Agroforst in der landwirtschaftlichen Ausbildung
Gefördertes Bildungsangebot geht ins zweite Jahr. Bäume, die als produktives Element gezielt auf Äckern oder Weiden gepflanzt werden, können eine Antwort auf viele Herausforderungen der Landwirtschaft sein. In der landwirtschaftlichen Ausbildung wird diese multifunktionale Lösung jedoch bisher gar nicht behandelt. Ein Team aus jungen Agroforst-Experten aus der landwirtschaftlichen Praxis und der Wissenschaft ermöglicht den Blick über den Tellerrand: Anmeldungen für die „Lehreinheit Agroforst“ im Herbst 2026 sind ab sofort möglich.
Die „Lehreinheit Agroforst“ richtet sich an landwirtschaftliche Berufs-, Fach- und Hochschulklassen in ganz Deutschland. Sie kann als zweistündiges oder vierstündiges Format gebucht werden und endet idealerweise mit einer Exkursion zu einem nahegelegenen Agroforstsystem. Neben der Wissensvermittlung stehen der Austausch und die Diskussion im Mittelpunkt.
Die im Herbst 2025 gestartete Initiative hat innerhalb eines Jahres 28 Berufs- und Fachschulklassen in ganz Deutschland besucht und dabei rund 550 junge Menschen erreicht. Nur wenige von ihnen hatten zuvor von der Agroforstwirtschaft gehört. Die positiven Rückmeldungen motivieren dazu, die Initiative fortzuführen und weitere Berufsschulen zu besuchen.
Anmeldungen für die „Lehreinheit Agroforst“ im Herbst 2026 sind ab sofort möglich: Lehrende und Lernende einer landwirtschaftlichen Berufs- oder Fachschule, die Agroforst gerne auf dem Lehrplan hätten, können sich per E-Mail an bpbv[at]vrd-stiftung.org wenden, um die Durchführung der Lehreinheit Agroforst abzustimmen. Die Initiative freut sich über Spenden oder Honorare der Schulen, kann das Angebot aber auch kostenfrei bereitstellen.
Das Bildungsangebot geht auf eine Initiative des Jungen DeFAF zurück. Das Engagement der jungen Menschen wird durch die gemeinnützige Chrysantil Foundation und die VRD Stiftung für Erneuerbare Energien im Rahmen des Projekts „Bäume auf den Acker“ im „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ des BfN mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit ermöglicht.
