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FBH auf den Photonics Days: von Hochleistungsdiodenlasern bis Quantentechnologien

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Das Ferdinand-Braun-Institut (FBH) ist mit zahlreichen wissenschaftlichen
Beiträgen auf den Photonics Days Berlin Brandenburg am 7. und 8. Oktober
2026 vertreten. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen bei Diodenlasern
und UV-Lichtquellen und ihre vielfältigen Anwendungen – ob für
Laserfusion, Medizintechnik oder Materialanalytik. FBH-Forschende
gestalten zudem mehrere Sessions als Chair oder Co-Chair. In der
begleitenden Ausstellung zeigt das Institut Exponate aus seinem
Leistungsspektrum. Bereits am 6. Oktober öffnet das FBH seine Labore für
Konferenzteilnehmende.



Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik
(FBH) ist auf den Photonics Days in Berlin-Adlershof mit zahlreichen
Fachbeiträgen und in zentralen Funktionen im wissenschaftlichen Programm
vertreten. Das Spektrum reicht von Hochleistungsdiodenlasern und UV-
Emittern über mikrointegrierte Lasermodule bis zu Quantentechnologien.
Damit bringt das FBH seine Expertise in die Konferenz ein, die Fachleute
aus Forschung und Industrie zu aktuellen Entwicklungen in Photonik und
Quantentechnologien zusammenführt. Zusammen mit der vom FBH koordinierten
Microtec Academy ist das Institut auch in der begleitenden Ausstellung
vertreten. Das Angebot der Plattform reicht vom Quer- und Berufseinstieg
bis zur Weiterbildung von Fach- und Führungskräften.

Diodenlaser für Fusion, Medizin und Spektroskopie

Eldad Bahat Treidel aus dem High-Power Diode Lasers Lab am FBH zeigt in
der Session „Laser and Beyond“, wie sich Hochleistungsdiodenlaser für
künftige Fusionskraftwerke weiterentwickeln lassen. Diese Anlagen
benötigen große Stückzahlen leistungsfähiger und effizienter Diodenlaser,
um Hochenergielaser zu pumpen. Das FBH arbeitet dafür an robusten
III/V-Halbleitertechnologien und neuen Bauelementkonzepten. Aktuelle
Diodenlaserbarren erreichen bereits 1.000 Watt Ausgangsleistung mit
schmalem Spektrum.

Krista Bodenhagen aus dem Laser Modules Lab präsentiert
diodenlaserbasierte Lichtquellen für den tiefen ultravioletten
Spektralbereich (Deep UV – DUV). Durch Frequenzkonversion entstehen
kompakte DUV-Lichtquellen mit gezielt wählbaren Wellenlängen, etwa für
spektroskopische Anwendungen. Ihr Kollege Nils Werner stellt zudem
Strahlquellen vor, die durch Frequenzkonversion maßgeschneiderte
Wellenlängen im sichtbaren Spektralbereich erzeugen. Die Mikromodule
verbinden Diodenlaser, Mikrooptiken und präzise Montagetechnik in einem
Aufbau mit geringen Abmessungen. Diese integrierten Laserquellen sollen
künftig in der Augenheilkunde eingesetzt werden.

UV-Mikro-LEDs mit hoher Leistung für Medizin und Sensorik

Einen weiteren Schwerpunkt bilden UV-Technologien. Sven Einfeldt, der das
Joint Lab GaN Optoelectronics am FBH leitet, gestaltet die Session „UV and
X-ray“ als Co-Chair mit. In dieser Session präsentiert Jens Raß neuartige
Mikro-LEDs für den fernen UVC-Spektralbereich. Bis zu 125.000 der nur rund
1,5 Mikrometer großen LEDs lassen sich auf einem Quadratmillimeter
integrieren. So kann etwa fünfmal so viel Licht in eine Glasfaser
eingekoppelt werden wie mit konventionellen Fern-UVC-LEDs. Besonders
interessant ist die Technologie für medizinische Anwendungen: Wellenlängen
unterhalb von 235 Nanometern dringen kaum in die tiefliegenden, lebenden
Hautschichten ein. Daher lassen sich Krankheitserreger einschließlich
multiresistenter Keime sogar direkt auf der Haut inaktivieren. Mit
kompakten, fasergekoppelten Lichtquellen ließen sich künftig auch schwer
zugängliche Bereiche wie den Nasen-Rachenraum erreichen. Weitere
Anwendungen liegen in Sensorik und Kommunikation.

Elektronenmikroskopie für Materialanalyse und Qualitätssicherung

In seinem Konferenzbeitrag zeigt Carsten Netzel, wie das FBH
Halbleitermaterialien charakterisiert, Degradationsmechanismen in
Bauelementen analysiert und deren Qualität sichert. Raster- und
Transmissionselektronenmikroskopie ermöglichen dabei Einblicke bis in den
Nanometerbereich. Die Ergebnisse fließen direkt in die Optimierung von
Materialien, Prozessen und Bauelementen ein.

FBH-Forschende gestalten Quantum Symposia

Auch bei den vier Berlin Quantum Symposia übernimmt das FBH zentrale
Funktionen. Zwei Professoren der Humboldt-Universität zu Berlin (HU
Berlin), die zugleich Joint Labs am FBH leiten, gestalten das Programm
mit: Tim Schröder ist Chair der Symposien, Markus Krutzik wirkt als Co-
Chair mit. Ebenfalls als Co-Chair beteiligt sind Tommaso Pregnolato vom
FBH sowie Gregor Pieplow von der HU Berlin.