Universitätsklinikum Dresden und Klinikum Chemnitz als Zentrum für Zell- und Immuntherapie akkreditiert
Die Akkreditierung bescheinigt ausgezeichnete medizinische Qualität bei
Therapie und Nachsorge. Rund 325 Stammzelltransplantationen und
Zelltherapien pro Jahr für Patientinnen und Patienten in ganz Sachsen.
Gemeinsames Zentrum zählt zu den leistungsstärksten Einrichtungen
Deutschlands. - Gemeinsame Medieninformation des Universitätsklinikums
Dresden und des Klinikums Chemnitz.
Dresden/Chemnitz – Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und
das Klinikum Chemnitz sind als gemeinsames Zentrum für Zell- und
Immuntherapie (CCI-CD) durch das Joint Accreditation Committee ISCT and
EBMT (JACIE) erfolgreich akkreditiert worden. Die Akkreditierung durch das
europäische Expertengremium bescheinigt dem CCI-CD mit dem Doppelstandort
Dresden-Chemnitz eine ausgezeichnete medizinische Qualität – von der
Stammzellgewinnung über die spezialisierte Laboraufbereitung bis hin zur
hochkomplexen Behandlung und Nachsorge der Patientinnen und Patienten. Mit
der engen fachlichen Verzahnung nimmt der Zentrumsverbund eine
Vorreiterrolle in der deutschen Krankenhauslandschaft ein.
„Die erfolgreiche JACIE-Akkreditierung unserer beiden Standorte als
gemeinsames Zentrum ist weit mehr als ein formaler Qualitätsbeweis. Sie
ist das Ergebnis einer strategischen Kooperation auf höchstem
medizinischem Niveau. Indem wir die universitäre Expertise des bereits
seit 2012 akkreditierten Standorts in Dresden mit der qualitativ
hochwertigen Versorgung in Chemnitz zu einer Einheit verknüpfen,
garantieren wir unseren Patientinnen und Patienten an beiden Standorten
höchste Therapiestandards nach strengen internationalen Vorgaben. Diese
Zusammenarbeit hat Referenzcharakter für die moderne Zelltherapie in
Deutschland“, sagt Prof. Martin Bornhäuser, Direktor der Medizinischen
Klinik I des Universitätsklinikums Dresden.
„Unser Ziel ist es, nicht nur die besten medizinischen Behandlungen
anzubieten, sondern die Patientinnen und Patienten auf ihrem gesamten Weg
von der Diagnose bis zur Nachsorge individuell zu begleiten. Diese
Auszeichnung bestätigt, dass sich dieses Engagement auszahlt“, sagt Prof.
Uwe Platzbecker, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl
Gustav Carus Dresden.
Prof. Mathias Hänel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin III des
Klinikums Chemnitz, betont die besondere Stellung des Maximalversorgers
als eines der wenigen akkreditierten nicht-universitären Häuser
bundesweit: „Die JACIE-Akkreditierung nach europäischen Standards ist eine
herausragende Bestätigung unserer gemeinsamen Arbeit. Sie belegt, dass
unsere Klinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie – als eines der
bundesweit größten Zentren ihrer Art – Spitzenmedizin erbringt. In der
seit über 30 Jahren bestehenden Kooperation mit dem Universitätsklinikum
Dresden bündeln wir unsere Stärken und realisieren eine hochspezialisierte
Patientenversorgung, die üblicherweise sonst nur von Universitätskliniken
vorgehalten wird. Diese Akkreditierung untermauert unsere medizinische
Exzellenz für die Region Südwestsachsen.“
„Die erfolgreiche Akkreditierung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum
Aufbau einer gemeinsamen onkologischen Versorgungsstruktur unserer beiden
Zentren in Sachsen. Basierend auf unserem Letter of Intent (LOI) aus dem
Jahr 2024 legen wir damit das Fundament für ein gemeinsames Comprehensive
Cancer Center (CCC). Unser Ziel für die nächsten Jahre ist es, durch
dieses Zwei-Standort-Modell die onkologische Spitzenmedizin und Forschung
in der Region nachhaltig zu institutionalisieren und eine flächendeckende
Präzisionsonkologie auf höchstem internationalem Niveau zu etablieren“,
erklärt Prof. Martin Wolz, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums
Chemnitz.
Die JACIE-Akkreditierung markiert den höchsten internationalen Standard
für die hämatopoetische Zelltransplantation und Zelltherapie. Hinter dem
gemeinsamen Erfolg steht ein mehrjähriger, intensiver Prüfprozess nach
strengsten Kriterien, der eine lückenlose Qualitätssicherung aller
klinischen und labortechnischen Abläufe erforderte. Nach einer umfassenden
Vorbereitung an beiden Standorten sowie einer detaillierten Prüfung von
Dokumenten folgte eine mehrtägige Inspektion durch eine unabhängige,
internationale Expertenkommission. Dabei wurden sämtliche
Behandlungsschritte auditiert – von der Spenderauswahl über die
hochkomplexe Zellaufbereitung bis hin zur stationären Behandlung und
Nachsorge. Im Gegensatz zu einer reinen Zertifizierung von
Managementprozessen bestätigt die Akkreditierung durch die offizielle
europäische Zertifizierungsstelle JACIE explizit die fachliche Kompetenz
und medizinische Expertise. Für die Patientinnen und Patienten garantiert
dieses für vier Jahre gültige Zertifikat eine Versorgungsqualität auf dem
Niveau weltweit führender Zentren und untermauert die hohe Reputation des
Doppelstandorts in medizinischen Fachkreisen.
Mit jährlich rund 325 Stammzelltransplantationen und Zelltherapien zählt
das gemeinsame Zentrum zu den leistungsstärksten Einrichtungen
Deutschlands. Das Behandlungsspektrum umfasst an beiden Standorten eine
große Bandbreite der Zell- und Immuntherapien wie die autologe
(Eigenspende) und allogene (verwandte/unverwandte Spender)
Stammzelltransplantation sowie die CAR-T-Zell-Therapie. Therapiert werden
insbesondere Patientinnen und Patienten mit schweren Blut- und
Knochenmarkerkrankungen wie Leukämie, Lymphdrüsenkrebs oder dem Multiplen
Myelom. Das Universitätsklinikum Dresden zählt seit über 20 Jahren zu den
größten Transplantationsstandorten in Deutschland. In Dresden können auch
krebskranke Kinder transplantiert werden und auch CAR-T Zellen erhalten.
Dresden ist einer der führenden Studienstandorte im Bereich Zelltherapie.
