„Die Odyssee“: Symposium zum Film-Welterfolg und Matinee im Filmhaus Saarbrücken
Christopher Nolans Homerverfilmung „Die Odyssee“ hat an den Kinokassen bis
Ende August bereits mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar eingespielt. Wieso
eine Geschichte, die vor über 2500 Jahren geschrieben wurde, noch immer
für Begeisterung und für Diskussionen sorgt – diese Frage diskutiert ein
altertumswissenschaftliches Symposium der Universität des Saarlandes in
Kooperation mit dem Filmhaus Saarbrücken und den Freunden der Antike am
Samstag, 26. September, ab 10 Uhr im Filmhaus. Am Sonntag, 27. September,
schließt sich ab 11 Uhr eine Matinee mit Filmvorführung und
Podiumsdiskussion an.
Ein Ende von Christopher Nolans Welterfolg „Die Odyssee“ ist noch nicht in
Sicht. Solch ein Ergebnis hätten im Vorfeld wohl die wenigsten für möglich
gehalten. Kontroversen im Netz über Helenas Hautfarbe, Besetzungen von
Rollen, unhistorische Rüstungen und kulturelle Aneignung schienen dem Film
bereits vor der Premiere eine enorme Hypothek aufzubürden. Aber selbst
diese Rahmenbedingungen konnten die Zuschauer nicht davon abhalten, ihren
Durst nach antiken Mythen und cineastischen Meisterwerken zu stillen.
Während sich der Erfolg teilweise von vorherigen Einspielergebnissen
Christopher Nolans erklären lässt, so bleibt die Frage offen, wieso eine
Geschichte, die von dem mysteriösen Autor Homer vor über 2500 Jahren
geschrieben wurde, auch heute noch für Begeisterung wie auch für
Diskussionen sorgt. Dieser Frage möchte die Fachrichtung
Altertumswissenschaften der Universität des Saarlandes bei einem Symposium
in Kooperation mit dem Filmhaus Saarbrücken und den Freunden der Antike am
Samstag, 26. September, ab 10 Uhr im Filmhaus nachgehen.
Die Highlights des Symposions bilden zwei Gastvorträge: Ab 16:45 Uhr wird
Professor Patrick Reinard von der Universität Trier über Homers Odyssee
auf 2000 Jahre alten Papyri berichten, und um 18:15 Uhr stellt Dr. Martin
Lindner von der Universität Tübingen unter dem Titel „Der Held mit den
vielen Gesichtern“ die Neuerzählung der Odyssee in TV- und
Filmproduktionen vor. Weitere Vorträge stellen beispielsweise den
„Ägäisraum zur Zeit der Odyssee“ vor oder bieten eine historische Analyse
von Odysseus‘ Waffen. Zudem geht es um die Frage „Odysseus und Polyphem –
Held und Barbar?“ oder um „Penelope unter den Freiern – über weibliche
Handlungs(un)fähigkeit in Homers Odyssee“.
Alle Interessierten sind zum Symposium eingeladen. Gerne beantworten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Alten Geschichte, klassischen
Philologie und Archäologie alle Fragen. Der Eintritt ist frei.
Link zur Veranstaltung: <https://www.uni-saarland.de/i
geschichte/aktuelles.html
Link zum Veranstaltungsplakat mit allen Vorträgen: <https://www.uni-
saarland.de/fileadmin/upload/a
Am Folgetag, dem 27. September, zeigt das Filmhaus den Film im Rahmen
einer Matinee ab 11 Uhr in Originalversion im 35-mm-Format. Allerdings ist
der Saal schon fast ausgebucht. Anschließend findet gegen 14:30 Uhr eine
Podiumsdiskussion statt, in der Experten nochmals über den Film
diskutieren und ebenfalls gerne Fragen aus dem Publikum beantworten.
Kinotickets für die Matinee und Filmvorführung sind über die Website des
Filmhauses zum Preis von 9,50 Euro erhältlich: <https://filmhaus-sb.de/>
