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Käfer mit Geweih gefunden! Mehr als 2.300 Hirschkäfer gemeldet

Kämpfende Hirschkäfermännchen in einem Garten  Quelle: C. Franz/LWF
Kämpfende Hirschkäfermännchen in einem Garten Quelle: C. Franz/LWF
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Die Suche nach Bayerns „Käfer mit Geweih“ war erfolgreich: Im ersten Jahr
der neuen Citizen-Science-Aktion der Bayerischen Landesanstalt für Wald
und Forstwirtschaft (LWF) gingen bisher 1.905 Meldungen ein. 1.805
Meldungen konnten sicher dem Hirschkäfer zugeordnet werden. Insgesamt
wurden dabei 2.338 Hirschkäfer gesichtet.



„Wir sind begeistert von der hohen Beteiligung und der Qualität der
Meldungen“, freut sich LWF-Präsident Dr. Peter Pröbstle. „Ohne das
Engagement der vielen Helferinnen und Helfer wäre diese Datengrundlage
nicht möglich gewesen. Die Ergebnisse zeigen, welchen wichtigen Beitrag
Bürgerinnen und Bürger zur Erforschung und zum Schutz unserer heimischen
Arten leisten können.“

Juni ist Hirschkäfermonat
Besonders häufig wurden Hirschkäfer im Juni beobachtet: Mehr als die
Hälfte aller gemeldeten Tiere entfiel auf diesen Monat. Bereits im Mai
waren zahlreiche Käfer unterwegs, im Juli gingen die Beobachtungen
deutlich zurück. Auch bei der Tageszeit zeigt sich ein deutliches Muster:
Zwar wurden Hirschkäfer über den ganzen Tag hinweg beobachtet, am
häufigsten aber in den Abendstunden zwischen 18 und 21 Uhr. Das passt zur
bekannten Dämmerungsaktivität der Art.

„Die vielen Meldungen zeigen uns, wann und wo Menschen Hirschkäfern
begegnen“, erklärt Anna Kanold von der LWF, die das Hirschkäfermonitoring
betreut. „Besonders häufig sind Beobachtungen aus Gärten und
Siedlungsbereichen. Dort erhielten wir teilweise sogar Hinweise auf
mehrjährige Reproduktionsstätten. Bei der Auswertung müssen wir allerdings
berücksichtigen, dass Citizen-Science-Daten auch davon beeinflusst werden,
wo Menschen besonders häufig unterwegs sind.“

Hirschkäfer vor der Haustür
Viele Hirschkäfer wurden im unmittelbaren Umfeld des Menschen entdeckt.
Rund 43 Prozent der Fundpunkte lagen auf Wohnbauflächen, knapp zehn
Prozent im Wald. Insgesamt bestätigen die Meldungen das bisher bekannte
Verbreitungsgebiet des Hirschkäfers in Bayern weitgehend. Einzelne Funde
außerhalb der bekannten Gebiete sollen in den kommenden Jahren
weiterverfolgt werden.
Regentonnen können zur Falle werden

Erfreulich ist: 82 Prozent der gemeldeten Hirschkäfer waren unverletzt.
Totfunde gehören dennoch zum natürlichen Lebenszyklus, denn die
erwachsenen Käfer leben nur wenige Wochen. Auffällig häufig wurden
Hirschkäfer aber auch in Regentonnen und anderen Wasserstellen gefunden.
Die LWF bittet deshalb darum, Regentonnen abzudecken oder einfache
Ausstiegshilfen für die Käfer anzubringen. Bretter, Äste oder Steine
können Käfern und anderen Insekten helfen, sich selbstständig zu retten.

Citizen Science geht weiter
Die LWF bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre
Beobachtungen und Fotos beigesteuert haben. Jede Meldung verbessert das
Wissen über Verbreitung und Lebensräume des Hirschkäfers und unterstützt
damit den Schutz dieser besonderen Art. Die nächste Meldesaison startet im
Mai 2027. Dann hofft die LWF erneut auf zahlreiche Beobachtungen aus der
Bevölkerung.

Weitere Informationen, die Meldeseite sowie das Merkblatt „Hirschkäfer
erkennen und schützen“ finden Sie unter:
https://www.lwf.bayern.de/hirschkaefer.