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Rekordergebnis im Fraunhofer-weiten Vergleich

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30 von 30 Punkten: Das Leistungszentrum Simulations- und Software-basierte
Innovation in Kaiserslautern belegt den ersten Platz im Ranking der 19
Leistungszentren der Fraunhofer-Gesellschaft. Zum ersten Mal erhält ein
Leistungszentrum damit die volle Punktzahl bei der jährlichen Bewertung.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen universitärer und
außeruniversitärer Forschung in Kaiserslautern sowie der herausragende
Transfer in Industrie und Gesellschaft überzeugte die Gutachterinnen und
Gutachter.

»Diese Spitzenbewertung beweist einmal mehr, dass unser kooperativer
Ansatz leistungsfähig ist und bestätigt, dass Kaiserslautern ein wichtiger
Innovationsstandort ist. Das Ergebnis spornt uns außerdem an, den Transfer
von Forschung in industrielle Anwendungen weiter zu beschleunigen und
gemeinsam mit unseren Partnern zentrale Zukunftstechnologien weiter
konsequent voranzutreiben,« so Dr. Nicolas Fröhlich, Geschäftsführer des
Leistungszentrums.

Im Leistungszentrum bündeln das Fraunhofer-Institut für Techno- und
Wirtschaftsmathematik ITWM und das Fraunhofer-Institut für Experimentelles
Software Engineering IESE, die Rheinland-Pfälzische Technische Universität
Kaiserslautern-Landau und die Hochschule Kaiserslautern ihre
Forschungsexpertise. Hinzu kommt die enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen
Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI dem Leibniz-Institut für
Verbundwerkstoffe IVW, der Science and Innovation Alliance Kaiserslautern
sowie weiteren lokalen Vereinen und Initiativen.

Auch die gesellschaftliche Wirkung überzeugt
Nicht nur die industriellen Transfererfolge des Leistungszentrums
Simulations- und Software-basierte Innovation begeisterte die
Gutachterinnen und Gutachter. Sie heben außerdem das Engagement zur
Gewinnung von Nachwuchskräften sowie die umfangreichen Maßnahmen zur
internen und externen Qualifizierung der Mitarbeitenden hervor.

Als besonderen Erfolg wurde die Mitwirkung des Leistungszentrums am
»42kaiserslautern« bewertet: »Mit diesem interaktiven Treffpunkt mitten in
der Stadt zeigt das Leistungszentrum, dass es auch seine gesellschaftliche
Wirkung gezielt ausbaut sowie aktiv zur Technologieakzeptanz und
Innovationsoffenheit in der Bevölkerung beiträgt. Die bereits über 60
durchgeführten öffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 37.000
Besuchenden belegen eindrucksvoll den erzielten Impact« erklärt Simon
Ammer, Programmleiter der Leistungszentren seitens der Fraunhofer-
Gesellschaft.

Die Aktivität im »42kaiserslautern« sowie die wissenschaftliche und
wirtschaftliche Strahlkraft des Leistungszentrums habe die Gutachterinnen
und Gutachter dazu bewegt, zum ersten Mal in einer Erfolgsbewertung die
vollen 30 Punkte zu vergeben.

Simulationen für die Softwareentwicklung – mit und für die Industrie
Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit des Leistungszentrums steht
die Verbindung klassischer Ingenieurdisziplinen mit modernen Methoden der
Informatik und Mathematik – von Simulation und Modellierung bis zur
datengetriebenen Softwareentwicklung. Auf dieser Basis entwickeln die
Forschenden die angewandte IT weiter, insbesondere in den Bereichen
digitaler, hardware-, software- und netzwerkbasierter Technologien. Dazu
nutzen und entwickeln die Forschenden Methoden wie Künstliche Intelligenz,
Digitale Zwillinge und Next Generation Computing.

Im Fokus der Industriekooperationen stehen Branchen wie die
Verfahrenstechnik, die Mobilität, die Produktion sowie Biotechnologie und
Gesundheit. Zu den mehr als 30 regionalen Partnern des Leistungszentrums
gehören unter anderem die BASF SE, Daimler Trucks, BioNTech und John
Deere.

Forschungsschwerpunkte für zentrale Zukunftsfragen
Neue Schwerpunkte der Forschenden des Leistungszentrums Simulations- und
Software-basierte Innovation liegen unter anderem in der effizienten und
resilienten Trinkwasserversorgung. In der Mobilität nehmen sie den
Reifenabrieb in den Blick – noch gehört dieser zu den größten Quellen für
Mikroplastik weltweit. Für die Produktion ist die Entwicklung von
Datenräumen für die sichere und zuverlässige Beschaffung von Daten entlang
der Lieferkette, zum Beispiel für das ESG-Reporting, ein zentrales Thema.
In der Gesundheitsbranche arbeiten die Forschenden daran, Künstliche
Intelligenz sicherer, vertrauenswürdiger und nachvollziehbarer in
Gesundheitssysteme zu integrieren.

Hintergrund: Leistungszentren bei Fraunhofer und Bewertungsverfahren
Leistungszentren sind von Fraunhofer initiierte Kooperationen zur
Vertiefung regionalspezifischer Forschungsschwerpunkte. Ihr Ziel ist es,
den Transfer von Forschungsprojekten in Industrie und Gesellschaft zu
steigern. Dazu arbeiten Universitäten, Hochschulen, Fraunhofer-Institute
und weitere außeruniversitäre Forschungseinrichtungen an einem Standort
themenspezifisch mit Unternehmen und gesellschaftlichen Akteuren zusammen.
Sie führen passende Partner zusammen und begleiten Ideen bis in den Markt.

Organisiert ist das Programm der aktuell 19 Leistungszentren als so
genanntes »Omnibus-Modell«. Ein wettbewerbliches System, mit jährlicher
Erfolgsbewertung durch eine Fraunhofer-interne Begutachtungskommission.
Jeder Wettbewerbsdurchlauf hat eine dreijährige Laufzeit. Basierend auf
den kumulierten Ergebnissen der drei jährlichen Erfolgsbewertungen müssen
zum Ende der Laufzeit mindestens zwei Leistungszentren »aussteigen«. Die
frei gewordenen Plätze werden in einem eigenen Verfahren an neue
Konsortien vergeben. Aktuell läuft der zweite Wettbewerbsdurchlauf – noch
bis 2027.