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Statements des Öko-Instituts zur Endlagersuche

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Das Auswahlverfahren für die Suche nach einem Endlager für radioaktive
Abfälle geht in eine weitere Etappe der Eingrenzung. Heute stellt die
Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) aktuelle Arbeitsstände für die
Ermittlung von Standortregionen für ein Endlager in Deutschland vor.
Folgende Zitate der Expert*innen des Öko-Instituts zum Thema Endlagerung:



„Die Bewertung möglicher Standorte für ein Endlager in Deutschland hat
sich jetzt von der übergeordneten auf die regionale Ebene verlagert. Noch
weniger als fünf Prozent der Landesfläche sind im Rennen für einen
Endlagerstandort. Kein Gebiet ist nun ohne Bewertung und es sind weiterhin
alle drei Wirtsgesteine – Steinsalz, Tongestein und Kristallin – dabei.“

Julia Neles, Stellv. Leiterin des Bereichs Nukleartechnik &
Anlagensicherheit, Öko-Institut

„Für die betroffenen Landkreise und Gemeinden ist es jetzt wichtig, dass
sie sich fachlich mit der eigenen Eignung als potenzielle Standortregion
beschäftigen. Sie haben in den folgenden Monaten die Möglichkeit, sich mit
den Arbeitsständen vertieft auseinander zu setzen und sich auf den
Austausch mit BGE und den Bürger*innen vorzubereiten, um dann mit dem
Standortregionen-Vorschlag Ende 2027 rechtzeitig aktiv werden zu können.“

Dr. Florian Krob, Senior Researcher im Bereich Nukleartechnik &
Anlagensicherheit, Öko-Institut

Hintergrund zum Prozess des Standortauswahlverfahrens

Bis Ende 2027 will die BGE die Standortregionen vorschlagen, die
anschließend in Phase 2 in übertägigen Erkundungen vertieft untersucht
werden. Neue Arbeitsstände können deshalb für zahlreiche Landkreise
wichtige Hinweise darauf liefern, wie sich die Gebietskulisse vor Ort
verändert.

Das Öko-Institut begleitet Landkreise und Kommunen bereits seit der
Veröffentlichung des Zwischenberichts Teilgebiete bei der fachlichen
Einordnung des Standortauswahlverfahrens. Das Angebot reicht von der
wissenschaftlichen Analyse und regionalen Einordnung der
Veröffentlichungen der BGE über vertiefte Plausibilitätsprüfungen und die
Vorbereitung des fachlichen Austauschs mit der BGE bis hin zur
verständlichen Aufbereitung der Ergebnisse für Politik, Medien und
Öffentlichkeit.

Weitere Informationen des Öko-Instituts zum Thema Endlagerung:
https://www.oeko.de/themen/kerntechnik/endlagerung/