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„Gemeinsam. Jetzt erst recht!“ – Kampagne zum Welt-Aids-Tag setzt Zeichen gegen Ausgrenzung

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Mit dem Motto „Gemeinsam. Jetzt erst recht!“ würdigt die diesjährige Welt-
Aids-Tags-Kampagne Personen, die sich in besonderer Weise für Menschen mit
HIV einsetzen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, die Deutsche
AIDS-Stiftung und die Deutsche Aidshilfe wollen damit ein Zeichen der
Solidarität und Ermutigung setzen – auch angesichts der Krise bei den
globalen Maßnahmen gegen HIV/Aids. In Deutschland leben etwa 100.000
Menschen mit HIV. Dank der medizinischen Versorgung können sie leben wie
andere auch, Diskriminierung ist aber noch immer weit verbreitet.



Mit dem Motto „Gemeinsam. Jetzt erst recht!“ würdigt die diesjährige Welt-
Aids-Tags-Kampagne Personen, die sich in beeindruckender Weise für
Menschen mit HIV einsetzen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
(BIÖG), die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und die Deutsche Aidshilfe (DAH)
wollen damit ein Zeichen der Solidarität und der Ermutigung setzen – auch
angesichts der Krise bei den globalen Maßnahmen gegen HIV/Aids.

Seit dem vergangenen Jahr gefährden drastische Kürzungen in diesem Bereich
das Leben und die Gesundheit von Millionen Menschen. Zugleich wächst in
vielen Ländern die Feindlichkeit gegenüber den von HIV besonders stark
betroffenen Gruppen, etwa schwulen Männern, trans Personen und Menschen
aus Ländern, in denen HIV besonders häufig vorkommt. Vielen Menschen
machen diese Entwicklungen Angst. Diese Kampagne soll Mut machen und zum
Engagement inspirieren.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für
Öffentliche Gesundheit: „In Deutschland leben etwa 100.000 Menschen mit
HIV. Durch die gute medizinische Versorgung können die meisten leben wie
andere Menschen auch. Diskriminierung ist aber leider immer noch weit
verbreitet. Unsere Kampagne ist daher auch ein Zeichen der Wertschätzung
gegenüber allen, die sich für Solidarität und Menschenrechte einsetzen.
Durch ihre beeindruckenden Taten können sie andere inspirieren,
Solidarität fördern und zur Resilienz in schweren Zeiten beitragen.“

Winfried Holz vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe: „Die Engagierten in
der Kampagne führen uns allen vor Augen, was unerschütterliches Engagement
bewirken kann. Sie machen aber auch deutlich: Die Politik muss die Weichen
stellen, und die Unterstützung aus der Gesellschaft ist unverzichtbar. Von
Politik bis zum Partygespräch: Überall geht es darum, für Menschenrechte
einzustehen und Ausgrenzung laut und deutlich zu widersprechen.“

Anne von Fallois, Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung: „Wir
erleben, wie Leben, Gesundheit und Freiheitsrechte von immer mehr Menschen
in Gefahr geraten. Die Kampagne erinnert daran, dass es darauf nur eine
Antwort geben kann: gelebte Solidarität. Die Menschen in der Kampagne sind
Vorbilder, denen hoffentlich viele nacheifern werden.“

Außergewöhnliches Engagement
Die Heldinnen und Helden der Kampagne zeigen dabei vielfältige Gesichter
dieser Solidarität und Resilienz:

