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Christian Drosten wird Mercator-Professor 2026: Wissenschaft in der Verantwortung

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Er gehört zu den bekanntesten Virologen Deutschlands, ist ein Experte für
Coronaviren und hat während der Pandemie wie kaum ein anderer
Wissenschaftler die öffentliche Debatte geprägt: Prof. Dr. Christian
Drosten. Die Universität Duisburg-Essen ehrt den international
renommierten Forscher mit der Mercator-Professur 2026. Am 25. November um
18 Uhr spricht er am Campus Essen über „Freiheit der Wissenschaft, Pflicht
der Wissenschaft.“ Die Plätze sind begrenzt, eine Anmeldung ist bis zum
16. November erforderlich.



Was passiert, wenn Fakten in politischen und öffentlichen Debatten an
Bedeutung verlieren? Dieser Frage widmet sich Christian Drosten in seinem
Vortrag „Freiheit der Wissenschaft, Pflicht der Wissenschaft“. Am Beispiel
der COVID-19-Pandemie zeigt er, wie unpräzise und verkürzt präsentierte
Fakten und Zusammenhänge das Vertrauen in gesellschaftliche und staatliche
Institutionen erschüttern. Dabei nimmt er die Wissenschaft in die Pflicht:
Aus der Wissenschaftsfreiheit erwächst für ihn die Verantwortung,
Richtiges zu kommunizieren und Falsches zu korrigieren.

„Der Name Mercator steht für wissenschaftliche Offenheit. Zur Zeit der
Inquisition kam der weltberühmte Wissenschaftler Gerhard Mercator aus dem
katholischen Leuven nach Duisburg ins religiös tolerante Herzogtum Kleve.
Sein Name ist für uns Programm, und wir freuen uns sehr, mit Christian
Drosten einen Spitzenwissenschaftler der Neuzeit als Mercator-Professor
2026 gewonnen zu haben, der herausragend forscht und
überdurchschnittliches Verantwortungsbewusstsein gezeigt hat, auch in
Bezug auf Wissenschaftskommunikation in schwierigen öffentlichen
Debatten“, sagt Prof. Dr. Barbara Albert, Rektorin der Universität
Duisburg-Essen.

Forscher und Wissenschaftsvermittler

Seit 2017 leitet Christian Drosten das Institut für Virologie an der
Charité – Universitätsmedizin Berlin. Zuvor stand er zehn Jahre lang dem
Institut für Virologie am Universitätsklinikum Bonn vor. Der Mediziner
erforscht RNA-Viren, insbesondere Coronaviren. Während der
COVID-19-Pandemie gehörte er dem ExpertInnenrat der Bundesregierung an. Im
NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ erklärte er der Öffentlichkeit den Stand
der Forschung, ordnete neue Entwicklungen ein und erläuterte, welche
Fragen noch offen waren.

Für seine Forschung und Wissenschaftskommunikation erhielt er zahlreiche
Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und den
Communicator-Sonderpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des
Stifterverbands. Er ist Mitglied der Nationalen Akademie der
Wissenschaften Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der
Wissenschaften.

Über die Mercator-Professur

Die Mercator-Professur der Universität Duisburg-Essen wurde 1997
eingerichtet, um das wissenschaftliche Erbe des Duisburger Kartographen
und Universalgelehrten Gerhard Mercator (1512–1594) wachzuhalten. Sie wird
an Persönlichkeiten vergeben, die mit ihrer Arbeit das öffentliche Leben
prägen und wichtige gesellschaftliche Debatten bereichern.

Zu den bisherigen Mercator-Professor:innen gehören unter anderem Joachim
Gauck, Richard von Weizsäcker, Margarethe von Trotta, Jutta Limbach, Antje
Boetius, Ottmar Edenhofer, Mai Thi Nguyen-Kim, Carolin Emcke und Claudia
Major.

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Einladung für die Medien

Vor dem öffentlichen Vortrag lädt die Universität Duisburg-Essen
Medienvertreter:innen zu einem Pressegespräch mit Prof. Dr. Christian
Drosten ein. Es findet am 25. November von 16:15 bis 16:55 Uhr am Campus
Essen statt.

Bitte melden Sie sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. zum Pressegespräch an.


Weitere Informationen
Der öffentliche Vortrag findet am Mittwoch, 25. November 2026, um 18 Uhr
im Audimax R14 am Campus Essen der Universität Duisburg-Essen statt. Eine
Anmeldung ist erforderlich und bis zum 16. November möglich, die Plätze
sind begrenzt: https://www.uni-due.de/de/mercatorprofessur/