Werte, Demokratie und EU-Außenpolitik – Abschlusskonferenz des Forschungsnetzwerkes ValEUs an der Viadrina
Wie können gemeinsame Werte die Außenpolitik der Europäischen Union in
einer sich wandelnden Welt bestimmen? Was geschieht, wenn demokratische
Grundsätze zunehmend infrage gestellt oder ausgehöhlt werden? Und welchen
Beitrag können Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft in diesem
Prozess leisten? Diesen Fragen widmet sich von Dienstag, dem 29.
September, bis Freitag, den 2. Oktober, die abschließende Konferenz des
internationalen Forschungs- und Bildungsnetzwerkes ValEUs an der Europa-
Universität Viadrina Frankfurt (Oder).
Unter dem Titel „Values, Democracy, and EU Foreign Policy. Paths to a New
Policy Agenda“ diskutieren internationale Forschende, Studierende,
Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und der Politik sowie die
interessierte Öffentlichkeit in Frankfurt (Oder) und Słubice. Viele
Programmpunkte können auch per Livestream verfolgt werden.
In wissenschaftlichen Podiumsdiskussionen und praxisnahen Gesprächsrunden
geht es unter anderem um die Schwächung demokratischer Strukturen und
gemeinsamer Werte, Veränderungen der internationalen Ordnung sowie die
Außen- und Erweiterungspolitik der EU. Weitere Themen sind die
Unterstützung der ukrainischen Wissenschaft, das Verhältnis von
Zivilgesellschaft und Politik zu europäischen Werten sowie die Rolle von
Universitäten bei der Förderung von Vielfalt und humanitären Grundsätzen.
Programmhöhepunkte
Dienstag, 29. September, 17.30 Uhr
Eröffnung der Konferenz, Vortrag von Hans Kundnani (London School of
Economics and Political Science) zur Frage „What Values Are European?“
Ort: Logensaal, Logenhaus, Logenstraße 11, Frankfurt (Oder) und im
Livestream
Mittwoch, 30. September, 18.00 Uhr
Keynote von Marek Prawda (Leiter der Vertretung Polens in der Schweiz und
Liechtenstein) über „Challenges of a Value-Orientated EU Foreign Policy“
Ort: Kleine Aula, Collegium Polonicum, ul. Kościuszki 1, Słubice und im
Livestream
Donnerstag, 1. Oktober, 17.30 Uhr
Gesprächsrunde zum Thema „Civil Society, Political Actors, and Their
Struggle with ‘European’ Values” mit Forschenden aus den Niederlanden,
Deutschland, Frankreich, Kasachstan und Kolumbien
Ort: Logensaal, Logenhaus, Logenstraße 11, Frankfurt (Oder) und im
Livestream
Freitag, 2. Oktober, 11.00 Uhr
Gesprächsrunde zum Thema „The Role of Universities in Fostering
Pluralistic and Humanitarian Values” mit Wissenschaftler*innen aus der
Türkei, den USA, Kasachstan und Frankreich
Ort: Logensaal, Logenhaus, Logenstraße 11, Frankfurt (Oder) und im
Livestream
Medienservice
Journalist*innen sind herzlich eingeladen, über die Konferenz zu
berichten. Gern vermitteln wir Gespräche mit einzelnen Forschenden zu den
Fragestellungen der Konferenz. Für Interviews steht zudem der Viadrina-
Politikwissenschaftler und Leiter des ValEUs-Netzwerkes, Prof. Dr. Timm
Beichelt, zur Verfügung. Melden Sie sich mit Ihren Themen- und
Terminwünschen gern per E-Mail an
Hintergrund
Das Forschungs- und Bildungsnetzwerk mit dem vollen Titel „ValEUs.
Research & Education Network on Contestations to EU Foreign Policy” wird
seit Januar 2024 für drei Jahre mit 1,2 Millionen Euro durch das EU-
Programm Erasmus+ gefördert. Unter Leitung der Europa-Universität Viadrina
Frankfurt (Oder) verbindet es Forschung verschiedener Fachrichtungen,
Lehre und öffentlichen Austausch. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die
Grundwerte der Europäischen Union zunehmend infrage gestellt werden und
welche Folgen dies für die EU-Außenpolitik hat.
Gebildet wird das Netzwerk von 20 Partnereinrichtungen auf fünf
Kontinenten. Zu den Partnern zählen mit der Université Paris 8
(Frankreich), der Roskilde Universitet (Dänemark) sowie der University of
the Aegean (Griechenland) drei Hochschulen aus dem europäischen
Hochschulverband ERUA (European Reform University Alliance). Auch zwei
ukrainische Partneruniversitäten der Viadrina – die Karazin-Universität
Charkiw sowie die Kyiv School of Economics – sind vertreten. Die
europäische Perspektive wird durch Partner in den USA, Lateinamerika,
Kasachstan und Japan ergänzt.
