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75 Jahre DIPF: Bildung verstehen, Veränderung ermöglichen

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Seit 75 Jahren schafft das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung
und Bildungsinformation wissenschaftliche Grundlagen für die Gestaltung
von Bildung. Das Institut verbindet exzellente Forschung mit
leistungsfähigen Wissensinfrastrukturen und dem Transfer in
Bildungspraxis, Administration und Politik. Sein Jubiläum feiert das DIPF
im November mit einem Festakt unter dem Titel „Bildung im Wandel – Wo
reicht Evolution und wo braucht es Revolution?“. Auf einer eigenen
Internetseite bietet es zudem 75 Einblicke in seine Leistungen, seine
Menschen und seine Entwicklung. Nicht zuletzt stellt es seine Geschichte
in einer Ausstellung vor.



Bildung befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Soziale
Ungleichheiten, demografische Veränderungen, Digitalisierung und
künstliche Intelligenz, veränderte Lernvoraussetzungen sowie der
zunehmende Fachkräftebedarf stellen das Bildungssystem vor neue
Herausforderungen. Damit langfristig tragfähige Veränderungen entstehen
können, braucht es verlässliche Daten, exzellente Forschung, dauerhaft
zugängliche Informationsangebote und einen engen Austausch zwischen der
Wissenschaft und den unterschiedlichen Bereichen der Bildungspraxis.

Für diese Leistungen steht das DIPF seit seiner Gründung am 25. Oktober
1951. Das Leibniz-Institut mit Standorten in Frankfurt am Main und Berlin
untersucht Bedingungen, Prozesse und Ergebnisse von Bildung. Es stellt
wissenschaftliche Informationen, Forschungsdaten und digitale Instrumente
bereit und arbeitet gemeinsam mit Kindertagesstätten, Schulen,
Hochschulen, Bildungsadministration, Politik und anderen
Forschungseinrichtungen daran, Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des
Bildungswesens nutzbar zu machen.

„75 Jahre DIPF sind für uns Anlass, auf eine erfolgreiche Geschichte
zurückzuschauen – vor allem aber, unseren Blick nach vorn zu richten“,
sagt Prof. Dr. Kai Maaz, Geschäftsführender Direktor des DIPF, und betont:
„Das Bildungssystem erlebt einen tiefgreifenden Strukturwandel. Dafür
braucht es exzellente Forschung, verlässliche Daten und Infrastrukturen
sowie die Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Erfahrungen
aus Praxis, Administration und Politik zu verbinden. Unser Anspruch ist
es, den Bildungswandel nicht nur zu beschreiben, sondern Voraussetzungen
dafür zu schaffen, dass er wissensbasiert, verantwortungsvoll und gerecht
gestaltet werden kann.“

„Bildung ist das Fundament einer innovativen und resilienten Gesellschaft.
Die Forschung und die Infrastrukturen des DIPF schaffen die
wissenschaftlichen Grundlagen, die wir benötigen, um unser Bildungswesen
zukunftsfähig zu machen. Damit löst das DIPF auf besondere Weise den
Anspruch ein, der für die Institute der Leibniz-Gemeinschaft
charakteristisch ist: mit wissenschaftlicher Arbeit einen Unterschied im
Leben der Menschen zu erwirken“, so Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph M.
Schmidt, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft.

Forschung, Infrastruktur und Transfer unter einem Dach

Das besondere Profil des DIPF liegt in der engen Verbindung von
Bildungsforschung, wissenschaftlicher Infrastruktur und Wissenstransfer.
Diese drei Arbeitsbereiche ergänzen und verstärken sich gegenseitig.

Für die Beobachtung und Analyse des Bildungssystems koordiniert das DIPF
unter anderem den nationalen Bildungsbericht und wirkt an internationalen
Schulleistungsstudien wie PISA und ICILS mit. Mit dem IDeA-Zentrum
erforscht es frühe Entwicklungs- und Lernprozesse. Das TBA-Zentrum
entwickelt innovative digitale Verfahren zur Erfassung von Kompetenzen. Im
Campusschulprogramm arbeitet das Institut langfristig mit Schulen an
Fragen der Unterrichts- und Schulentwicklung. Im Rahmen des Startchancen-
Programms untersucht das DIPF gemeinsam mit zahlreichen kooperierenden
Einrichtungen, wie nachhaltige Verbesserungen für Schulen in
herausfordernden Lagen entstehen und im Bildungssystem verankert werden
können.