•               „Stell dir vor, du kämpfst für jede Tablette.“ – Cami,
selbst HIV-positiv, sammelt mit Unterstützung deutscher Verbündeter Geld,
um Therapielücken in Kolumbien zu überbrücken.
•               „Stell dir vor, du wurdest fast umgebracht und heute
hilfst du anderen.“ – Edward wurde als schwuler Mann in Uganda verprügelt
und gefoltert. Seine Antwort: Er baute eine Hilfsorganisation für queere
Menschen auf, die auch medizinische Hilfe für HIV-positive Menschen
leistet.
•               „Stell dir vor, ein Gespräch mit dir schützt zwei Leben.“
– Sonia berät HIV-positive Frauen, viele davon schwanger – und trägt so
dazu bei, dass HIV nicht auf die Kinder übertragen wird.
•               „Stell dir vor, trotz Krieg hilfst du weiter.“ – Yana
wurde in der Ukraine mit HIV geboren und baute eine Hilfsorganisation für
HIV-positive Teenager auf – in Kriegszeiten ist deren Unterstützung umso
wichtiger.
•               „Stell dir vor, du ziehst Vorurteilen den Zahn.“ – Dr.
Ralf Hausweiler, Vize-Präsident der Bundeszahnärztekammer, setzt sich
gegen Vorurteile in der Zahnmedizin ein. Um Übertragungsängste und
Verunsicherungen abzubauen, entwickelt die Deutsche Aidshilfe mit der
Bundeszahnärztekammer Aufklärungsmaterialien und Fortbildungen.
•               „Stell dir vor, du fliegst einfach weiter.“ – Sven zeigt
als HIV-positiver Pilot, dass Menschen mit HIV in jedem Job arbeiten
können wie alle. Er setzt sich dafür ein, dass Menschen mit HIV weltweit
auch Pilotinnen und Piloten werden können.
•               „Stell dir vor, du hilfst, wo niemand mit dir rechnet.“ –
Die Franziskanerinnen Schwester Juvenalis und Schwester Hannelore
begleiten seit den 90er Jahren in Berlin sterbende aidskranke Menschen –
und sind als katholische Nonnen starke Verbündete der queeren Community
geworden.

„Stell dir vor“ – mit dieser Aufforderung fordert die Kampagne Menschen
dazu auf nachzuempfinden, was diese Vorreiterinnen und Vorreiter an
Empathie und Energie mobilisiert haben und selbst aktiv zu werden: Indem
sie zum Beispiel bei Vorurteilen widersprechen, die Geschichten teilen
oder Hilfsorganisationen unterstützen.

Die Kampagne
Die Kampagne startet heute mit einer großen Vielfalt an Material. Dazu
gehören Innenraumplakate, ein Faltblatt, Aufkleber und verschiedene Give-
aways. Die Kampagne wird außerdem in ausgewählten Städten auch im
öffentlichen Raum auf Digitaldisplays zu sehen sein. Unter dem Namen Welt-
Aids-Tag werden die Inhalte der Kampagne in den Sozialen Medien (Facebook,
Instagram und erstmals auch TikTok) ausgespielt und unter https://www
.welt-aids-tag.de gibt es weitere Infos.

Welt-Aids-Tag
Weltweit leben rund 41 Millionen Menschen mit HIV. Rund drei Viertel
erhalten bisher HIV-Medikamente, bei Kindern nur etwas mehr als die
Hälfte. Erstmals seit langer Zeit droht diese Quote aufgrund der Kürzungen
vieler Länder wieder zu sinken.
Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember ist seit 1988 der Tag der Solidarität mit
HIV-positiven Menschen und des Gedenkens an die an Aids Verstorbenen. Die
wichtigsten Ziele sind Zugang zu medizinischer Versorgung für alle
Menschen weltweit und ein diskriminierungsfreier Umgang.
Die Gemeinschaftskampagne von BIÖG, DAH und DAS soll Vorurteilen und
Berührungsängsten entgegenwirken sowie Diskriminierung abbauen.

Ansicht und Bestellung der Kampagnenmaterialien:
https://www.welt-aids-tag.de/fuer-alle/infomaterial/

Die Kampagne im Netz:
https://www.welt-aids-tag.de
Facebook: https://www.facebook.com/WeltAidsTag
Instagram: https://www.instagram.com/weltaidstag/
TikTok: https://www.tiktok.com/@weltaidstag

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche
Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.