Historisches Zentrum Duisburg: Podiumsgespräch „Mehr Kultur wagen – die aktuelle Lage der Kultur in Duisburg“ im Stadtarchiv
Das Historische Zentrum Duisburg lädt am Donnerstag, 10. September, um
18 Uhr ins Stadtarchiv am Karmelplatz 5 am Innenhafen zum Auftakt der
neuen Gesprächsreihe „Mehr Kultur wagen!“ ein. Im Fokus steht die Frage,
welche Bedeutung Erinnerung für eine Stadtgesellschaft hat und wie
Geschichtskultur und die zugehörige Infrastruktur gerade in Zeiten
zunehmender gesellschaftlicher Pluralisierung und knapper öffentlicher
Kassen bewahrt werden können.
Auf dem Podium diskutieren Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn, Alexander
Drehmann, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Duisburg, Martin
Ahlers, Redakteur der WAZ Duisburg, Anne Niezgodka vom Archiv für
alternatives Schrifttum (afas), Dr. Andreas Pilger, Leiter des Stadtarchivs
Duisburg sowie Dr. Andrea Gropp, kommissarische Leiterin des Kultur- und
Stadthistorischen Museums Duisburg.
Geschichte ist überall: in Gebäuden und Straßen, in Archiven und Museen,
in Familiengeschichten und persönlichen Erinnerungen. Doch eine
Stadtgesellschaft erinnert sich nicht automatisch gemeinsam: „Welche
Geschichten werden öffentlich sichtbar, welche bleiben unerzählt? Und wie
kann eine vielfältige Stadt wie Duisburg unterschiedliche Erfahrungen und
Perspektiven auf ihre Vergangenheit zusammenbringen, um eine
gemeinsame Identität zu schaffen?“
Auch die Rolle von Museen und Archiven wird in den Blick genommen:
Können Orte, an denen Originale bewahrt, Quellen geprüft und Geschichte
kritisch diskutiert wird, in Zeiten von Fake News, sozialen Medien und
künstlicher Intelligenz einen Beitrag zu Vertrauen und demokratischer Kultur
leisten? Die Diskussion richtet den Blick zugleich nach vorn: „Wie soll
Duisburgs Erinnerungskultur in zehn Jahren aussehen? Was muss sich
verändern und was muss bleiben, damit die Stadt ihr kulturelles Gedächtnis
auch in Zukunft bewahren und weiterentwickeln kann?“
Die Veranstaltung bildet den Auftakt der Reihe „Mehr Kultur wagen!“. Das von
städtischen und nichtstädtischen Kultureinrichtungen sowie
zivilgesellschaftlichen Akteuren getragene Gesprächsformat möchte den
Blick auf Kultur als Teil eines größeren Ganzen richten: auf ihre
Verbindungen zu Bildung, Wirtschaft, Demokratie, Stadtentwicklung,
gesellschaftlichem Zusammenhalt und Lebensqualität.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
