Sprache und Künstliche Intelligenz gemeinsam erforschen
Mit Workshops, Mitmachangeboten und einem Graffiti-Projekt möchten zwei
Forschungsverbünde der Universität Bielefeld mit Menschen im Bielefelder
Stadtteil Sieker über Sprache und Künstliche Intelligenz ins Gespräch
kommen. Dabei geht es nicht nur darum, Forschung zu zeigen, sondern vor
allem um die Erfahrungen, Fragen und Perspektiven der Menschen im
Stadtteil.
„Sieker spricht und wir hören zu“: Unter diesem Motto startet ein neues
Programm der Universität Bielefeld im Stadtteil Sieker. Organisiert wird
es vom Sonderforschungsbereich 1646 „Sprachliche Kreativität in der
Kommunikation“ und dem Transregio 318 „Constructing Explainability“. Im
Mittelpunkt steht der Austausch über Sprache und Künstliche Intelligenz.
Die Forschenden möchten mit Menschen im Stadtteil ins Gespräch kommen und
wissen, welche Erfahrungen sie im Alltag mit Sprache machen und was sich
ändert, wenn wir mit KI kommunizieren. Die Angebote richten sich
insbesondere auch an Menschen, die bisher wenige Berührungspunkte mit
Universität und Forschung hatten.
Den Anfang machte ein Graffiti-Workshop mit der Bielefelder Künstlerin
MARLA für Mädchen ab zwölf Jahren. Unter dem Motto „Was ist Künstliche
Intelligenz für dich? KI in deinen Worten und Bildern“ setzten sich die
Teilnehmerinnen mit ihren eigenen Vorstellungen von KI auseinander. Sie
entwickelten Motive, die sie mit Spraydosen auf Pappwände brachten. Die
entstandenen Graffitis werden beim Stadtteilfest Sieker am 18. September
zu sehen sein. Dort sind die beiden Forschungsverbünde mit einem
gemeinsamen Stand vertreten und sammeln „Sprachschätze“ der Besucher*innen
sowie ihre Fragen zu Künstlicher Intelligenz.
In den folgenden Wochen wird das Programm in der Stadtteilküche und im
Jugendhaus Sieker mit Workshops, Mitmachnachmittagen und einem Erzählcafé
fortgesetzt. Besucher*innen können unter anderem KI-Tools, Roboter,
Chatbots, KI-Games und Sprachspiele ausprobieren und ihre Wünsche und
Erwartungen an diese Technologien einbringen.
Das Programm soll keine einmalige Aktion bleiben. Perspektivisch sind
ähnliche Angebote auch in weiteren Bielefelder Stadtteilen geplant, um den
Austausch zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft weiterzuführen.
