Staatssekretär Heidmeier würdigt WIRKsam als Impulsgeber für KI und gute Arbeit
Abschlussveranstaltung zieht Bilanz nach fünf Jahren erfolgreicher
Zusammenarbeit im Rheinischen Revier
Hürth, 09.09.2026 – Wie kann Künstliche Intelligenz dazu beitragen,
Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig gute Arbeit zu
fördern? Mit dieser Frage hat sich das Kompetenzzentrum WIRKsam in den
vergangenen fünf Jahren gemeinsam mit Unternehmen des produzierenden
Gewerbes im Rheinischen Revier beschäftigt. Auf der Abschlussveranstaltung
„WIRKsam den Wandel gestalten – KI für die Arbeit von morgen“ zogen die
Projektpartner nun Bilanz und stellten zugleich das zukünftige
Kompetenznetzwerk WIRKsam vor.
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung am gestrigen Dienstag war das
Grußwort von Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit,
Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Er würdigte die
Arbeit des Kompetenzzentrums als wichtigen Beitrag zur Gestaltung des
Strukturwandels und zur menschengerechten Einführung von künstlicher
Intelligenz in Unternehmen:
„WIRKsam zeigt, wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen
gelingen kann: praxisnah, beteiligungsorientiert und mit einem klaren
Blick auf die Menschen, die mit dieser Technologie arbeiten. Gerade kleine
und mittlere Unternehmen profitieren von konkreten Methoden, die den
Einstieg in KI erleichtern und Qualifizierung von Anfang an mitdenken.
Die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft entscheidet sich nicht allein an
der Technologie, sondern daran, wie wir sie gemeinsam mit den
Beschäftigten gestalten.“ (Matthias Heidmeier, Staatssekretär im
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-
Westfalen)
Seit 2021 entwickelt und erprobt WIRKsam gemeinsam mit
Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Beschäftigten KI-Anwendungen, die
Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen, Wissen sichern,
Produktionsprozesse flexibilisieren und die Qualität verbessern.
In ihrer gemeinsamen Keynote zeigten die Direktoren der beteiligten
Forschungsinstitute, Prof. Dr. Sascha Stowasser (ifaa – Institut für
angewandte Arbeitswissenschaft e.V.), Prof. Dr. Thomas Gries (Institut für
Textiltechnik Aachen, RWTH Aachen) und Prof. Dr. Alexander Ferrein (MASKOR
Institut für Mobile Autonome Systeme und Kognitive Robotik, FH Aachen)
auf, dass Unternehmen heute vor vielfältigen Herausforderungen stehen:
Strukturwandel, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeitsanforderungen und
digitale Transformation wirken gleichzeitig auf die industrielle
Produktion ein. Künstliche Intelligenz könne dabei einen wichtigen Beitrag
leisten. In der betrieblichen Praxis stünden einer breiten Anwendung
jedoch häufig noch Barrieren entgegen – etwa eine unzureichende digitale
Infrastruktur, schwer abschätzbare Kosten und Nutzen sowie Vorbehalte bei
Beschäftigten. Entscheidend sei daher, technische, organisatorische und
menschliche Aspekte zusammenzudenken und KI-Vorhaben als langfristigen
betrieblichen Transformationsprozess zu gestalten, um Herausforderungen
wirksam zu adressieren.
Auf dem begleitenden Marktplatz erhielten die Gäste Einblicke in
Demonstratoren, Projektergebnisse und Unterstützungsangebote rund um den
KI-Einsatz in Unternehmen. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren
zeigen: KI entfaltet ihren Nutzen insbesondere dann, wenn Beschäftigte
frühzeitig beteiligt werden und Innovationen praxisnah erprobt werden
können.
Mit dem Abschluss des Projekts endet die Arbeit von WIRKsam nicht. Die
Partner stellten die Angebote des zukünftigen Kompetenznetzwerks WIRKsam
vor, das Unternehmen auch künftig bei der Einführung und Gestaltung von
KI-Anwendungen unterstützen wird. So bleiben die im Projekt aufgebauten
Kompetenzen, Netzwerke und Erfahrungen langfristig für das Rheinische
Revier erhalten.
Über das Kompetenzzentrum WIRKsam
Das Kompetenzzentrum WIRKsam unterstützt bei der Identifikation und
Auswahl von KI-Anwendungsfällen und begleitet insbesondere kleine und
mittlere Unternehmen bei der Einführung von KI. WIRKsam wurde im November
2021 gegründet und hat ein Reallabor auf dem euronova CAMPUS in Hürth. Das
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert
das Regionale Kompetenzzentrum für Arbeitsforschung unter dem
Förderkennzeichen 02L19C600ff. WIRKsam setzt sich aus fünf
Forschungsinstituten, drei Enablern, elf Anwendungs-unternehmen und elf
Value-Partnern zusammen. Zu den beteiligten Forschungsinstituten gehören
das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA) und das
Institut für Mobile Autonome Systeme und Kognitive Robotik der FH Aachen
(MASKOR) sowie als Projektkoordinator das Institut für angewandte
Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa) in Düsseldorf. Weitere Forschungspartner
sind das Fraunhofer-Institut für angewandte Informationstechnik, Sankt
Augustin (FIT) und der Lehrstuhl für Technik und Individuum der RWTH
Aachen University, Aachen (iTec). Das WIRKsam-Reallabor in Studio 6 auf
dem euronova CAMPUS gibt Einblicke in die aktuelle Forschungsarbeit.
Demonstratoren mit Einsatz von KI können live erprobt werden. Elf kleine
und mittelständische Unternehmen aus der Industrie beteiligen sich an dem
Forschungsprojekt und werden von dem interdisziplinären Wissenschaftsteam
begleitet.
Gerne vermitteln wir ein Interview mit unseren Expert*innen.
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WIRKsam – Regionales Kompetenzzentrum der Arbeitsforschung
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