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Warum geschlechtersensible Medizin Leben rettet: Leopoldina-Vorlesung mit Gendermedizinerin Ute Seeland

Frauen sterben an ihrem ersten Herzinfarkt deutlich häufiger als Männer.
Eine mögliche Ursache ist, dass der Infarkt bei Frauen seltener als
solcher erkannt wird, denn die Symptome sind oft andere als bei Männern.
In der Medizin ist es wichtig, die Geschlechterunterschiede zu kennen, um
Krankheiten richtig zu diagnostizieren und zu behandeln. Die
Gendermedizinerin Ute Seeland rückt dieses Thema in den Fokus. Am
Mittwoch, 17. Juni spricht sie an der Nationalen Akademie der
Wissenschaften Leopoldina in Halle (Saale) über ihre Forschung und ihre
Arbeit als Leiterin der deutschlandweit ersten Hochschulambulanz für
geschlechtersensible Medizin.

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Unsichtbare Todesursache Sepsis: Warum Deutschland ein Wahrnehmungsproblem hat

Sepsis verursacht jedes Jahr etwa 140.000 Todesfälle, Hunderttausende
Langzeitfolgen und Kosten von über 30 Milliarden Euro. Doch Deutschland
hat ein Wahrnehmungsproblem. Die WHO-Forderung nach konsequenter
Verwendung des Begriffs „Sepsis“ wird seit 2017 nur unzureichend
umgesetzt. In Medien, Gesundheitsberichterstattung und öffentlicher
Kommunikation wird die Erkrankung häufig nicht ausdrücklich benannt.

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