Von Notfallmedizin bis KI: Posterpreise 2026 gehen nach Nürnberg, Lübeck, Neubrandenburg und Stralsund

101 Poster, drei One-Slide-One-Minute-Sessions und vier ausgezeichnete
Arbeiten: Zum Abschluss des gemeinsamen Jahreskongresses von DGG und DGGG
wurden Poster zu ganz unterschiedlichen Fragen aus Geriatrie und
Gerontologie prämiert – von der präklinischen Notfallversorgung über
psychische Gesundheit im Alter und den Einsatz von KI bis zur Versorgung
nach einem Krankenhausaufenthalt. Die vier Posterpreise wurden
gleichberechtigt vergeben und sind mit jeweils 300 Euro dotiert.
„Die Qualität der Poster spiegelt die hohe wissenschaftliche Qualität des
gesamten Kongresses wider – mit hervorragenden Symposien und einer
deutlich gestiegenen Teilnehmerzahl von knapp 1.200“, betont DGGG-
Kongresspräsident Prof. Hans-Werner Wahl. „Das sind deutlich mehr als bei
vergangenen gemeinsamen Kongressen!“
Ausgezeichnet wurde Dr. med. Jan-Niklas Krohn von der Universitätsklinik
für Geriatrie am Klinikum Nürnberg für das Poster „A European paramedic
curriculum for geriatric emergency medicine developed via a modified
Delphi technique“.
Ein weiterer Posterpreis ging an Nazmiye Tuğba Bahar-Yücel, M.Sc.,
Promotionsstipendiatin am Institut für Psychogerontologie der Friedrich-
Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und Prof. Frieder R. Lang, Leiter
des Instituts für Psychogerontologie, für ihre Arbeit „Depressive Symptoms
in Aging Immigrants: Risk and Protective Factors“.
Mit der Frage, wie transparent der Einsatz Künstlicher Intelligenz in
wissenschaftlichen Publikationen ausgewiesen wird, beschäftigten sich Dr.
med. Markus A. Hobert von der Klinik für Neurologie am
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, und Prof.
Sebastian Hobert, Professor für Künstliche Intelligenz und Bildung an der
Technischen Hochschule Lübeck. Ausgezeichnet wurde ihr Poster „Offenlegung
der KI-Nutzung in wissenschaftlichen Publikationen: Eine Analyse in
ausgewählten medizinischen Fachzeitschriften“.
Der vierte Preis ging an das Team des Verbundprojekts NAHVERSORGT der
Hochschulen Neubrandenburg und Stralsund: Jann Niklas Vogel, M.Sc., Hanna
Hilgenhof, B.Sc., Prof. Ivonne Honekamp, Anne Petereit, M.Sc., Valerie
Bühler, M.Sc., Chiara Kleinschmidt, M.Sc., und Prof. Stefan Schmidt wurden
für das Poster „Weil Entlassung nicht Versorgung bedeutet –
Anschlussversorgung älterer Menschen im ländlichen Raum neu denken“
ausgezeichnet. Darin untersuchen sie, wie der Übergang aus dem Krankenhaus
in die weitere Versorgung verbessert werden kann.
„Dass in diesem Jahr besonders versorgungsorientierte Arbeiten
ausgezeichnet wurden, zeigt auch, wie groß augenscheinlich der
Reformbedarf in unserem Gesundheitssystem ist“, fasst DGG-
Kongresspräsident Prof. Michael Denkinger zusammen. Da ihm nach vier
Kongresstagen die Stimme versagte, übernahm sein Kollege und Freund Dr.
Michael Jamour, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Geriatrie und
Rehabilitation des Alb-Donau Klinikums die Preisverleihung und herzliche
Gratulation der Gewinner.
Alle 101 Poster in der Kongress-App abrufbar
Wer sich die ausgezeichneten Poster sowie weitere Arbeiten genauer
anschauen möchte, kann auch nach dem Kongress noch einmal in die
Posterausstellung eintauchen: Alle 101 Poster sind in der Kongress-App als
PDF hinterlegt und dort vollständig abrufbar.
→ Kongress-App installieren:
https://www.dggeriatrie.de/kon
kongress-app-jetzt-herunterlad
