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Internationale Anerkennung für DZD-Forschung: Drei Auszeichnungen bei der EASD

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Gleich drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen
Zentrums für Diabetesforschung (DZD) werden auf der Jahrestagung der
European Association for the Study of Diabetes (EASD) vom 28. September
bis 2. Oktober 2026 in Mailand mit renommierten Auszeichnungen geehrt.
Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler erhält den Claude Bernard Prize, die
höchste Auszeichnung der EASD. Prof. Dr. Andreas Birkenfeld wird mit dem
Camillo Golgi Prize ausgezeichnet. Zudem erhält Dr. Aaron Novikoff ein
EFSD Rising Star Fellowship.



Höchste EASD-Auszeichnung für Prof. Anette-Gabriele Ziegler
Der diesjährige Claude Bernard Prize geht an Prof. Anette-Gabriele
Ziegler. Die Direktorin des Instituts für Diabetesforschung bei Helmholtz
Munich, Professorin an der Technischen Universität München und DZD-
Wissenschaftlerin wird für ihre herausragenden innovativen
wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet des Typ-1-Diabetes gewürdigt.

Mit ihrer Forschung hat Ziegler wesentlich dazu beigetragen, frühe Stadien
des Typ-1-Diabetes sichtbar zu machen und damit neue Möglichkeiten für
Prävention, Früherkennung und frühe Behandlung zu eröffnen. Ihre Arbeiten
zeigen, dass die Erkrankung bereits Jahre vor dem Auftreten klinischer
Symptome beginnt und sich anhand spezifischer Autoantikörper früh erkennen
lässt. Damit schuf sie die Grundlage für bevölkerungsweite Screening-
Programme und Präventionsstudien, die heute international Maßstäbe setzen.

Seit vielen Jahren verfolgt sie das Ziel, Typ-1-Diabetes nicht nur
frühzeitig zu erkennen, sondern auch früh zu behandeln und langfristig zu
verhindern. Durch die enge Verzahnung von Forschung zu den
Krankheitsmechanismen, klinischer Forschung und bevölkerungsbezogenen
Studien hat sie entscheidend dazu beigetragen, neue Präventionsstrategien
zu entwickeln und in die klinische Anwendung zu überführen.

Ihre Claude-Bernard-Vorlesung hält Prof. Ziegler am 29. September 2026 von
9:00 bis 9:45 Uhr auf der EASD-Jahrestagung in Mailand. (Livestream
Option)

Camillo Golgi Prize für Prof. Andreas Birkenfeld
Mit dem Camillo Golgi Prize zeichnet die EASD Prof. Andreas Birkenfeld für
seine herausragenden Beiträge zum Verständnis, zur Prävention und zur
Behandlung von Typ-2-Diabetes und seiner Begleiterkrankungen aus.
Birkenfeld ist Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik IV am
Universitätsklinikum Tübingen, Direktor des DZD-Partners Institut für
Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (IDM) von Helmholtz Munich
an der Universität Tübingen sowie Mitglied des DZD-Vorstands.

Besonders wegweisend sind seine Arbeiten zur Remission des Prädiabetes.
Sie zeigen, dass die Rückkehr zu einer normalen Glukoseregulation nicht
nur die Stoffwechselgesundheit verbessert, sondern auch das Risiko für
Typ-2-Diabetes und spätere kardiovaskuläre Folgeerkrankungen senken kann.
Darüber hinaus trug Birkenfeld zur Entwicklung neuer Therapieansätze bei,
unter anderem durch die Erforschung des Langlebigkeitsgens INDY als
potenzielles Ziel für die Behandlung von Diabetes, Fettlebererkrankungen
und Adipositas.

Die Camillo-Golgi-Vorlesung von Prof. Birkenfeld findet am 29. September
2026 von 16:45 bis 17:45 Uhr statt.

EFSD Rising Star Fellowship für Dr. Aaron Novikoff
Mit dem EFSD Rising Star Fellowship Award fördert die European Foundation
for the Study of Diabetes (EFSD) herausragende
Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler auf dem Weg zur
wissenschaftlichen Unabhängigkeit. Zu den diesjährigen Preisträgern gehört
Dr. Aaron Novikoff von Helmholtz Munich und dem DZD.

Ausgezeichnet wird sein Forschungsprojekt „Elucidating New Strategies for
Precision Incretin Pharmacology“. Ziel ist es, neue Ansätze für die
Behandlung von Diabetes und Adipositas zu entwickeln. Novikoff untersucht,
wie sich die Wirkung inkretinbasierter Medikamente durch ein besseres
Verständnis der zugrunde liegenden Rezeptormechanismen gezielt optimieren
lässt.

Sein Forschungsansatz verbindet moderne molekulare Methoden mit
innovativen Strategien des Peptiddesigns und könnte dazu beitragen,
künftige Therapien wirksamer und gleichzeitig besser verträglich zu
machen.