Zugleich stellt das Institut zentrale Infrastrukturen für Wissenschaft,
Praxis und Öffentlichkeit bereit. Dazu gehören der Deutsche
Bildungsserver, das Fachportal Pädagogik, der Verbund Forschungsdaten
Bildung und die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung. Sie
erschließen wissenschaftliches Wissen, sichern Forschungsdaten, eröffnen
Zugänge zu Fachinformationen und bewahren Quellen zur Geschichte von
Bildung und Erziehung.

75 Jahre: Von der Institutsentwicklung zur Zukunftsfrage

Das DIPF wurde 1951 als rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts
gegründet. Seit 1977 wird es gemeinsam von Bund und Ländern gefördert –
zunächst im Rahmen der sogenannten „Blauen Liste“, dann als Mitglied der
heutigen Leibniz-Gemeinschaft, die daraus hervorgegangen ist.

Im Verlauf seiner Geschichte hat das Institut sein Aufgabenprofil
kontinuierlich erweitert. Zu seiner Forschungsstärke traten umfangreiche
wissenschaftliche Informations- und Forschungsinfrastrukturen hinzu.
Wichtige Meilensteine waren dabei untern anderem die Aufnahme der heutigen
Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung im Jahr 1992 und die
Gründung des Informationszentrums Bildung im Jahr 2001. Seit 2015
ermöglicht zudem der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte
und am Institut koordinierte „Fachinformationsdienst
Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung“ als Teil des Fachportals
Pädagogik den wissenschaftlichen Zugriff auf internationale Fachliteratur.

Heute versteht sich das DIPF als ein Institut, das Forschung,
Infrastruktur und Transfer nicht nebeneinanderstellt, sondern systematisch
miteinander verbindet. Das Jubiläum markiert deshalb nicht nur 75 Jahre
Institutsgeschichte. Es eröffnet zugleich die Frage, welchen Beitrag
Wissenschaft angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher und
technologischer Veränderungen künftig für Bildung leisten muss.

Jubiläumsfest: Wo reicht Evolution, wo braucht es Revolution?

Diese Zukunftsfrage steht im Mittelpunkt des Festakts am 4. November 2026
in Frankfurt am Main. Unter dem Titel „Bildung im Wandel – Wo reicht
Evolution und wo braucht es Revolution?“ diskutiert das DIPF, in welchen
Bereichen sich Bildung schrittweise weiterentwickeln lässt und wo
grundlegende Veränderungen notwendig sind.

Den Festvortrag hält Prof. Dr. Petra Stanat, Direktorin des Instituts zur
Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. Weitere Wegbegleiter*innen des DIPF
nehmen die Entwicklung des Instituts und der Bildungsforschung in den
Blick. Eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus der Schulpraxis
richtet den Fokus auf gegenwärtige Herausforderungen und notwendige
Veränderungen. Musik sowie Führungen durch die Ausstellung „Tatsache
Bildung. 75 Jahre Institutsgeschichte des DIPF“ ergänzen das Programm.

75 Einblicke in das DIPF

Während des Jubiläumsjahres öffnet das DIPF auf einer eigenen
Internetseite Türen zu seiner Arbeit und seiner Geschichte. Die Beiträge
stellen Menschen und Projekte vor, zeigen Fundstücke aus dem Archiv,
führen in die Büros von Mitarbeitenden und erläutern in Kurzvideos
wichtige Leistungen des Instituts. Bis zum Ende des Jahres entstehen
insgesamt 75 Einblicke:

<www.dipf.de/de/75-jahre-dipf>

Die Entwicklung des Instituts wird auch in der genannten Ausstellung
„Tatsache Bildung“ erlebbar – vom 26. Oktober bis 17. November zunächst am
DIPF in Frankfurt am Main und ab 2. Dezember dann am Berliner
Institutsstandort:

<www.dipf.de/de/75-jahre-dipf/veranstaltungen/tatsache-bildung-
ausstellung>

Pressekontakt:

Anke Wilde, +49 (0)69 24708-824, <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>

erstellt mit KI-Unterstützung
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Alle Inhalte werden vor Veröffentlichung durch die fachlich zuständigen
Mitarbeitenden inhaltlich geprüft und freigegeben. Die redaktionelle
Verantwortung trägt das DIPF.