FEI-Jahrestagung 2026 bringt Forschung und Lebensmittelindustrie zusammen
Rund 130 Teilnehmende aus Wissenschaft und Wirtschaft kamen vom 8. bis 10.
September 2026 zur FEI-Jahrestagung in Stuttgart-Hohenheim zusammen. Im
Mittelpunkt standen aktuelle Forschungsthemen und der Transfer neuer
Erkenntnisse in die industrielle Praxis. Fachvorträge, Einblicke aus der
unternehmerischen Praxis und der persönliche Austausch zeigten die
Bedeutung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) für die
Innovationskraft der Lebensmittelwirtschaft. Zudem wurde der Friedrich-
Meuser-Forschungspreis 2026 verliehen.
"Forschung allein genügt nicht. Das neue Wissen muss auch ankommen. Und es
muss schnell ankommen.“ Mit diesem Appell unterstrich der
Vorstandsvorsitzende des Forschungskreises der Ernährungsindustrie e. V.
(FEI), Dr. Götz Kröner, auf der FEI-Jahrestagung vom 8. bis 10. September
2026 in Stuttgart-Hohenheim die Bedeutung des Wissenstransfers für die
Innovationskraft der deutschen Lebensmittelwirtschaft.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Industrielle Gemeinschaftsforschung
(IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Sie bindet
Unternehmen von Beginn an in den Forschungsprozess ein:
Industrievertreterinnen und Industrievertreter bringen ihre
Praxiserfahrung und Forschungsbedarfe in die Projekte ein und tragen das
neu generierte Know-how zurück in ihre Betriebe. Gerade für die
überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft
schafft die IGF damit einen direkten Zugang zu neuen wissenschaftlichen
Erkenntnissen.
Wie breit dieses Transfernetzwerk aufgestellt ist, zeigt die Förderbilanz
des FEI für 2025: Insgesamt koordinierte der FEI 109 IGF-Projekte mit
einem Gesamtfördervolumen von 45,04 Mio. Euro. In den Projektbegleitenden
Ausschüssen engagierten sich 1.025 Unternehmen aus mehr als 20
Wirtschaftsbranchen, darunter 633 kleine und mittelständische Unternehmen.
Damit war rechnerisch etwa jedes sechste der rund 6.000 Unternehmen der
deutschen Lebensmittelindustrie in die Projektbegleitung eingebunden.
Weitere 49 projektbeteiligte Wirtschaftsverbände unterstützten als
Multiplikatoren den Transfer der Forschungsergebnisse in die industrielle
Praxis.
Neben persönlichen Kontakten zwischen Wissenschaft und Wirtschaft seien
verlässliche Rahmenbedingungen für die Forschungsförderung eine
wesentliche Voraussetzung für erfolgreichen Wissenstransfer, betonte
Kröner. Mit Blick auf den Haushaltsentwurf des BMWE für 2027 verwies er
daher kritisch auf die vorgesehene Kürzung der Mittel für die IGF um 11,5
Mio. Euro auf 167 Mio. Euro.
Gelegenheit für den persönlichen Austausch zwischen Wissenschaft und
Wirtschaft bot bereits der Auftakt der Jahrestagung: Am Vorabend des
wissenschaftlichen Programms kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu
einem festlichen Abendempfang im Marmorsaal im Weißenburgpark zusammen.
Vorstandsvorsitzender Dr. Götz Kröner begrüßte die Gäste. Prof. Dr. Dr.
Friedrich Meuser, langjähriger ehemaliger Leiter des Wissenschaftlichen
Beirats des FEI, sprach aus persönlicher Perspektive über den FEI und
seine Bedeutung.
Das wissenschaftliche Programm an der Universität Hohenheim eröffneten
deren Rektor Prof. Dr. Christoph Schneider sowie Sarah Schweizer,
Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und
Heimat Baden-Württemberg, mit ihren Grußworten. Durch das anschließende
Vortragsprogramm führte Prof. Dr. Jochen Weiss. Forschende präsentierten
aktuelle Forschungsthemen und -projekte, darunter auch Arbeiten aus dem
FEI-Netzwerk. Den Abschluss bildete ein Beitrag aus der unternehmerischen
Praxis.
Im Rahmen der Jahrestagung wurde außerdem Dr. Kerstin Risse für ihre
herausragende Dissertation mit dem Friedrich-Meuser-Forschungspre
ausgezeichnet. Mehr zur Preisträgerin und ihrer Forschungsarbeit in der
gesonderten FEI-Pressemitteilung vom 11.09.2026 (https://www.fei-
bonn.de/pm-20260911-meuser-for
Vorgestellt wurde außerdem der Jahresreport 2025/2026, der neben Zahlen
und Fakten zur Forschungsförderung zahlreiche Höhepunkte der FEI-
Aktivitäten zwischen Sommer 2025 und Sommer 2026 dokumentiert. Die
gedruckte Ausgabe wurde an rund 500 Interessierte versandt; die digitale
Version steht unter https://www.fei-bonn.de/jahres
Download zur Verfügung.
Eine große Bildergalerie sowie die Abstracts der Vorträge und die
Kurzlebensläufe der Vortragenden stehen hier zur Verfügung: https://www
.fei-bonn.de/jahrestagung-2026
Zur FEI-Pressemitteilung vom 16.09.2026 inklusive Pressebild: https://www
.fei-bonn.de/pm-20260916-jahre
Nutzung ausschließlich unter Angabe des Bildnachweises: © FEI | Foto:
Michaela Wohlleber
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Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V. (FEI)
Der FEI ist die zentrale Forschungsorganisation der deutschen
Lebensmittelwirtschaft und Mitglied der AIF. Ihm gehören durch direkte
Mitgliedschaft sowie über 45 Wirtschaftsverbände und
Branchenorganisationen rund 6.000 Unternehmen der deutschen
Lebensmittelindustrie sowie ein Großteil des Lebensmittelhandwerks an.
Schwerpunkt seiner Aktivitäten ist die Förderung praxisorientierter
Lebensmittelforschung. Der FEI koordiniert jährlich rund 100 Projekte der
Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und kooperiert mit über 120
Forschungseinrichtungen.
Mehr unter: https://www.fei-bonn.de/
