Psychotherapie in der Krise: Honorarkürzungen gefährden Ausbildung und Versorgung
unith e.V. kritisiert die geplante Senkung der Honorare für
Psychotherapeutinnen um 4,5 % ab dem 1. April 2026. Der Verband warnt,
dass die Kürzung die ohnehin angespannte Versorgung psychisch erkrankter
Menschen weiter verschärft und den Beruf abwertet. Auch angehende
Psychotherapeutinnen sowie Aus- und Weiterbildungsteilnehmende seien durch
steigende Lebenshaltungskosten zusätzlich belastet.
Laut unith e.V.
gefährdet die Maßnahme langfristig sowohl die Qualität der Ausbildung als
auch die psychotherapeutische Versorgung. Der Verband fordert daher die
sofortige Rücknahme der Honorarkürzungen und eine faire Vergütung.
Frankfurt am Main, 13.03.2026 – Ab dem 1. April 2026 werden die Honorare
für Psychotherapeut*innen um 4,5% gesenkt – ein Schritt, der nach Ansicht
von unith e.V., dem Verbund für Aus- und Weiterbildung in der
Psychotherapie, die Versorgung psychisch kranker Menschen massiv
gefährdet.
„Diese Entscheidung wertet Psychotherapie weiter ab und verschärft die
ohnehin angespannte Versorgungssituation“, erklärt Prof. Dr. Rudolf Stark,
Vorstandsvorsitzender von unith e.V.
Die Kürzungen treffen nicht nur die ambulante Versorgung. Auch angehende
Psychotherapeut*innen und Aus- und Weiterbildungsteilnehmende stehen vor
zusätzlichen Belastungen. „Alle Lebenshaltungskosten steigen – Mieten,
Nebenkosten, alltägliche Ausgaben – doch die Honorare einer ganzen
Berufsgruppe werden drastisch reduziert. Das verschärft bewusst die
Versorgungsengpässe“, so Dr. Heike Winter, stellvertretende
Vorstandsvorsitzende.
Die Folgen sind eindeutig: Junge Psychotherapeut*innen und Aus- und
Weiterzubildende werden stark belastet, die Qualität der Ausbildung steht
auf dem Spiel. Letztlich leidet darunter vor allem die Bevölkerung, die
dringend psychotherapeutische Hilfe benötigt.
unith e.V. fordert daher die sofortige Rücknahme der Honorarkürzungen.
Eine faire Vergütung muss den realen Praxiskosten, der gesellschaftlichen
Verantwortung und den Anforderungen der Aus- und Weiterbildung gerecht
werden. Nur so kann eine hochwertige psychotherapeutische Versorgung
gesichert bleiben.
