Welchen Einfluss hat Pausengestaltung auf Fahrstress bei Berufsfahrern?
IfADo sucht Vielfahrer für wissenschaftliche Studie
Fahrstress ist eine weit verbreitete Belastung im Berufsalltag vieler
Berufsfahrer – von Lkw- und Busfahrern über Taxifahrer bis hin zu
Beschäftigten im Außendienst oder in der ambulanten Pflege. In vielen
Fällen wird der berufliche Alltag durch hohen Zeitdruck, unvorhersehbare
Verkehrsbedingungen und lange Fahrzeiten zusätzlich belastet. Diese
Faktoren können nicht nur die Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch die
Verkehrssicherheit gefährden.
Um diese Herausforderungen besser zu verstehen, wird derzeit am Leibniz-
Institut für Arbeitsforschung in Dortmund (IfADo) eine wissenschaftliche
Studie durchgeführt. Im Fokus stehen dabei die Auswirkungen
unterschiedlicher Pausengestaltung auf Fahrstress, Fahrverhalten und
physiologische Stressreaktionen. Ziel der Studie ist es herauszufinden,
welche Art von Pause besonders wirksam ist, um Fahrstress zu reduzieren
und gleichzeitig die Fahrsicherheit zu fördern.
Die Ergebnisse sollen zum einen helfen, die Belastung von Berufsfahrern zu
reduzieren, die Gesundheit zu schützen und die Sicherheit im
Straßenverkehr langfristig zu verbessern. Zum anderen könnten sie
zukünftig auch zur Entwicklung praxisnaher Empfehlungen für die Gestaltung
von Pausen im Berufsalltag beitragen – insbesondere für Berufsfahrer, die
regelmäßig viele Kilometer zurücklegen.
Teilnehmer gesucht
Für die Studie sucht das Forschungsteam Vielfahrer, die eine
Mindestfahrleistung von etwa 20.000 Kilometern pro Jahr im beruflichen
Kontext fahren. Die Teilnehmer müssen zudem über gute Deutschkenntnisse
verfügen. Die Studie richtet sich an Berufsfahrer aus verschiedenen
Bereichen, die regelmäßig im Einsatz und keine reinen Pendler sind. Die
Erfahrungen von Männern und Frauen sind dabei gleichermaßen gefragt. Bei
vollständiger Teilnahme an drei Studienterminen wird eine
Aufwandsentschädigung von 200 Euro gezahlt.
Die drei Termine finden jeweils in einem Fahrsimulator statt. Hier werden
verschiedene Fahrmanöver durchgeführt und die Pausen unterschiedlich
gestaltet, beispielsweise aktiv mit Bewegung oder passiv mit Ruhe. Neben
der Beobachtung des Fahrverhaltens werden auch subjektive
Stresserfahrungen erfasst und physiologische Parameter wie die
Herzfrequenz gemessen.
Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, melden Sie sich bei:
Virginia Herman
IfADo, Ardeystr. 67, 44139 Dortmund
E-Mail:
Tel.: 0231 1084 461 (AB: Bitte hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre
Telefonnummer für einen Rückruf)
