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OWL überzeugt im Smart-City-Ranking 2026

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 Ostwestfalen-Lippe behauptet sich als starke Region bei
der digitalen und nachhaltigen Stadtentwicklung. Im aktuellen Ha-selhorst
Smart-City-Ranking 2026 nehmen Paderborn, Lemgo und Güters-loh die drei
Spitzenpositionen innerhalb Ostwestfalen-Lippes ein.

Das diesjährige Ranking bewertet 418 deutsche Städte mit mehr als 30.000
Ein-wohnern. Der durchschnittliche Smart-City-Entwicklungsgrad liegt
bundesweit bei 33,2 Prozent. Erstmals verzichtet Haselhorst Associates
dabei bewusst auf eine aktiv kommunizierte Rangliste. Statt eines
Wettbewerbs um einzelne Plätze sollen Entwicklungsstand, Fortschritte und
der Vergleich mit Städten ähnlicher Größen-ordnung im Mittelpunkt stehen.

Die Untersuchung basiert auf mehr als 33.000 öffentlich zugänglichen
Daten-punkten. Betrachtet werden zehn Bereiche der kommunalen
Daseinsvorsorge – darunter Verwaltung, Mobilität, Energie und Umwelt,
Gebäude und Quartiere, Bildung, Gesundheit sowie Wirtschaft und Handel.
Entscheidend ist dabei nicht allein, welche Voraussetzungen eine Stadt
mitbringt. Auch konkrete Strategien, Projekte und deren Umsetzungsstand
fließen in die Bewertung ein.

Besonders dynamisch entwickelt sich die Smart-City-Transformation derzeit
bei Energie und Umwelt. In diesem Bereich stieg der bundesweite
Entwicklungsgrad gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozentpunkte. Auch Gebäude
und Quartiere (+2,2 Prozentpunkte) sowie Mobilität (+2,0 Prozentpunkte)
verzeichnen deutliche Fortschritte. Verwaltung, Bildung und Gesundheit
entwi-ckeln sich ebenfalls positiv.

Dass Paderborn in OWL die Spitzenposition einnimmt, passt zu den
besonderen Voraussetzungen der Stadt: Wissenschaft, Wirtschaft und
kommunale Akteure arbeiten eng zusammen und schaffen ein
innovationsfreundliches Umfeld für digitale Anwendungen. Die Stadt
profitiert dabei von ihrer ausgeprägten For-schungs- und IT-Landschaft und
kann Digitalisierung zunehmend mit konkreten Fragen der Stadtentwicklung
verbinden.
Auch Lemgo steht beispielhaft für den Weg, digitale Innovation aus der
For-schung in die kommunale Praxis zu übertragen. Mit dem Reallabor „Lemgo
Digi-tal“ werden Technologien und Anwendungen unter realen Bedingungen er-
probt. Im Umfeld des Fraunhofer IOSB-INA entstehen zudem mit der
Forschungs-gruppe „Future City Solutions“ Lösungen für eine digitale,
nachhaltige und resi-liente Stadtentwicklung. Forschung wird damit
unmittelbar vor Ort nutzbar ge-macht.
Gütersloh setzt ebenfalls auf die systematische Weiterentwicklung
digitaler Ange-bote und Strukturen. Die Stadt zeigt, dass Smart City nicht
auf technologische Großprojekte beschränkt ist, sondern ebenso die
Digitalisierung von Verwaltung, Dienstleistungen und weiteren Bereichen
des städtischen Alltags umfasst.
Das Haselhorst-Ranking macht zugleich deutlich, dass die Rahmenbedingungen
für Kommunen anspruchsvoller werden. Angespannte Haushalte, Klimawandel,
Versorgungssicherheit und wachsende Anforderungen an digitale
Infrastruktur verlangen nach neuen Formen der Zusammenarbeit. Kooperation
statt Einzel-kämpfertum wird deshalb nach Einschätzung der Studienautoren
zu einem ent-scheidenden Erfolgsfaktor.

Für Ostwestfalen-Lippe ist das eine gute Ausgangslage. Die Region verfügt
über ein enges Netzwerk aus Kommunen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen
und Unternehmen. Initiativen wie „Future City Solutions“ und das Reallabor
„Lemgo Digital“ zeigen exemplarisch, wie diese Akteure gemeinsam an
Lösungen für die Stadt von morgen arbeiten. Dass Paderborn im aktuellen
Haselhorst Smart-City-Ranking 2026 die Spitzenposition in OWL einnimmt,
unterstreicht die Innova-tionskraft der gesamten Region.