Gelebte Haltung: Die ISM zum UN-Tag der Demokratie am 15. September
Zum UN-Tag der Demokratie bezieht die International School of Management
(ISM) und mit ihr die Präsidentin und Geschäftsführerin Prof. Dr. Audrey
Mehn sowie die Geschäftsführer Daisuke Motoki und Karsten Gardy Stellung
dazu, wie die ISM gelebte Haltung zum Maßstab moderner Management-
Ausbildung macht. Die Geschäftsführung im Interview:
Am 15. September ist weltweiter Tag der Demokratie (UN). Warum nimmt eine
private Business School wie die International School of Management (ISM)
diesen Tag zum Anlass für ein klares Statement?
Prof. Dr. Audrey Mehn:
Weil Freiheit und Rechtsstaatlichkeit keine rein politischen Abstraktionen
sind. An der ISM bereiten wir junge Menschen auf Führungsrollen in einer
globalen Wirtschaft vor, Internationalität ist fest in unserer DNA
verankert. Wer in der Praxis erfolgreich sein will, muss verstehen, dass
wirtschaftliches Handeln nur dort nachhaltig entfaltet werden kann, wo
Grundrechte, Investitionssicherheit und freie Meinungsbildung garantiert
sind. Wenn demokratische Institutionen unter Druck geraten, betrifft das
direkt die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
Gilt „Democracy is Good Business“ also auch im Risikomanagement globaler
Unternehmen?
Daisuke Motoki:
Absolut. Wenn wir uns die geopolitischen Verwerfungen der letzten Jahre
ansehen, wird deutlich: Wo Rechtsstaatlichkeit, Eigentumsschutz und
unabhängige Institutionen fehlen, steigt das unternehmerische Risiko.
Freiheitliche Systeme mit unabhängiger Justiz bieten dagegen die
verlässliche Infrastruktur, die Unternehmen für Innovation, fairen
Wettbewerb und stabile Lieferketten brauchen. Wer Führungskräfte für eine
globalisierte Wirtschaft ausbildet, kann politische Verantwortung nicht
aus der Managementausbildung heraushalten. Als ISM vermitteln wir unseren
Studierenden genau diesen Blickwinkel: Demokratie ist kein Nice-to-have,
sondern eine unverzichtbare Voraussetzung für nachhaltigen
wirtschaftlichen Erfolg.
Die ISM legt traditionell großen Wert auf ausgeprägte Praxisnähe und eine
internationale Ausrichtung. Wie spiegelt sich das Thema Haltung und
demokratischer Diskurs im Studienalltag wider?
Prof. Dr. Audrey Mehn:
Praxisnähe bedeutet bei uns an der ISM nicht nur, Fallstudien aus
Unternehmen zu lösen, sondern zu lernen, wie man in komplexen und diversen
Umfeldern Verantwortung übernimmt. An unseren Standorten treffen Tag für
Tag Studierende aus zahlreichen Nationen aufeinander – mit
unterschiedlichsten kulturellen und gesellschaftlichen Prägungen. Dieser
internationale Mikrokosmos ist ein intensives Trainingsfeld für offene
Debattenkultur. Demokratie auf dem Campus heißt: Argumente zählen, nicht
Herkunft oder Position. Genau diese Diskursfähigkeit erwarten moderne
Arbeitgeber von unseren Absolventinnen und Absolventen.
Welche Anforderungen stellt diese Perspektive an das Führungsprofil der
Zukunftsgeneration?
Karsten Gardy:
Eine Führungskraft von morgen kann sich nicht mehr hinter reinen
Kennzahlen verstecken. Zu echtem Leadership gehört ein klarer ethischer
Kompass. Angehende Managerinnen und Manager müssen in der Lage sein,
Haltung in konkrete Corporate Governance und Compliance-Strategien zu
übersetzen. Wer an der ISM studiert, lernt, dass Führung bedeutet, nicht
nur Gewinne zu maximieren, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung
für das Umfeld zu übernehmen, in dem man wirtschaftet.
Welchen Impuls möchte die ISM-Geschäftsführung zum UN-Tag der Demokratie
an Studierende, Lehrende und Partner in der Wirtschaft senden?
Daisuke Motoki:
Dass wir Demokratie aktiv als Standortfaktor und als Gemeinschaftsaufgabe
begreifen müssen. Wir ermutigen unsere Partnerunternehmen dazu, den freien
Diskurs zu suchen, Vorurteile zu hinterfragen und Werte wie Transparenz
und Fairness aktiv vorzuleben.
Karsten Gardy:
Erfolgreiches Unternehmertum braucht verlässliche, freiheitliche
Rahmenbedingungen. Wenn wir den Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa
stärken wollen, müssen wir die demokratischen Fundamente, auf denen unser
Wohlstand aufbaut, sichern und wertschätzen.
Prof. Dr. Audrey Mehn:
Wir möchten ein klares Signal an unsere Studierenden und Lehrenden senden:
Unser Campus ist ein geschützter Raum für offenen Diskurs. An unsere
Studierenden appellieren wir: Nutzen Sie Ihr Studium an der ISM nicht nur,
um Fachwissen aufzusaugen, sondern um aktiv den offenen Dialog zu suchen,
Positionen zu hinterfragen und Werte wie Toleranz und Respekt täglich zu
leben. Sie sind die Next Gen Leader: Ihre Haltung formt die Wirtschaft von
morgen. Und an unsere Lehrenden geht der Dank und Auftrag, diesen Diskurs
in den Hörsälen Tag für Tag vorzuleben, Räume für kontroverse Debatten zu
öffnen und das kritische Denken unserer Studierenden gezielt zu fördern.
Denn Demokratie lebt vom Mitmachen – in der Gesellschaft wie am Campus.
