Bonner Event mit Sänger JORIS lässt Musik und Hirnforschung zusammenspielen
Am 18. Oktober geht die Konzertserie „Noten und Neuronen: Musik für die
Gehirngesundheit“ im Bonner Telekom Forum in die nächste Runde. Die
populärwissenschaftliche Veranstaltungsreihe kombiniert Live-Musik aus
Pop, Klassik und Hollywood mit Einblicken in die aktuelle Hirnforschung –
inklusive Experimente zum Mitmachen und Hirnscanner auf der Bühne. In Bonn
ist außerdem Singer-Songwriter JORIS als „Special Guest“ dabei.
„Noten und Neuronen“ ist eine gemeinsame Initiative von
Forschungseinrichtungen aus Bonn und Frankfurt anlässlich des
Wissenschaftsjahres 2026 – Medizin der Zukunft. Im Fokus steht die Wirkung
von Musik auf das menschliche Gehirn und die geistige Fitness. Die Reihe
tourt durch verschiedene Städte und war im Juli in Köln gestartet. Bonn
ist die zweite Station.
Den musikalischen Rahmen gestaltet ein mehr als 100-köpfiges Ensemble aus
Projektorchester und Chor sowie eine Pop-Band um Sängerin Leonora,
Finalistin des deutschen Vorentscheids zum Eurovision Song Contest. „Unser
Programm führt durch die Musikgeschichte – von Beethoven über Sting und
AC/DC bis hin zum Soundtrack aus Star Wars“, erklärt Privatdozent Dr.
Theodor Rüber, Neurologe am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und
Forschender an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Er ist
Leiter des UKB-Chors und Initiator von „Noten und Neuronen“. „Außerdem
freuen wir uns sehr auf Musiker JORIS.“
Erlebbare Medizinforschung
Das Publikum wird bei der Veranstaltung aktiv eingebunden: Es kann nicht
nur mitsingen und mitklatschen, sondern über eine spezielle App auch sein
Musikwissen testen und an einem Live-Experiment teilnehmen. „Musik kann
starke Emotionen auslösen – doch wie beeinflusst sie unser
Erinnerungsvermögen? Wie hängen Musik, Gefühle und Gedächtnis zusammen?
Diesen Fragen möchten wir gemeinsam mit dem Publikum auf den Grund gehen“,
erläutert die Neuropsychologin Prof. Dr. Daniela Sammler,
Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik
(MPIEA) in Frankfurt am Main.
„Wir wollen die Kraft der Musik aus neurowissenschaftlicher Sicht erlebbar
und wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit
zugänglich machen“, sagt Prof. Dr. Bernd Weber, Dekan der Medizinischen
Fakultät Bonn, die gemeinsam mit dem UKB die organisatorische Federführung
innehat. „Neben mitreißender Musik bieten wir kurze Talks von Top-
Fachleuten aus der Hirnforschung und zeigen ein Exemplar des weltweit
ersten mobilen Hirnscanners in Aktion – ein handfestes Beispiel für die
Medizin der Zukunft.“
„Musik kann die Gesundheit auf vielfältige Weise fördern, sie ist ein
lebendiges Vehikel der Demenzprävention,“ so Prof. Dr. Joachim Schultze,
Systemmediziner und wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Zentrums für
Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). „Ob beim Spielen eines Instruments,
beim Hören oder Singen: Musik aktiviert das Gehirn. Gemeinsames Musizieren
in einer Band, einem Orchester oder im Chor verbindet Menschen und fördert
die soziale Interaktion – ein Schlüsselfaktor für ein gesundes Gehirn. Wir
freuen uns, wenn sowohl diese Erkenntnisse als auch der musikalische Funke
auf das Publikum überspringen – wie schon beim Tournee-Auftakt.“
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„Noten und Neuronen: Musik für die Gehirngesundheit“ ist eine gemeinsame
Veranstaltungsserie der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, des
Universitätsklinikums Bonn (UKB), des Max-Planck-Instituts für empirische
Ästhetik (MPIEA) und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative
Erkrankungen (DZNE). Sie wird vom Bundesministerium für Forschung,
Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 –
Medizin der Zukunft gefördert.
Die Reihe umfasst insgesamt sechs Konzerte. Weitere Veranstaltung. finden
im November und Dezember in Berlin, München, Dortmund und wiederum Bonn
statt.
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Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft: Gesundheit ist eine der
wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben. Im Wissenschaftsjahr 2026
– Medizin der Zukunft steht die Frage im Fokus, wie Forschende mit ihren
Ideen und Lösungen schon heute die Medizin von morgen formen. Wie lassen
sich in Zukunft Krankheiten diagnostizieren? Welche Ideen gibt es für die
medizinische Versorgung? Wird KI die Medikamentenentwicklung
revolutionieren? Wie können innovative Technologien Pflege unterstützen,
ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Wie lassen sich
Präventionsstrategien verbessern, sodass wir seltener und weniger schwer
erkranken? Ein besonderer Fokus im Wissenschaftsjahr liegt auf
geschlechtersensibler Forschung, denn bis heute fehlt für viele
Krankheiten die Datengrundlage für eine geschlechtsspezifische Behandlung
und Versorgung. Dies gilt ganz besonders für Erkrankungen und
Gesundheitsthemen, die gerade Frauen betreffen, darunter Endometriose oder
Wechseljahre.
Das Wissenschaftsjahr ist die größte bundesweite Plattform für
disziplinübergreifende Kommunikation aktueller Forschungsthemen, an der
sich pro Jahr 400 bis 800 Forschungsinstitute, Universitäten, Verbände,
Vereine, Unternehmen und Stiftungen mit bis zu 1.000 Veranstaltungen und
Aktionen beteiligen. Dazu gehören ein bundesweiter Hochschulwettbewerb,
Formate wie SchulKinoWochen, MINTmachtage und die MS Wissenschaft, ein
Ausstellungsschiff, das von Mai bis September bis zu 30 Städte in
Deutschland anfährt. Die Wissenschaftsjahre werden seit dem Jahr 2000
ausgerufen und sind eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung,
Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog
(WiD).
Das ganze Jahr über lädt das Wissenschaftsjahr mit Veranstaltungen,
Projekten und Aktionen dazu ein, Einblicke in die aktuelle
Medizinforschung zu gewinnen und in den Austausch mit Wissenschaft,
Wirtschaft, Medien, Politik und Gesellschaft zu kommen. Auch Social Media-
Formate, monatliche Challenges und prominente Botschafterinnen und
Botschafter werden das Wissenschaftsjahr 2026 intensiv begleiten.
