Nikotinbeutel auf dem Vormarsch: Mehr als die Hälfte nutzt sie als Alternative zu Rauchen und Vaping

Neue Umfrage unter deutschen Nutzerinnen und Nutzern zeigt: Diskretion, Alltagstauglichkeit und der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, prägen den wachsenden MarktNikotinbeutel gewinnen in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle Befragung von Haypp unter 1.257 deutschen Nutzerinnen und Nutzern zeigt, warum die tabakfreien Beutel an Beliebtheit gewinnen: Für 52 Prozent waren Nikotinbeutel ein Mittel, um mit dem Rauchen oder Vapen aufzuhören. Gleichzeitig werden sie vor allem für ihre diskrete Anwendung und die geringere Belastung des Umfelds geschätzt.
Jeder Zweite kam über Freund*innen oder Familie mit Nikotinbeuteln in Kontakt|
Der Einstieg in Nikotinbeutel erfolgt offenbar häufig über das persönliche Umfeld. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) wurde durch Freund*innen oder Familienmitglieder auf die Produkte aufmerksam. Weitere 33 Prozent wurden neugierig, nachdem sie andere Menschen bei der Nutzung beobachtet hatten. Soziale Medien und klassisches Marketing spielten dagegen nur für jeweils 2 Prozent eine entscheidende Rolle bei der ersten Nutzung.
Noch auffälliger ist der Zusammenhang mit dem Rauch- und Vaping-Stopp: 52 Prozent der Befragten geben an, mit Nikotinbeuteln begonnen zu haben, um das Rauchen oder Vapen zu beenden. 46 Prozent nennen dabei konkret den Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, 15 Prozent das Aufhören mit dem Vapen und 9 Prozent beide Gründe.
„Diskret statt sichtbar“: Warum Nikotinbeutel im Alltag überzeugen
Die wichtigsten Gründe für die Nutzung liegen laut Befragung vor allem in der Alltagstauglichkeit. 77 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer empfinden Nikotinbeutel als besonders diskret. 76 Prozent geben an, dass die Produkte ihr Umfeld weniger belasten als andere Nikotinprodukte.
Auch persönliche Faktoren spielen eine Rolle: 54 Prozent nehmen Nikotinbeutel als weniger gesundheitsschädlich für sich selbst wahr, 46 Prozent empfinden sie als günstiger und 45 Prozent schätzen, dass sie keine Zahnverfärbungen verursachen. 40 Prozent geben zudem an, dass sie besser schmecken.
Nikotinbeutel werden gesellschaftlich akzeptierter als Snus wahrgenommen
Interessant ist auch der Vergleich mit schwedischem Snus. In der Befragung erreichen Nikotinbeutel eine durchschnittliche Akzeptanz von 3,7 von 5 Punkten. Schwedischer Snus kommt auf 3,2 Punkte. Damit werden Nikotinbeutel von den Befragten im sozialen Umfeld als akzeptabler wahrgenommen.
Auch bei der wahrgenommenen gesundheitlichen Belastung gibt es einen deutlichen Unterschied: Auf einer Skala von 0 bis 10, auf der 10 für „sehr schädlich“ steht, bewerten die Befragten Nikotinbeutel mit 4,9, schwedischen Snus dagegen mit 6,3. Zigaretten erreichen zum Vergleich 9,1.
Dabei handelt es sich um die subjektive Wahrnehmung der Befragten, nicht um eine medizinische Bewertung. Das zeigt zugleich, wie unterschiedlich verschiedene orale und rauchfreie Nikotinprodukte von Konsumentinnen und Konsumenten eingeordnet werden.
Von Snus zu tabakfreien Nikotinbeuteln
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Produkten: Nikotinbeutel enthalten keinen Tabak und werden im Bericht als rauchfreie Alternative zu herkömmlichen Tabakprodukten beschrieben. Schwedischer Snus wird im Bericht vor allem als etablierte Form des oralen Nikotinkonsums und als Vergleichsprodukt betrachtet.
Schweden dient dabei als besonderes Beispiel. Die langjährige Verbreitung von oralem Nikotin über Snus wird im Bericht häufig mit der dort vergleichsweise niedrigen Raucherquote in Verbindung gebracht. Der Bericht verweist darauf, dass Schweden seit 2025 als „rauchfreie Gesellschaft“ gilt, da weniger als 5 Prozent der Bevölkerung täglich Zigaretten konsumieren.
Minze, Slim und Extra Strong dominieren den deutschen Markt
Auch bei den Produktvorlieben zeigt sich ein klares Bild: Minzgeschmack dominiert den deutschen Online-Markt für Nikotinbeutel. Rund acht von zehn verkauften Dosen entfallen auf Minze, gefolgt von Frucht (13 Prozent) und Zitrus (2 Prozent).
Beim Format sind Slim-Beutel besonders gefragt: 90 Prozent der verkauften Dosen entfallen auf das Slim-Format. Auch die Stärke spielt eine zentrale Rolle. Rund 70 Prozent der verkauften Dosen werden als „Extra Strong“ eingestuft.
Damit zeigt sich ein Markt, bei dem Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur Wert auf den Nikotingehalt, sondern auch auf Geschmack und eine möglichst unauffällige Anwendung legen.
Möchtest du mehr über die Studie erfahren? Dann klicke hier.
—-----—-----—-----—-----—-----—-----—-----—-----—-----—-----—-----—-----—-----—-----
Über die Studie:
Der Nikotinbeutelbericht Deutschland 2026 basiert auf einer Befragung von 1.257 deutschen Nutzerinnen und Nutzern von Nikotinbeuteln, die im Januar und Februar 2026 durchgeführt wurde. Ergänzend wurden Verkaufsdaten von 58.000 deutschen Kundinnen und Kunden aus dem Jahr 2025 ausgewertet. Der Bericht wurde von Haypp.de in Zusammenarbeit mit Northerner.de erstellt.
