Wenn KI für uns handelt: Wer bestimmt die Regeln – und wer trägt die Verantwortung?
Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutieren am 27.
Oktober in Kiel über die Chancen und Risiken autonomer KI-Agenten. Mit
dabei: Digitalisierungsminister Dirk Schrödter, Technikethikerin Judith
Simon und Web-Science-Forscherin Isabella Peters.
Was passiert, wenn Künstliche Intelligenz nicht mehr nur Fragen
beantwortet, sondern eigenständig Entscheidungen trifft, Einkäufe erledigt
oder Verträge aushandelt? Wem gegenüber sind solche KI-Agenten
verpflichtet? Ihren Nutzenden oder den Unternehmen, die sie bereitstellen?
Und wer trägt die Verantwortung, wenn sie Fehler machen?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Vom Werkzeug zum
Akteur – KI-Agenten und ihre Folgen für Wirtschaft, Recht und
Gesellschaft“ am Dienstag, 27. Oktober 2026, in der ZBW – Leibniz-
Informationszentrum Wirtschaft in Kiel. opencampus.sh, das Kiel Institut
für Weltwirtschaft und die ZBW laden dazu ein, die technischen
Möglichkeiten und gesellschaftlichen Konsequenzen einer zunehmend
eigenständig handelnden KI zu diskutieren.
Fünf Perspektiven auf eine Technologie mit weitreichenden Folgen
KI-Agenten können komplexe Aufgaben planen, eigenständig Handlungsschritte
ausführen und mit anderen digitalen Systemen kommunizieren. Damit eröffnen
sich neue Möglichkeiten für Unternehmen und Verbraucher:innen. Zugleich
entstehen Fragen nach Kontrolle, wirtschaftlichen Interessen, Haftung und
Regulierung.
Fünf Kurzimpulse beleuchten die Entwicklung aus technischer, rechtlicher
und wirtschaftlicher Perspektive:
• Sina Lücke (Christian-Albrechts-Universit
was KI-Agenten von bisherigen KI-Anwendungen unterscheidet und welche
technischen Entwicklungen sie möglich machen.
• Mansoor Koshan (Legal Cognition) spricht über Rechte von Agenten –
von Verantwortung und Haftung bis zur Frage nach einem möglichen
rechtlichen Status.
• Dennis Trautwein (Protocol Labs) zeigt, wie autonome Agenten
miteinander kommunizieren und welche Protokolle und Infrastrukturen dafür
nötig sind.
• Steffen Brandt (opencampus.sh) zieht Parallelen zwischen den
Anreizsystemen heutiger Social-Media-Plattformen und einer Welt autonomer
Agenten.
Ein weiterer Impuls widmet sich den wirtschaftlichen Auswirkungen, wenn
Agenten in Märkten und Unternehmen selbst entscheiden, einkaufen oder
verhandeln.
Im Anschluss diskutieren auf dem Podium:
• Prof. Dr. Judith Simon, Professorin für Ethik in der
Informationstechnologie an der Universität Hamburg und seit 2026 Mitglied
im AI Act Scientific Panel der Europäischen Kommission
• Dirk Schrödter, Minister und Chef der Staatskanzlei Schleswig-
Holstein
• Prof. Dr. Isabella Peters, Leiterin des Forschungsbereichs Web
Science an der ZBW und Professorin an der Christian-Albrechts-Universitä
zu Kiel
Ein offener Austausch mit den Referierenden und Podiumsgästen bei Snacks
und Getränken beschließt den Abend.
Wir laden Sie als Medienvertreter:innen herzlich ein, die Veranstaltung zu
besuchen und darüber zu berichten.
Termin und Veranstaltungsort
Datum: Dienstag, 27. Oktober 2026
Uhrzeit: 17:00–20:30 Uhr (Einlass ab 16:30 Uh))
Ort: ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Düsternbrooker
Weg 120, 24105 Kiel
Teilnahme: Kostenfrei, Veranstaltungssprache Deutsch
Anmeldung: Verbindlich bis zum 22. Oktober 2026 unter
<https://edu.opencampus.sh/cou
Veranstalter: opencampus.sh, Kiel Institut für Weltwirtschaft und
ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.
Unterstützt durch die Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH) und
den Digital Learning Campus Schleswig-Holstein (DLC). Dieses Vorhaben wird
gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
und das Land Schleswig-Holstein im Rahmen des DLC.
Über opencampus.sh
opencampus.sh ist die Dachmarke des gemeinnützigen Vereins Campus Business
Box e.V. in Kiel. Unter ihr bündeln sich Initiativen für Weiterbildung,
Gründung und Innovation – darunter das Weiterbildungsangebot EDU, der
Startup-Inkubator Starterkitchen, das Waterkant Festival und der Digital
Learning Campus (DLC). Die Angebote sind kostenlos und offen für alle,
unabhängig von Bildungsstatus und Herkunft. Mehr unter opencampus.sh.
