen zu dampfen.