Das Rising Star Symposium findet am 1. Oktober 2026 ab 8:30 Uhr statt.

Wissenschaftliche Exzellenz über alle Karrierestufen hinweg
„Die Auszeichnungen unterstreichen die internationale Sichtbarkeit und
wissenschaftliche Exzellenz des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung.
Sie würdigen sowohl herausragende Lebensleistungen und wegweisende
wissenschaftliche Arbeiten als auch innovative Forschung der nächsten
Generation“, sagt DZD-Vorstand Prof. Martin Hrabě de Angelis. Die
ausgezeichneten Forschenden stehen für das zentrale Ziel des DZD: neue
Wege zur Prävention, Früherkennung und Behandlung von Diabetes zu
entwickeln und wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in die medizinische
Versorgung zu übertragen.



Über den Claude Bernard Prize
Der Claude Bernard Prize ist die höchste Auszeichnung der European
Association for the Study of Diabetes (EASD). Er würdigt
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für innovative wissenschaftliche
Führung und herausragende Verdienste in der Diabetesforschung. Die Ehrung
ist mit einem von Sanofi gestifteten Preisgeld verbunden.

Über den Camillo Golgi Prize
Der Camillo Golgi Prize wird jährlich für herausragende Beiträge zur
Erforschung der Entstehung, Prävention und Behandlung von
Diabeteskomplikationen und Begleiterkrankungen vergeben. Der Preis ist mit
einem von Novo Nordisk gestifteten Preisgeld dotiert.

Über das EFSD Rising Star Fellowship
Das EFSD Rising Star Fellowship unterstützt exzellente
Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler beim Aufbau
eigenständiger Forschungsprogramme. Die Förderung wird von der European
Foundation for the Study of Diabetes (EFSD) vergeben und von Novo Nordisk
unterstützt. Ziel ist es, innovative Forschungsprojekte zu fördern, die
neue Impulse für die Prävention und Behandlung von Diabetes liefern.





Helmholtz Munich ist ein biomedizinisches Spitzenforschungszentrum. Seine
Mission ist, bahnbrechende Lösungen für eine gesündere Gesellschaft in
einer sich schnell verändernden Welt zu entwickeln. Interdisziplinäre
Forschungsteams fokussieren sich auf umweltbedingte Krankheiten,
insbesondere die Therapie und die Prävention von Diabetes, Adipositas,
Allergien und chronischen Lungenerkrankungen. Mittels künstlicher
Intelligenz und Bioengineering transferieren die Forschenden ihre
Erkenntnisse schneller zu den Patient:innen. Helmholtz Munich zählt mehr
als 2.500 Mitarbeitende und hat seinen Sitz in München/Neuherberg. Es ist
Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, mit mehr als 46.000 Mitarbeitenden
und 18 Forschungszentren die größte Wissenschaftsorganisation in
Deutschland. Mehr über Helmholtz Munich (Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH): www
.helmholtz-munich.de

Das 1805 gegründete Universitätsklinikum Tübingen gehört zu den führenden
Zentren der deutschen Hochschulmedizin. Als eines der 33
Universitätsklinika in Deutschland trägt es zum erfolgreichen Verbund von
Hochleistungsmedizin, Forschung und Lehre bei. Mehr als 400.000 stationäre
und ambulante Patientinnen und Patienten aus aller Welt profitieren
jährlich von dieser Verbindung aus Wissenschaft und Praxis. Die Kliniken,
Institute und Zentren vereinen Spezialistinnen und Spezialisten
unterschiedlichster Fachrichtungen unter einem Dach.
Die Expertinnen und Experten arbeiten fachübergreifend zusammen und bieten
jeder Patientin und jedem Patienten die optimale Behandlung, ausgerichtet
an den neuesten Forschungsergebnissen. Das Universitätsklinikum Tübingen
forscht für bessere Diagnosen, Therapien und Heilungschancen. Viele neue
Behandlungsmethoden werden hier klinisch erprobt und angewandt. Neben der
Diabetologie sind die Neurowissenschaften, Onkologie, Immunologie,
Infektionsforschung und Vaskuläre Medizin Forschungsschwerpunkte in
Tübingen. Der Lehrstuhl für Diabetologie /Endokrinologie war in den
letzten 25 Jahren Zentrum interdisziplinärer Forschung, insbesondere unter
Beteiligung der Chirurgie, Radiologie und Labormedizin.  www.medizin.uni-
tuebingen.de

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD e.V.) ist eines der acht
deutschen Zentren für Gesundheitsforschung. Es bringt Experten auf dem
Gebiet der Diabetesforschung zusammen und verbindet Grundlagenforschung,
Epidemiologie und klinische Anwendung. Ziel des DZD ist es, durch einen
neuartigen, integrativen Forschungsansatz einen wesentlichen Beitrag zur
erfolgreichen, individuell abgestimmten Prävention, Diagnose und
Behandlung von Diabetes mellitus zu leisten. www.dzd-ev.de