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Hochschule Coburg und HUK-COBURG: „Gemeinsam bringen wir autonomes Fahren voran“

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Autonomes Fahren entwickelt sich weltweit rasant. Während in den USA und
China autonome Fahrzeuge bereits im Alltag unterwegs sind, startet die
Technologie auch in Deutschland in eine neue Phase. Der Blick richtet sich
dabei zunehmend auf den öffentlichen Nahverkehr und die Frage, wie
autonome Mobilitätsangebote die Mobilität der Menschen verbessern können.
Die Hochschule Coburg und die HUK-COBURG sind überzeugt: Damit die
Technologie ihr Potenzial entfalten kann, braucht es Erfahrungen unter
realen Bedingungen – auch im ländlichen Raum.

Welche Chancen autonomes Fahren für die Mobilität außerhalb der
Ballungsräume bietet, darüber diskutierten Prof. Dr. Stefan Gast,
Präsident der Hochschule Coburg, und Dr. Jörg Rheinländer,
Vorstandsmitglied der HUK-COBURG, in einem gemeinsamen Mediengespräch.
Beide Akteure aus der Region Coburg sind bereits sehr aktiv in diesem
Zukunftsfeld der Mobilität: Im Jahr 2021 hat die Hochschule Coburg den
Masterstudiengang „Autonomous Driving“ am Lucas Cranach Campus in Kronach
gegründet und außerdem die technologischen und gesellschaftlichen
Voraussetzungen autonomer Mobilität in mehreren Projekten erforscht. Die
HUK-COBURG versichert die ersten autonom fahrenden Fahrzeuge in
Deutschland bis Automatisierungslevel 4, die Personen innerhalb
festgelegter Gebiete befördern – und ist damit Pionier im deutschen
Versicherungsmarkt.
Dem Institut für Mobilität der Universität St. Gallen zufolge gilt 2026
als das Jahr der Expansion autonomer Mobilität: Weltweit soll sich die
Zahl autonom auf Level 4 fahrenden Fahrzeuge verdoppeln. Auch in
Deutschland starten weitere Modellversuche in verschiedenen Städten. Die
Frage ist längst nicht mehr, ob autonomes Fahren kommt – sondern wo
Deutschland die Erfahrungen sammelt, die für den breiten Einsatz notwendig
sind.
„Oberfranken bietet mit seiner besonderen, dezentralen Struktur ideale
Voraussetzungen, um zu erforschen, wie autonomes Fahren den ländlichen
Raum besser erschließen kann“, sagt Hochschulpräsident Prof. Dr. Stefan
Gast. „Wir haben hier industrielle Zentren ebenso wie viele kleinere
Gemeinden. Diese polyzentrale Struktur stellt andere Anforderungen als
eine Großstadt – und genau dafür brauchen wir passende Mobilitätslösungen.
Durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen und
Technologiepartnern können wir solche Lösungen gemeinsam entwickeln und
erproben.“ Dabei betont er: „Als Hochschule denken wir nicht nur
technologisch. Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt und fragen,
welche Mobilitätslösungen den Bedürfnissen der Menschen im ländlichen Raum
wirklich gerecht werden.“ Gerade im öffentlichen Nahverkehr sieht Gast
große Chancen. Autonome Shuttle könnten dazu beitragen, kleinere Orte
besser anzubinden, Angebote flexibler zu gestalten und den Folgen des
demografischen Wandels sowie des zunehmenden Fahrermangels im ÖPNV zu
begegnen.
Eine der zentralen Fragen für die Menschen ist die Sicherheit. Viele
fragen sich, wie zuverlässig autonome Fahrzeuge im Straßenverkehr
unterwegs sind und wer im Falle eines Unfalls haftet. Dr. Jörg
Rheinländer, Vorstandsmitglied der HUK-COBURG, erklärt: „Autonomes Fahren
wird das Autofahren sicherer machen. Das zeigen Daten aus den USA.“ Dort
verursachten autonome Fahrzeuge 80 Prozent weniger Unfälle als menschliche
Fahrer. Gleichzeitig sei für Geschädigte eines Verkehrsunfalls die
Haftungsfrage beim autonomen Fahren in Deutschland deutlich einfacher zu
klären als in anderen Ländern: „Für Unfallopfer ist entscheidend, dass sie
entschädigt werden. Die deutsche Kfz-Haftpflichtversicherung leistet genau
das – unabhängig davon, ob die Verantwortung beim Fahrer, Hersteller oder
System liegt.“
Nach Ansicht Rheinländers geht es nun darum, die Technologie im Alltag
erlebbar zu machen: „Man muss autonomes Fahren im Alltag erleben. Erst
dann merkt man, wie selbstverständlich sich diese Technologie anfühlen
kann. Aber wir brauchen keine Einzelerfahrung mehr, wir brauchen die
Erfahrungen ganzer Regionen, wo jeden Tag 80 oder 100 Fahrzeuge in den
Straßenverkehr integriert sind.“
Gerade im ländlichen Raum können autonome Mobilitätsangebote einen echten
Mehrwert schaffen, den öffentlichen Nahverkehr sinnvoll ergänzen, Orte
besser miteinander verbinden und Menschen mobil halten. Weil Oberfranken
die Herausforderungen des ländlichen Raums in besonderer Weise verbindet,
sehen Hochschule Coburg und HUK-COBURG in der Region großes Potenzial für
eine Modellregion, um wichtige Erfahrungen für die Mobilität der Zukunft
zu sammeln. Wissenschaftliche Kompetenz, Erfahrungen aus
Forschungsprojekten sowie die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Kommunen
und weiteren Partnerinnen und Partnern bilden dafür aus Sicht der beiden
Akteure eine starke Grundlage.

Die Hochschule Coburg
Die Hochschule Coburg ist eine moderne Hochschule für angewandte
Wissenschaften mit 4.200 Studieren-den. Mitten in Deutschland, mit starken
Verbindungen in die Region und auch international gut vernetzt. Sie bietet
50 praxisnahe und international ausgerichtete Bachelor- und
Masterstudiengänge in den Bereichen Bauen und Design, Soziales und
Gesundheit, Technik und Informatik sowie Wirtschaftswissenschaften. Getreu
dem Motto „Für Dich. Für morgen. Für die Region.“ versteht sich die
Hochschule als familiärer Ort ganzheitlicher Bildung, Kreativität und
individueller Förderung. Sie verfügt über ein eigenständiges
Promotionsrecht in forschungsstarken Bereichen, legt großen Wert auf
wissenschaftliche Exzellenz in anwendungsorientierter Forschung sowie auf
den Transfer von Wissen und Technologien zum Wohl und zur positiven
Entwicklung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die HUK-COBURG Versicherungsgruppe
Mit deutlich über 13 Mio. Kunden ist die HUK-COBURG der große Versicherer
für private Haushalte mit traditionell preisgünstigen Angeboten von der
Kfz-Versicherung über Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und
Rechtsschutzversicherung bis hin zur privaten Kranken-, der Lebens- sowie
der privaten Rentenversicherung. Mit Beitragseinnahmen 2025 von rund 11
Mrd. Euro zählt sie zu den zehn größten deutschen Versicherungsgruppen.
Traditioneller Schwerpunkt ist die Kfz-Versicherung: Mit 14,5 Mio.
versicherten Fahrzeugen ist sie der größte deutsche Autoversicherer. In
der Haftpflicht- und Hausratversicherung ist sie eben-falls führend. Die
HUK-COBURG mit Sitz in Coburg beschäftigte Ende 2025 insgesamt rund 12.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.