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Vom Leerstand zum lebendigen Ort

Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Poschmann (Mitte) mit den Preisträgern des Wettbewerbs  Quelle: Schlag/BBSR  Copyright: BBSR
Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Poschmann (Mitte) mit den Preisträgern des Wettbewerbs Quelle: Schlag/BBSR Copyright: BBSR
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Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wohnen,
Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Sabine Poschmann, hat heute in
Berlin die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs „Aus LEER wird MEHR“
bekannt gegeben. Neben einem Preisgeld von jeweils 1.500 Euro erhalten die
Preisträgerinnen und Preisträger ein professionell produziertes Imagevideo
für ihr Projekt.



Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wohnen,
Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Sabine Poschmann, hat heute in
Berlin die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs „Aus LEER wird MEHR“
bekannt gegeben. Neben einem Preisgeld von jeweils 1.500 Euro erhalten die
Preisträgerinnen und Preisträger ein professionell produziertes Imagevideo
für ihr Projekt.

Der Wettbewerb stieß bundesweit auf großes Interesse: Insgesamt gingen 137
Beiträge aus ganz Deutschland ein. Sie zeigen die Vielfalt an Ideen, mit
denen leerstehende Gebäude und Quartiere in ländlichen Räumen wieder zu
lebendigen Orten für Wohnen, Versorgung und soziales Miteinander
entwickelt werden können. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und
Raumforschung (BBSR) setzte den Wettbewerb im Auftrag des BMWSB um.

Bei der Preisverleihung betonte Poschmann, die große Zahl und Bandbreite
der Einreichungen zeige, wie stark das Thema Leerstand insbesondere
ländliche Regionen beschäftige. Die ausgezeichneten Projekte machten
zugleich deutlich, dass Leerstand überall dort neue Perspektiven eröffne,
wo lokales Engagement, überzeugende Konzepte und Ausdauer zusammenkämen.
Die prämierten Beispiele hätten damit weit über ihre Standorte hinaus
Vorbildcharakter.

Sabine Poschmann: „Wo heute Leerstand ist, kann morgen wieder Leben sein.
Jede ungenutzte oder leerstehende Immobilie ist eine verpasste Chance für
lebendige Orte, neues Wohnen und starke Gemeinden. Deshalb unterstützen
wir Akteure dabei, gute Strategien und Lösungen umzusetzen. Die heute
ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie aus Leerstand durch
Innovation, Zusammenarbeit und Engagement wieder Zukunft und Zusammenleben
entstehen kann. Den Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich ganz
herzlich.“

Die Preisträger 2025

Blankenhain (Thüringen): Ein Wohnquartier erfindet sich neu

Die kommunale jenawohnen GmbH hat ein von Leerstand und negativer
Wahrnehmung geprägtes Wohnquartier durch gezielte Aufwertungsmaßnahmen,
eine Imagekampagne, Veranstaltungen im Quartier und die aktive Einbindung
der Bewohnerinnen und Bewohner erfolgreich neu belebt. Der Erfolg ist
messbar: Seit 2022 gibt es im Quartier „Wohnen am Lindenpark“ keinen
Leerstand mehr.

Sabbenhausen (Nordrhein-Westfalen): Von der Dorfgaststätte zum Treffpunkt
für alle Generationen

Der Förderverein Sabbenhausen e. V. hat die lange leerstehende Gaststätte
„Zum Klosterberg“ zu einem Mehrgenerationentreffpunkt mit Wohnraum
umgebaut. Mehr als 10.500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit der
Dorfgemeinschaft machten das Projekt erst möglich. Das Gebäude ist heute
wieder sozialer Mittelpunkt des Ortes und stärkt den Zusammenhalt sowie
die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde.

Goldberg (Mecklenburg-Vorpommern): Das alte Brunnenhotel erhält eine neue
Aufgabe

Die Wohnungsgesellschaft Goldberg GmbH hat ein lange leerstehendes,
denkmalgeschütztes Hotel zu einem Baustein des neuen städtischen
Gesundheitszentrums entwickelt. Entstanden sind eine
Tagespflegeeinrichtung und eine Demenz-Wohngemeinschaft. In enger
Zusammenarbeit mit der Stadt und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) wurde ein Ort
geschaffen, der Wohnen, Pflege und medizinische Versorgung verbindet und
neue Impulse für die Entwicklung des historischen Stadtkerns setzt.

Über den Wettbewerb
Der Wettbewerb „Aus LEER wird MEHR“ ist Teil der Handlungsstrategie
Leerstandsaktivierung des BMWSB und wird im Rahmen des Programms „Region
gestalten“ als Begleitmaßnahme zur Online-Plattform Potenzial-Leerstand.de
durchgeführt. Ziel ist es, innovative Projekte und Initiativen zur
Aktivierung von Leerständen für Wohnraum in ländlichen Räumen sichtbar zu
machen, Lösungsansätze aufzuzeigen und zum Handeln zu inspirieren.

Neue Wettbewerbsrunde 2026 gestartet

Am 19. Juni 2026 hat das BMWSB gemeinsam mit dem BBSR die neue
Wettbewerbsrunde gestartet. Kommunale und private Wohnungsunternehmen,
Städte und Gemeinden, Landkreise, Genossenschaften, soziale und kirchliche
Träger, zivilgesellschaftliche Initiativen und Vereine sowie engagierte
Privatpersonen können bis zum 15. Juli 2026 ihre Beiträge zur Aktivierung
von Leerständen einreichen. Besonders willkommen sind Beiträge aus
Regionen, die in besonderem Maße von Leerständen betroffen sind.

Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern, den Finalistinnen
und Finalisten sowie zur Wettbewerbsrunde 2026:
<www.region-gestalten.bund.de/aus-leer-wird-mehr>

***
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt
für Bauwesen und Raumordnung (BBR) berät als Ressortforschungseinrichtung
die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des
Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens. Darüber hinaus setzt es Förder- und
Investitionsprogramme des Bundes um.