Online-Gesundheitssprechstunde am 13. September: Sepsiswissen rettet Leben
Von 15:00 bis 17:00 Uhr: Sepsis-Stiftung zeigt im öffentlichen YouTube-
Livestream, wie Bevölkerung und Gesundheitsberufe Infektionen vorbeugen,
Warnzeichen erkennen und Teil der Rettungskette werden können.
Am Sonntag, 13. September 2026, lädt die Sepsis-Stiftung von 15:00 bis
17:00 Uhr anlässlich des World Sepsis Day zur öffentlichen Online-
Gesundheitssprechstunde „Was alle über Sepsis wissen sollten – vorbeugen,
Warnzeichen erkennen, richtig handeln“ ein. Die Teilnahme am YouTube-
Livestream ist ohne Anmeldung möglich. Fragen können vorab und während der
Veranstaltung gestellt werden.
Jeder kann zur Prävention beitragen – jeder kann Teil der Rettungskette
sein
Die Veranstaltung richtet sich an Menschen aus der Zivilgesellschaft, von
Sepsis und Infektionskrankheiten Betroffene, Angehörige, Lehrkräfte und
Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen ebenso wie an Ärztinnen und
Ärzte, professionell Pflegende und Mitarbeitende der ambulanten und
stationären Versorgung sowie des Rettungsdienstes. Sie alle können dazu
beitragen, Infektionen und damit auch Sepsis zu vermeiden. Und sie alle
sind Teil der Rettungskette, wenn es darum geht, eine Verschlechterung
früh wahrzunehmen, Sepsiszeichen zu erkennen und unverzüglich eine
Notfallbehandlung einzuleiten.
Sepsiskompetenz beginnt mit Infektionskompetenz
Empfohlene Impfungen, Hygiene, sachgerechte Wundversorgung und die
frühzeitige angemessene Behandlung von Infektionen können das Risiko einer
Sepsis vermindern. In der Gesundheitssprechstunde erläutern medizinische
Fachleute sowie Betroffene und Angehörige, wer besonders gefährdet ist,
worauf im Alltag geachtet werden sollte und welche körperlichen, geistigen
und psychischen Folgen nach einer Sepsis auftreten können.
Sepsis-Warnzeichen erkennen – bei Warnzeichen 112
Plötzliches schweres Krankheitsgefühl, Verwirrtheit oder
Wesensveränderung, schnelle Atmung, Kreislaufprobleme und ungewöhnlich
starke Schmerzen können Warnzeichen sein. Weitere Informationen: https
://sepsis-stiftung.de/koennte-
Bei Sepsis-Warnzeichen: 112 – wie bei Herzstillstand, Schlaganfall oder
Herzinfarkt. Auch Sepsis ist ein dringlicher Notfall.
Betroffene und Angehörige müssen gehört werden
Angehörige erkennen eine akute Verschlechterung häufig früh. Ihre
Beobachtungen können für die Rettungskette entscheidend sein und müssen
ernst genommen werden. Die Initiatorin der Sepsis-Vorreiterregion Jülich
stellt in der Gesundheitssprechstunde JANNs Regel vor. Sie fordert mit
Unterstützung der Sepsis-Stiftung, dass Betroffene und Angehörige bei
Sorge um eine akute Verschlechterung im Krankenhaus eine unabhängige
ärztliche Zweitmeinung einfordern können.
Warum mehr Sepsiswissen dringend nötig ist
Bereits vor der Pandemie war in Deutschland jährlich von etwa 140.000
sepsisbedingten Todesfällen auszugehen. Internationale Unterschiede zeigen
erhebliches Verbesserungspotenzial. Bei Neugeborenen lag die
sepsisbezogene Sterblichkeit 2021 in Deutschland mit 380 Todesfällen je
100.000 um rund 53 Prozent über dem norwegischen Wert von 248. Die Sepsis-
Stiftung will durch bessere Prävention, Früherkennung und Versorgung dazu
beitragen, jährlich mindestens 10.000 sepsisbedingte Todesfälle zu
verhindern.
Teilnahme, Programm und Fragen
Der öffentliche YouTube-Livestream ist ohne vorherige Anmeldung
erreichbar: https://youtube.com/live/66Zgz
Fragen können während der Veranstaltung über die Chatfunktion gestellt
oder bereits im Vorfeld an
individuelle medizinische Beratung oder Diagnosestellung ist im Rahmen der
öffentlichen Veranstaltung nicht möglich.
Programm, „Sepsis-Dossier Deutschland 2026“ und weitere
Informationsmaterialien stehen unter https://weltsepsistag2026.de zum
Herunterladen bereit.
Die Veranstaltung wird von der Global Sepsis Alliance (GSA) und der
European Sepsis Alliance (ESA) ideell unterstützt.
